Úterý 30. srpna 1870

Sněm. sekretář Schmidt (čte):

Slavný sněme račiž volbu pana Med. Dra.

Františka Kralerta, měšťanosty v Pelhřimově, za poslance obcí venkovských bývalých okresů Pelhřimov, Pacov, Kamenice a Počátek za platnou uznati a zvoleného k sněmu českému připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejenigen Herren, die einverstanden sind, die Hand aufzuheben! (Geschieht. ) Angenommen.

L. =A. = B. Hr. Dr. Görner (liest):

Bei der am 23. August 1870 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Pardubitz, Holitz und Přelauč wurden von den 142 ordnungsmäßig gewählten Wahlmannern 134 Stimmzetteln abgegeben.

Es erhielt Herr Wenzel Pour aus Wall 134 Stimmen, so daß Herr Wenzel Pour mit absoluter Majorität gemählt erschrint.

Da gasen den Wahlvorgang fein Anstand vorliegt, so hat der Landes usschutz die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu um rbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Wenzel Pour aus Wall als Abgeordneten für die Landgemein en der gewesenen Amtsbezirke Pardubic, Holic und Přelauč als giftig anerkennen und den Gewählten zum Landtage zulassen.

Sněm. sekretář Schmidt (čte): Slavný sněme račiž volbu pana Václava Poura z Valů za poslance obcí venkovských bývalých okresů Pardubického, Holičského a Přeloučského za platnou uznati a zvoleného k sněmu českému připustiti.

Oberstlanbmarschall: Ich bitte diejenigen Herren, welche mit dem Antrage einverstanden sind, die Hand aufzuheben. (Geschieht. ) Angenommen.

L. =A. =B. Herr Dr. Görner liest: Hoher Landtag!

Bei der am 23. August 1870 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Kuttenberg=Čáslau würden von den 155 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 149 Stimmzetteln abgegeben.

Es erhielt Herr Josef Říha, JUDr. und Advokat in Kuttenberg, 149 Stimmen, so daß Herr Dr. Josef Říha einstimmig gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Dr. Josef Říha, Advokaten in Kuttenberg als Abgeordneten für die Landgemeinden der gewesenen Amtsbezirke Kuttenberg und Čáslau als giltig anerkennen und den Gewählten zum Landtage zulassen.

Sněm. sekretář Schmidt (čte): Slavný sněme račiž volbu pana Dra. Josefa Říhy, advokáta v Kutné Hoře, za poslance obcí venkovských bývalých okresů Kutnohorského a čáslavského za platnou uznati a zvoleného k sněmu českému připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejenigen Herren, die einverstanden sind, die Hand aufzuheben.

(Geschieht. ) Angenommen.

Ref. Hr. L. =A. =B. Dr. Görner liest: Hoher Landtag!

Bei der am 23. August 1870 vorgenommenen Wahl eines Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden Neubydžow und Chlumec sind von 91 Wahlmännern erschienen 88 und es erhtelt Herr Dr. Johann Jeřábek aus Prag sämmtliche Stimmen.

Da hiemit Herr Dr. Johann Jeřábek einstimmig gewählt erscheint, beehrt sich der Landesausschuß den Antrag zu stellen: der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn JUDr. Johann Jeřábek aus Prag zum Abgeordneten für die Landgemeinden in den gewes. Wahlbezirken Neubydžow u. Chlumec agnosziren und den Gewählten zum Landtage zulassen.

Sněm. sekr. Schmidt čte:

Slavný sněme račiž volbu pana JUDr. Jana Jeřábka z Prahy za poslance venkovských obcí pro býv. okresy Novo-Bydžovský a Chlumecký za platnou uznati a zvoleného k sněmu připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejenigen Herren, welche einverstanden sind, die Hand aufzuheben.

(Geschieht. ) Angenommen.

Ref. Hr. L. =A. =B. Dr. Görner liest: Hoher Landtag!

Bei der am 23. August 1870 vorgenommenen Wahl eines Landtagsabgeordneten für die Landgemeinden der Amtsbezirke Reicheuberg, Gablonz, Tannwald sind von 136 gewählten Wahlmännern 125 erschienen und es erhielt Herr Wenzel Neumann 68, Hr. Josef Gahler 55 und Hr. Adalbert 1 Stimme, 1 Stimmzettel war leer, so daß Herr Wenzel Neumanu mit absoluter Majorität gewählt etscheint; der Landesausschuß beehrt sich demnach den Antrag zu stellen: Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Wenzel Neumann zum Abgeordneten der Landgemeinden der ehem. Amtsbezirke Reichenberg, Gablonz und Tannwald agnosziren und den Gewählten zum Landtage zulassen.

Snem. sekretář Schmidt čte: Slavný sněme račiž volbu pana Václava Neumanna za poslance venkovských obcí okresů Libereckého, Jabloneckého a Tannwaldského za platnou uznati a zvoleného k sněmu připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejenigen Herren, die einverstanden sind, die Hand auszuheben.

(Geschieht. ) Angenommen.

L. =A. =B. Hr. Dr. Görner (liest): Hoher Landtag!

Bei der am 23. August 1870 vorgenommenen Wahl eines Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden=Wahlbezirke Semil=Eisenbrod sind von 82 Wahlmännern 81 erschienen und es erhielt Herr JUDr. Franz Rieger sämmtliche Stimmen.

Da hiemit Herr JUDr. Franz Rieger mit absoluter Majorität gewählt erscheint, beehrt sich der Landesausschuß den Antrag zu stellen: Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn JUDr. Franz Rieger zum Abgeordneten des Landgemeinden=Wahlbezirkes Semil=Eisenbrod agnosziren und den Gewahlten zum Landtage zulassen.

Sněmovní sekr. Schmidt (čte): Slavný sněme račiž volbu pana JUDra. Františka Riegra za poslance volebních okresů venkovských obcí Semil a Železného Brodu za platnou uznati a zvoleného k sněmu připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejenigen Herren, die damit einverstanden sind, die Hand aufzuheben.

(Geschieht. Angenommen. )

L =A =B. Dr. Görner (liest): Im ehemaligen Landgemeinde = Wahlbezirke Schwarz = Kostelec= Böhmisch=Brod sind von 75 Wahlmännern 72 erschienen, welche einstimmig. Herrn Franz Pokorný wählten. Der Landesgusschuß beantragt dessen Wahl zu agnosciren und den Gewählten zum Landtage zuzulassen.

Sněm. sekret. Schmidt čte: Zemský výbor navrhuje: volba pana Františka Pokorného za poslance venkovských bývalých okresů Černokosteleckého a Českobrodského budiž za platnou uznána a zvolený k sněmu připuštěn.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejenigen Herren, die mit dem Antrage einverstanden sind, die Hand aufzuheben. (Geschieht. )

L. =A. =B. Dr. Görner: Im ehemaligen Landgemeinde = Wahlbezirke Prachatic=Netolic sind von 82 Wáhlern 80 erschienen. 62 Stimmen vereinigten sich auf Herrn Professor Johann Krejčí, 18 auf Miesel von Zeileisen. Herr Professor Krejčí erscheint somit mit Majorität gewählt. Der Landesausschuß beantragt Seine Wahl zu agnosziren und den Gewählten zum Landtage zuzulassen.

Sněm. sekr. Schmidt: Zemský výbor navrhuje: slavný sněme račiž volbu p. Jana Krejčího za poslance volebních okresů Prachatického a Netolického za platnou uznati a zvoleného ku sněmu připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejenigen Herren, welche einverstanden sind, die Hand aufzuheben. (Geschieht. )

L. =A. =B. Dr. Görner (liest): Im ehemaligen Landgemeinde = Wahlbezirke Jungbunslau=Münchengrätz=Weißwasser sind von 119 Wählern 116 erschienen, welche einstimmig Herrn Anton Honc, Grundbesitzer tu Nemeslovic, wählten. Der Landesansschuß beantragt diese Wahl zu agnosziren und den Gewählten zum Landtage zuzulassen.

Sněm. sekr. Schmidt: Zemský výbor činí návrh: slavný sněme račiž volbu pana Antonína Honce za poslance obcí venkovských bývalých okresů Mladoboleslavského, Mnichovohradišťského a Bělského za platnou uznati a zvoleného ku sněmu připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte die Herren, die mit dem Antrage einverstanden sind, die Hand aufzuheben.

(Geschieht).

L. A=B. Dr. G ö r n e r: Im ehemaligen Landgemeinde=Wahlbezirke Přibram=Dobřiš sind von 88 Wahlmännern 83 erschienen, die einstimmig Herrn Dr. Trojan wählten. Der Landesausschuß beantragt dessen Wahl zu agnosziren und den Gewählten zum Landtage zuzulassen.

Sněm. sekr. Schmidt: Zemský výbor navrhuje: Volba p. dra. Pravoslava Trojana za poslance obcí venkovských bývalých okresů Příbramského a Dobříšského budiž za platnou uznána a zvolený ku sněmu připuštěn.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejenigen Herren, die mit dem Antrage einverstanden sind, die Hand aufzuheben.

(Geschieht).

L. =A. =B. Dr. Görner (liest): Im ehemaligen Landgemeinde=Wahlbezirke Hořic-Neupaka sind von 113 Wahlmännern 105 erschienen, welche einstimmig Herrn Dr. Wenzel Reichert, Magistrats-Konzeptsadjunkt zum Abgeordneten wählten. Daher erscheint Herr Reichert als gewählt und stellt der Landesausschuß den Antrag feine Wahl anznerkennen und den Gewählten zum Landtage zuzulassen.

Sněm. sekr. Schrnidt: Zemský výbor navrhuje: volba p. Václava Reicherta, magistrátního adjunkta konceptního v Praze, za poslance obcí venkovských bývalých volebních okresů hořického a novopackého budiž uznána a zvolený ku sněmu připuštěn.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejenigen Herren, die mit dem Antrage einverstanden Sind, die Hand aufzuheben.

(Geschieht. )

L. =A. =B. Dr. Görner: Bei der am 23. August 1870 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Hohenmauth, Skuč, Hlinsko wurden von den 159 ordnungsmäßig ge= Wählten Wahlmännern 148 Stimmzetteln abgegeben.

Es erhielt Herr MDr. Eduard Grégr in Präg alle Stimmen, so daß Herr MDr. Eduard Grégr einstimmig gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. MDr. Eduard Grégr als Abgeordneten für die Landgemeinden der gewesenen Amtsbezirke Hohenmauth, Skuč, Hlinsko als giltig anerkennen und den Gewählten zum Landtage zulassen.

Sněm. sekr. Schmidt (čte): Zemský výbor navrhuje: Slavný sněme račiž volbu pana med. dra. Eduarda Grégra za poslance obcí venkovských bývalých okresů Vysokomýtského, Skutečského a Hlinského za platnou uznati a zvoleného k sněmu českému připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte jene Herren, welche mit dem Antrage einverstanden sind, die Hand aufzuheben.

(Geschieht. )

L. A. =B. Dr. Görner:

Bei der am 24. August 1870 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk Altstadt Prag sind 1237 Wähler erschienen.

Es erhielt H. Dr. Wenzel Ritter von Bělský 894, Herr Franz Pstroß 890, Herr JUDr. Jan Rilke 342, Herr JUDr. Ant. Haas 342 Stimmen, so daß Herr Wenzel Ritter von Bělský und Franz Pstroß mit absoluter Majorität gewählt erscheinen.

Der Landesausschuß beantragt daher, der hohe Landtag Wolle die Wahl der Herren, Wenzel Ritter von Bělský und Franz Pstroß als Abgeordneten der Altstadt Prag als giltig anerkennen und die Gewählten zum Landtage zuzulassen.

Sněm. sekr. Schmidt: Činí se návrh: Slavný sněme račiž volbu pana Václava rytíře Bělského a p. Frank Pštrossa za poslance starého města Pražského za platnou uznati a zvolené k sněmu připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejenigen Herren, die mit dem Antrage einverstanden find, die Hand aufzuheben.

(Geschieht).

Oberstlandmarschall: Nun bitte ich den Herrn Dr. Forster.

Ref. Forster (liest): An der auf den 25. August l. J. ausgeschriebenen Wahl der Abgeordneten aus dem Wahlkörper des sideikommissarischen Großgrundbesitzes haben sich von 45 Wählern 24 theils persönlich, theils durch Bevollmächtigte betheiligt und es entfiel die absolute Mehrheit von 13 Stimmen auf die Herren:

Georg Graf Bouguot,

Rudolf Graf Chotek,

Jaromir Graf Czernin,

Theobald Graf Czernin,

Franz Graf Harrach,

Albrecht Graf Kaunitz,

Johann Graf Kolowrat=Krakowský

Franz Fürst Lobkowitz,

Moriz Fürst Lobkowitz,

Josef Graf Nostitz,

Karl Graf Schönborn,

Erwein Graf Schönborn,

Adolf Fürst Schwarzenberg jun,

Karl Fürst Schwarzenberg,

Theodor Graf Thun je mit 19 Stimmen, und

Friedrich Graf Thun mit 17 Stimmen.

Der Wahlakt ist in geseßlicher Weise vollzogen worden und hat bei der Skrutiniumsvornahme die Wahlkommission entschieden, auf den in einem Stimmzettel bezeichneten Kandidaten Alfred Grafen Golterburg, dann auf Grafen Karl Khevenhüller und Fürsten Lothar Metternich kein Bedacht zu nehmen, weil keiner derselben hierlands gegütert und auch sonst nicht wahlberechtigt ist.

Betreffs des als Kandidaten auf einigen Stimmzetteln vorkommenden k. k. Sektionschef de Pretis wurde dessen Kandidirung von der Wahlkommission in der Voranssetzung nicht beanständet, daß de Pretis die Wahlberechtigung in einer oder der anderen Gemeinde Böhmens habe.

Die Richtigkeit oder Nichtrichtigkeit der Gründe für diese Entscheidung der Wahlkommission zu deurtheilen, mangelt es an den Behelfen und Nachweisungen hiezu.

Da jedoch hiedurch der Wahlakt selbst in keiner Weise beeinslußt wird, so erlaubt sich der Lanbesausschuß diesen Wahlakt mit dem Antrage vorzulegen:

Hoher Landtag wolle diese Wahl agnoszinen und die gewählten Herren Abgeordneten zum Landtage zulassen.

Sněm. sekr. S ch m i d t (čte): Činí se návrh, aby volba poslanců velkostatků svěřinských, totiž volba pánů:

Jiří hrabě Bouquoi,

Rudolf hrabě Chotek,

Jaromír hrabě Černín,

Theobald hrabě Černín,

Frant. hrabě Harrach,

Albrecht hrabě Kounic,

Jan hrabě Kolovrat-Krakovský,

Frant. kníže Lobkovic,

Moric kníže Lobkovic,

Josef hrabě Nostic,

Ervín hrabě Schönborn,

Karel hrabě Schönborn,

Adolf kníže Schwarzenberg ml.,

Karel kníže Schwarzenberg,

Theodor hrabě Thun, jimž se každému dostalo 19 hlasů, a

Bedřich hrabě Thun, jemuž se dostalo 17 hlasů, schválena byla a tito pánové k sněmu připustěni byli.

Fürst Karl Schwarzenberg: Ich bitte unt's Wort. Nachdem die Wahl der 16 Mitglieder des Fibeikommisses als ein Akt behandelt wird, so erlaube ich mir im Namen meiner Herren Kollegen, nämlich der Abgeordneten des Fidetkommisses im Vorhinein zu erklären, daß wir uns bei der Verifikazion unserer Wahl der Abstimmung enthalten.

(Hlas v centru: Výborně!)

Oberstlandmarschall: Ich bitte also diejenigen Herren, die mit der Anerkennung der von dem Fideikommiß gewählten 16 Herren Abgeordneten einverstanden sind, die Hand aufzuheben. (Geschieht. ) - Angenommen.

Referent Forster (liest): Hoher Sandtag! Bei der auf den 25. August l. J. ausgeschriebenen Wahl aus dem Wahlkörper des nicht fideikomissarischen Großgrundbesitzes haben sich von 431 in den Wählerlisten verzeichneten Wählern 343 theils persönlich, theils durch Bevollmächtigte betheiligt. Die zur Wahl erforderliche absolute Stimmenmehrheit beträgt 172, welche die folgenden Herren erhielten:

Gustav Ritter von Adlerfels 179.

Joh. Freiherr von Battaglia 179.

Heinrich Graf Clam=Martinitz 179.

Rich. Graf Clam=Martinitz 179.

Ottokar Graf Czernin 184.

Rudolf Graf Czernin 181.

Ferd. Graf Deym 179.

Joh. Freiherr von Ehrenburg 179.

Aug. Ritter von Eisenstein 181.

Wenzel Ritter von Eisenstein 181.

Eduard Fučikowský von Grünhof 181.

Joh. Graf Harrach 189.

Rob. Freiherr von Hilbpranbt 181.

P. Adalbert Hron, Kanonikus, 179.

Theod. Freiherr Hrubý=Jelení 182.

Fried. Karl Graf Kinský 184.

Joh. Kose 178.

Georg Fürst Lobkowitz 184.

Josef Fürst Lobkowitz 179.

Vinz. Maresch 179.

Josef Müller 181.

Johann Nádherný, Ritter von Borotín 183.

Johann Ritter von Neuberg 184.

Karl Ritter von Neupauer 184.

Albert Graf Nostitz 183.

Hugo Graf Nostitz 181.

Karl Graf Paar 181.

Dr. Johann Palacký 179.

Alfred Freiherr Pfeil=Scharffenstein 184.

Franz Pistl 181.

Alois Renner 179.

Josef Richlý 181.

Eduard Riedl 181.

Bened. Ritter von Ritterstein 181.

Wenzel Rombald 181.

P. Johann Rotter, Abt zu Braunau, 182.

Siegfried Altgraf Salm 184.

Karl Freiherr Schiruding 178.

P. Adeodat Scbüß, Augst =Ord. =Provinzial, 184.

P Norbert Sichrawa, Abt. von Seelau, 181.

Ed. Graf Spoick 178.

Jos. Stangler 181

Leo Graf Thun 179.

Hugo Fürst Thurn Taxis 184.

Alois Welz 174.

Anton Werner 184

Fried. Graf Westphalen 183

Ernst Fürst Windischgrätz 179.

Joh. Theod. Wojaček 181.

Karl Graf Wölkenstein 182.

Wilhelm Graf Wolkenstein 179.

Anton Veith 182.

Karl Graf Zedtwitz 182.

Vincenz Freiherr von Zeßner 179.

1.   Bei Post Nr. 76 und 77 des Wählerverzeichnisses u. z.: Damenstift Hradschin in Prag vertreten durch die Stiftsvorstehung unter Beistimmung des zweiten Stiftshofkommissärs und Neustädter Damenstift in Prag vertreten durch die Stiftsvorftehung unter Beistimmung des Assistenzrathes protestirte Se. Ercellenz Graf Heinrich Clam=Martinic gegen die bei diesen beiden post. =Nr. der Wählerliste beigefügten Beisätze: "vertreten durch die Stiftsvorstehung unter Beistimmung des zweiten Stiftshofkommissärs, " u.: "vertreten durch die Stiftsvorstehung unter Beistimmung des Assistentrathes" und wies darauf hin, daß bei keiner anderen Wahlstimme ein Solcher Beisatz vorkomme, ein Solcher nach der Wahlordnung in die Wählerliste auch nicht gehöre und somit eine ungerechtfertigte Beeinträchtigung des Wahlrechtes dieser 2. Corporationen enthalte.

Dieser Protest wurde, nachdem das Wahlrecht der beiden genannten Corporationen nicht ausgeübt wurde, von der Wahlkommission zur Kenntniß genommen.

2.   Bei Post. Nr. 148 des Wahlverzeichnisses erhob das Kommissions=Mitglied Dr. Palacký gegen die Ausübung des Wahlrechtes der juridischen und medizinischen Fakultät an der k.. k. Universität in trag als Besitzerin von Michle, Maleschic und Stěrbohol Protest, weil die von dem Bevollmächtigten professor Dr. Hasner vorgewiesene Vollmacht nur die Unterschriften des juridischen Professoren=Prodekans und des medizinischen Professoren= Prodekans enthielt, und die Unterschriften ber beiden Professoren=Dekane fehlten, auch sonst eine Legitimazion in dieser Richtung nicht vorgewiesen wurde. Nach Ansicht des Dr. Palacký sollen die Fakultäten durch die Doktoren und Professoren= Kollegien vertreten und die Wahl durch diese vorgenommen werden, daher Dr. Palacký beantragte, die Vollmacht als ungenügend dem Dr. Hasner zur Vervollständigung nach der bemerkten Richtung zurückzustellen.

Die Wahlkommission erhob einstimmig biesen Antrag zum - Beschluße, wogegen Prof. Dr. Hasner gegen diesen Beschluß und die Zurückweisung des Stimmzettels Protest erhob mit ber Begründung, daß das Wahlrecht durch fünf Jahre in derselben Weile ohne Einwendung ausgeübt worden sei.

3. ad Post Nr. 300 der Wählerliste, Werner Friedrich Freiherr von Riese=Stallburg (Blahotic), brachte Se. Ercellenz Graf Heinrich Clam=Martinic Protest ein gegen die Zulässigkeit dieser Wahlstimme, weil Blahotic ein integrirender Bestandhteil und keineswegs ein inkorporirtes Gut der ihm gehörigen Herrschaft Schlan ist, nie eine selbstständige landtäfliche Einlage hatte, der §. 10 der L. =W. =O. nur den Besitzern jener Gütter eine Wahlstimme zuschreibt, welche selbstverständlich bei Erlassung der L. =W. =O. landund lehentäflich waren, somit die Creirung neuer, 1861 nicht eristirender Wahlstimmen nur mit Zustimmung des Landtages erfolgen könne. Die Kommission beschloß diesen Protest zur Kenntniß zu nehmen und denselben bei dem Landtage zur Sprache zu bringen, worauf der Herr Präsident der Wahlkommission den Stimmzettel Sowohl des Freiherrn von Riese, als auch jenen seines Vollmachtgebers in die Wahlurne legte.

Da durch die Vermengung dieser beiden Wahl= Zettel mit den übrigen in der Urne befindlichen bei ber geheimen Abstimmung eine nachträgliche Aussonberung von zwei Stimmen nicht möglich ist, dieselben aber das Resultat der Wahl beeinflußen und alteriren können, so legte Se. Ercellenz Graf Clam=Martinic für den Fall, daß der Landtag dem Freiherrn, von Riefe bezüglich der Besitzung Blahotic eine Wahlstimme nicht zu erkennen sollte, gegen die Giltigkeit dieser Wahl überhaupt unter ber gestellten Voraussetzung Protest ein. In Beziehung auf bie ad 1 und 2 erhobenen Anstände hat der Landes=Ausschuß sich an das h. k. k. Statthalterei=Präsidium um die Mittheilung der erforderlichen Aufklärungen gewendet.

In Beziehung auf den ad 3) bemerkten Anstand weisen bie Landesausschußakten nach; baß über Ansuchen des Besitzers von Blahotic das k. k. Landesgericht in Prag laut Bescheides vom 12. April 1870, Z. 8586, die Eintragung dieses vormals emphyteutischen Hofes in die k. k. böhmische Landtafel mit Eröffnung der selbstständigen Rubrik unter der Tertirung: Blahotic landtäslicher Hof mit Besitzvorschreibung des Herrn Werner Friedrich Freiherm von Riefe = Stallburg bewilligt hat.

Der Landesausschuß behält sich vor, über die eben bemerkten Anstände nach Constituirung des Landtages einen Antrag auf Niedersetzung einer Kommission behufs Prüfung der erhobenen Einwendungen zu unterbreiten und da durch die Erledigung dieser Anstände das Wahlresultat keineswegs alterirt wird, so erlaubt sich der Landesausschuß diesen Wahlakt mit dem Antrage zu unterbreiten:

In Berücksichtigung dessen, daß bei den gewählten Herren Abgeordneten die geringste Stimmanzahl 174, die absolute Majorität der gesammten Wähler dagegen blos 172 betragt, bei einer wie immer gearteten Entscheidung der bemerkten Anstände keine Anderung in dem Wahlresultate und dies um so weniger herbeigeführt werden kann, als die höchste Stimmanzahl, welche sich auf die übrigen Kandidaten vereinigte, 164, somit um 8 Stimmen weniger als zur absoluten Majorität nothwendig ist - beträgt, die erhobenen Anstände aber erst im Wege der Korrespondenz klar zu stellen fein dürften: so wolle hoher Landtag die vorgenommene Wahl agnosziren und die Herren Abgeordneten zum hohen Landtage zulassen.

Sněm. sekretář Schmidt čte:

V skupení držitelů statků svazku svěřenskému nepodlehajících byli zvoleni pánové:

Gustav rytíř Adlerfels 179.

Josef svob. pán Battaglia 179.

Jindřich hrabě Clam-Martinic 179.

Richard hrabě Clam-Martinic 179.

Otakar hrabě Černín 184.

Rudolf hrabě Černín 181.

Ferdinand hrabě Deym 179.

Jan svob. pán z Ehrenbergu 179.

August rytíř z Eisensteinu 181.

Vácslav rytíř z Eisensteinu 181.

Eduard Fučikovský z Grünhofu 181.

Jan hrabě Harrach 189.

Robert svob. pán Hildprandt 181.

P. Vojtěch Hron, kanovník, 179.

Teodor svob. pán Hrubý z Jelení 182.

Bedřich Karel hrabě Kinský 184.

Jan Kose 178.

Jiří kníže Lobkovic 179.

Vincenc Maresch 179.

Josef Müller 181.

Jan Nádherný rytíř z Borotína 183.

Jan rytíř z Ňeuberka 184.

Albert hrabě Nostic 183.

Hugo hrabě Nostic 181.

Karel hrabě Paar 181.

Dr. Jan Palacký 179,

Alfred svob. pán Pfeil ze Scharffensteinu 184.

František Pisti 181.

Alois Renner 179.

Josef Rychlý 181.

Edvard Riedl 181.

Benedikt rytíř z Rittersteinu 181.

Václav Rombald 181.

P. Jan Rotter, opat Broumovský, 182.

Siegfried starohrabě Salm 184.

Karel svob pán Schirnding 178.,

P. Adeodát Schütz, provincial řádu Augustiánů, 184.

P. Norbert Sichrava, opat Želivský, 181.

Edvard hrabě Spork 178.

Josef Stangler 181.

Lev hrabě Thun 179.

Hugo kníže Thurn-Taxis 184.

Alois Welz 174.

Antonín Werner 184.

Bedřich hrabě Westphalen 184.

Arnošt kníže Windischgratz 179.

Jan Teodor Vojáček 181.

Karel hrabě Wolkenstein 182.

Vilém hrabě Wolkenstein 179.

Antonín Veith 182.

Kurt hrabě Zedtwitz 182.

Vincenc svob. pán Zessner 179.

Dovoluje si zemský výbor tedy stran volby této učiniti návrh, aby volba těchto pánů byla za platnou uznána a ti samí k sněmu připuštěni byli.

Hrabě Clam-Martinic: Žádám o slovo, abych učinil troje poznamenání: předně musím opraviti to, že bych byl podal ohražení nebo protestoval proti výsledku celé volby bezvýminečně. Já jsem se ohradil jen pro ten případ, kdyby ty dva hlasy, proti kterým jsem ohražení podal, byly rozhodné, jelikož to místa nemá, tedy jsem také proti výsledku volby ohražení nepodal.

Za druhé musím podotknouti, že se uspokojuji tím že ty poznámky, které jsem učinil, budou předmětem zvláštního návrhu zemského výboru. Ale kdyby se návrh ten nepodal, tedy si ponechávám právo v té věci udělat zvláštní návrh, aby to bylo rozhodnuto od slavného shromáždění. Za třetí mám čest oznámiti a vysloviti se v ten smysl, jak kníže Schwarzenberg již dříve se vyslovil totiž že my zástupcové sboru velkostatkářů zdržujeme se hlasování v tom případě, kde se bude jednati o uznání naších voleb. (Dobře. )

Oberstlandmarschall: Wenn Niemand das Wort ergreift, so bitte ich die Herren, die mit der Anerkennung der Wahlen des nicht sideikommissarischen Großgrundbesitzes einverstanden sind, die Hand aufzuheben. (Geschiest) (Genehmigt. )

L=A. =B. Dr. Tedesco (liest):

Bei der am 23. August 1870 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Außig=Karbitz wurden von sämmtlichen 93 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 93 Stimmzetteln abgegeben.

Es erhielt Herr Dr. W. Ruß, Gutsbesitzer in Schönpriesen, 81, Hr. Anton Molle 8, Hr. Anton Rößler 3 und Hr. P. Anton Klimt 1 Stimme, so daß Herr Dr. W. Ruß mit absoluter Majorität gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Lattdesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Dr. W. Ruß als Abgeordneten für die Landgemeinden der gewesenen Amtsbezirke Außig =Karbitz als giltig anerkennen und den Gewählten zum Landtage zulassen.

Sněm. sekr. p. Schmidt: Činí se návrh: Slavný sněme račiž volbu pana Dr. W. Russa za poslance obcí venkovských bývalých okresů Ústského nad Labem a Chabařovického za platnou uznati a zvoleného k sněmu českému připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte die Herren, welche mit dem Antrage einverstanden sind, die Hand aufzuheben (Geschieht).

L. =A. =B. Dr. Tedesko (liest): Bei der am 23. August 1870 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Dauba, Wegstädtl wurden von den 82 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 82 Stimmzetteln abgegeben.

Es erhielt Herr Med. Dr. Anton Schöder in Dauba 52 und Herr Franz Hocke 30 Stimmen, so daß Herr Med. Dr. Anton Schöder mit absoluter Majorität gewählt erschernt.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Med Dr. Anton Schöder in Dauba als Abgeordneten für die Landgemeinden der gewesenen Amtsbezirke Dauba und Wegstadtl als giltig anerkennen und den Gewählten zum Landtage zulassen.

Sn. sekr. pan Schmidt Činí se návrh: Slavný sněme račiž volbu pana Med. Dr. Antonína Schodera z Dubé za poslance obcí venkovských bývalých okresů Dubského a Štětského za platnou uznati a zvoleného k sněmu českému připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte die Herren, welche mit dem Antrage emverstanden sind, die Hand auszuheben.

(Geschieht)

L. =A. =B. Dr. Tedesko liest: Bei der an demselben Tage vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Teischen, Bensen wurden von den 104 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 103 Stimmzetteln abgegeben.

Es erhielt Herr Ferdinand Lehmann, Bürgermeister und Kaufmann in Wernstadtl, 89 Stimmen, so daß Herr Ferdinand Lehmann mit absoluter Majorität gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang sein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Ferdinand Lehmann als Abgeordneten für die Landgemeinden der gewesenen Amtsbezirke Tetschen, Bensen als giltig anerkennen und den Gewählten zum Landtage zulassen.

Sn. sekr. pan Schmidt: Činí se návrh: Slavný sněme račiž volbu pana Ferdinanda Lehmana za poslance obcí venkovských bývalých okresů Děčína a Benešova za platnou uznati a zvoleného k sněmu českému připustiti.

L=A. =B. Dr Tedesko (liest): Bei der am.

(Stimmen): Hlasovať!

Oberstlandmarschall: Ich bitte die Herren, welche einverstanden sind, die Hand aufzuheben.

(Geschieht. )

L. =A. =B. Dr. Tedesko (liest): Bei der am 23. August 1870 vorgenommenen Wahl eines Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Brür, Katharinaberg, Görkau wurden von den 53 Wählern 51 Stimmzetteln abgegeben, es erhielt Herr David Kuh, Journaleigenthümer in Prag, 33 Stimmen, so daß Herr David Kuh mit absoluter Majorität gewählt erscheint; Herr Eduard Richter, Med. Dr. in Prag, erhielt 18 Stimmen.

Da gegen den Wahlvorgang sein Anstand vorliegt, beehrt sich der Landesausschuß die Wahlakten mit dem Antrage zu überreichen:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn David Kuh als Abgeordneten für die Landgemeinden der gewesenen Amtsbezirke Brür, Katharwaberg, Görkan als gütig anerkennen und den Gewählten zum Landtage zulassen.

Sn. sekr. pan Schrnidt: Číní se návrh: Slavný sněme račiž volbu pana Davida Kuha za poslance obcí venkovských bývalých okresů Mostu, Hory sv. Kateřiny a Jirkova za platnou uznati a zvoleného k sněmu připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte dte Herren, welche damit einverstanden sind, die Hand zu erheben.(Geschieht. )

L. =A. =B. Dr. Tedesko (liest): Bei der am 23. August vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Leitmeritz, Lobositz, Auscha wurben von den 180 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 164 Stimmzetteln abgegeben; es erhielt Hr. Dr. Julius Hanisch 78 und Herr Wenzel Hőfer 86 Stimmen, so daß Herr Wenzel Hőfer mit absoluter Majorität gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Wenzel Hőfer als Abgeordneten für die Landgemeinden der gewesenen Amtsbezirke Leitmeritz, Lobositz und Auscha als giltig anerkennen und den Gewählten zum Landtage zulassen.

Sn. sekr. pan Schmidt: Činí se návrh: Slavný sněme račiž volbu pana Václava Höfra za poslance obcí venkovských bývalých okresů Litoměřického, Lovosického a Ústeckého za platnou uznati a zvoleného k sněmu českému připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejenigen Herren, welche einverstanden sind, die Hand aufzuheben. (Geschieht. )

L. =A. =B. Dr. Tedesko (liest): Bei der am 23. August d. I. vorgenommenen Wahl des Land tagsabgeordneten fur den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Schluckenau, Hainspach wurden von den 35 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 35 Stimmzetteln abgegeben.

Es erhielt Herr J. U. Dr. Eduard Herbst, k. k. wirkl. geheimer Rath in Wien, 31, Herr C. H Richter, Fabriksbesitzer in Wölmdorf, 4 Stimmen, so daß Herr J. U. Dr. Eduard Herbst mit absoluter Majorität gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn J. U. Dr Eduard Herbst, k. k. wirkl, geheimen Rath in Wien, als Abgeordneten für die Landgemeinden der gewesenen Amtsbezirke Schluckenau, Hainspach als giltig anerkennen und den Gewühlten zum Landtage zulassen.

Sn. sekr. Schmidt (čte): Slavný sněme račiž volbu pana J. U. Dr. Edvarda Herbsta, c kr. skut. tajného rady ve Vídni, za poslance obcí venkovských bývalých okresů Šluknovského a Hainšpašského za platnou uznati a zvoleného k sněmu českému připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejenigen Herren, welche einverstanden sind, die Hand aufzuheben. (Geschieht). Angenommen.

L. =A. =B. Dr. Tedesko (liest): Bei der am 23. August 1870 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Schlau, Welwarn und Libochowic winden von den 129 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 127 Stimmzetteln abgegeben.

Es erhielt Herr Anton Husak, Seelsorger in Libschowes, 127 Stimmen, so daß Herr Anton Husak einstimmig gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Anton Husak, Seelsorgers in Libschowes, als Abgeordneten für die Landgemeinden der gewesenen Amtsbezirke Schlan, Welwarn und Libochowic als giltig anerkennen und den Gewählten zum Landtage zulassen.

Sn. sekr. pan Schmidt: Slavný sněme račiž volbu pana Antonína Husáka, církevního kněze v Libšovci, za poslance obcí venkovských bývalých okresů Slanského, Velvarského a Libochovického za platnou uznati a zvoleného k sněmu českému připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte die Herren, welche einverstanden sind, die Hand aufzuheben. (Geschieht. )

Berichterstatter L. =A. =B. Dr. Tebesko: Bei der am 23. August 1870 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amisbezirke Lubitz, Buchau wurden von den 107 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 106 Stimmzetteln abgegeben.

Es erhielt Herr Karl Pickert 100, Anton Schneider 1 und Leopold Klieber 2 Stimmen, so daß Herr Karl Pickert mit absoluter Majorität gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Karl Pickert als Abgeordneten für die Landgemeinden der gewesenen Amtsbezirke Lubitz, Buchau als giltig anerkennen und den Gewählten zum Landtage zulassen.

Sn. sekr. pan Schmidt: Činí se návrh: Slavný sněme račiž volbu pana Karla Pickerta za poslance obcí venkovských bývalých okresů Žlutického a Bochovského za platnou uznati a zvoleného k sněmu českému připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte die Herren, welche einverstanden sind, die Hand aufzuheben. (Geschieht).

Oberstlandmarschall: Bis jetzt sind im Ganzen mit Eimechnung der beiden Virilstimmen Sr. Eminenz des Herrn Kardinal=Erzbischofs und des Universitäts=Rektors, die natürlich keiner Agnoszirung bedürfen, 110 Abgeordnete in der Art agnoszirt, daß sie die Angelobung leisten können. Ich werde diese vornehmen.

Wir brauchen dann morgen nur noch 12 Wahlakte zu prüfen, und können uns dann konstituiren, und da bis morgen wahrscheinlich die allerhöchste Borschaft bereits gedruckt veriheilt fein wird, so kann auch dann nach Konstituirung im Laufe der morgigen Sitzung zur ernsten Lösung dieser allerhöchsten Vorlage geschritten werden.

Es wird vielleicht Se. Durchlaucht der Herr Statthalter die Gnade haben, mit mir und meinem Herrn Stellvertreter die Angelobung vorzunehmen und dann werde ich die Herren, deren Wahl bereits verificirt ist, aufrufen lassen, damit sie die Angelobung leisten.

Statthalter: Sie werden als Landtagsabgeordneter und als Oberstlandmarschall in meiner sand an Eides statt geloben Sr. Majestät dem Kaiser Treue, Gehorsam, Beobachtung der Gesetze und gewissenhafte Erfüllung ihrer Pflichten. Oberstlandmarschall: Ich gelobe.

Místodržitel. Učiníte co náměstek nejvyššího maršálka a co poslanec v mé ruce slib na místě přísahy, že chcete Jeho Veličenstvu císaři Pánu věrným a poslušným býti, zákony zachovávati a svoje povinnosti plniti.

Náměstek Dr. rytíř Bělský: Činím.

Oberstlandmarschall: Ich bitte den Herrn Sekretär die Angelobungsformel vorzulesen.

Sněmovní sekretář Schmidt: Učiníte co poslanec slib na místě přísahy v ruce nejvyššího maršálka zemského, že chcete Jeho Veličenstvu císaři Pánu věrným a poslušným býti, zákony zachovávati a povinnosti své plniti.

Sie werden als Landtagsabgeordneter in die Hände Sr. Ercellenz des Herrn Oberstlandmarschalls an Eides statt geloben Sr. Majestät dem Kaiser Treue, Gehorsam, Beobachtung der Gesetze und gewissenhafte Erfüllung ihrer Pflichten.

Oberstlandmarschall: Ich werde die Herren in der Reihenfolge, wie die Wahlen agnoscirt worden find, vorrufen lassen und bitte jeden mir die Hand zu reichen und dabei zu sagen: Ich gelobe! oder "slibuji !"

Sněm. sekr. Schmidt: Dr. Frant. Palacký.

Dr. Fr. Palacký: Slibuji!

Sněm. sekr. Schmidt: Dr. Kodym.

Dr. Kodym: Slibuji!

Sněm. sekr. Schmidt: Professor Otakar Zeithammer.

Zeithammer: Slibuji!

Sněm. sekr. Schmidt: Dr. Strakatý.

Dr. Strakatý: Slibuji.

Sněm. sekr. Schmidt: Jan Jílek.

Jílek: Slibuji.

Sněm. sekr. Schmidt: Josef Pražák.

Pražák: Slibuji.

Sněm. sekr. Schmidt: Josef Slavík.

Slavík: Slibuji.

Sněm. sekr. Schmidt: Dr. Robert Nittinger.

Dr. Nittinger: Slibuji.

Ldtgs. =Sekr. Schmidt: Herr Karl Stöhr.

Stöhr: Ich gelobe.

Sněm. sekr. Schmidt: p. Brzorád.

Brzorád: Slibuji.

Sněm sekr. Schmidt: P. Matěj Kubíček.

P. Kubíček: Slibuji.

Sněm. sekr. Schmidt: p. Dr. Brauner. (Hlasy: churav!)

Sněm. sekr. Schmidt: p. Frant. Kořínek.

Kořínek: Slibuji.

Sněm. sekr. Schmidt: Jos. Richard Vilímek.

Vilímek: Slibuji.

Sněm. sekr. Schmidt: Václav Fiala. (Hlasy: churav).

Sněm. sekr. Schmidt: p. Dr. Kučera.

Dr. Kučera: Slibuji.

Sněm. sekr. Schmidt: p. Dr. Kralert.

Dr. Kralert: Slibuji.

Sněm. sekr. Schmidt: p. Václav Pour.

Pour: Slibuji.

Sněm. sekr. Schmidt: Dr. Říha.

Dr. Říha: Slibuji.

Sněm. sekr. Schmidt: Pan Dr. Jeřábek.

Dr. Jeřábek: Slibuji.

Ldtgs. =Sekr. Schmidt: H. Wenzel Neumann.

Neumann: Ich gelobe.

Sněm. sekr. Schmidt: p. Dr. Rieger.

Dr. Rieger: Slibuji.

Sněm. sekr. Schmidt: Pan Frant. Pokorný.

Pokorný: Slibuji.

Sněm. sekr. Schmidt: p. Jan Krejčí.

Krejčí: Slibuji.

Sněm. sekr. Schmidt: p. Antonín Honc.

(Není přítomen. )

Sněm. sekr. Schmidt: p. Dr. Trojan.

Dr. Trojan: Slibuji.

Sněm. sekr. Schmidt: p. Dr. Reichert.

Dr. Reichert: Slibuji.

Sněm. sekr. Schmidt: p. Dr. Eduard Grégr.

Dr. Grégr: Slibuji.

Sněm. sekr. Schmidt: p. Frant. rytíř Pštros.

R. Pštros: Slibuji.

Ldtgs. =Sekr. Schmidt: Georg Graf Bouquoi.

Graf Bouquoi: Ich gelobe.

Ldtas. =Sekr. Schmidt: Rudolf Graf Chotek.

Hr. Chotek: Slibuji.

Ldtgs. =Sekr. Schmidt: Jaromír Graf Czernin.

Jar. Graf Czernin: Ich gelobe.

Ldtgs. =Sekr. Schmidt: Theob. Graf Czernin.

Th. hr. Černín: Slibuji.

Ldtgs. =Sekr. Schmidt: Franz Graf Harrach.

Fr. hr. Harrach: Slibuji.

Ldtgs. =Sekr. Schmidt: Albrecht Graf Kounic.

Graf Kounic: Ich gelobe.

Ldtgs. =Sekr. Schmidt: Joh. Graf Kolowrat=Krakovský.

(Hlasy: churav!)

Ldtas. =Sekr. Schmidt: Fürst Lobkowitz Franz.

Kníže Fr. Lobkovic: Slibuji.

Ldtgs. =Sekr. Schmidt: Fürst Lobkowitz Moriz. (Stimmen: Krank!)

Ldtgs. =Sekr. Schmidt: Graf Josef Nostitz.

Graf Nostitz: Ich gelobe.


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