Sobota 6. dubna 1867

Stenografische Berichte

des

böhmischen Landtages.

Erste Jahressession 1867.

2.

Stenografické zprávy

sněmu Českého.

První zasedání 1867.

2.

Prag, 1867.

Aus der Statthalterei-Buchdruckerei.

Stenografická zpráva

o

I. sezení prvního zasedání sněmu českého

od roku 1867, odbývaném dne 6. dubna

1867.

Stenographischer Bericht

über die

I. Sitzung der ersten Session des böhmischen

Landtages vom Jahre 1867, am 6. April

1867,

Předseda: Nejvyšší maršálek zemský Edmund hrabě Hartig.

Přítomní: Náměstek nejvyššího maršálka zemského Dr. pr. Jan rytíř z Limbecků a poslanci. v počtu k platnému uzavírání dostatečném.

Zástupcové vlády: C. kr. místodržící Arnošt svobodný pán z Kellerspergů a cís. kr. radové místodržitelství Jan rytíř z Neubauerů a Hlavka.

Počátek sezení o 11 hod. 15 minut.

Vorsitzender: Oberstlandmarschall Graf Edmund Hartig.

Gegenwärtig: Oberstlandmarschallstellvertreter J. U. Dr. Johann Ritter von Limbeck und die beschlußfähige Anzahl Abgeordneter.

Am Regierungstische: Der k. k. Statthalter Ernst Freiherr von Kellersperg und die k. k. Statthaltereiräthe Johann Ritter von Neubauer und Hlawka.

Beginn der Sitzung: 11 Uhr 15 Min.

Místodržící Jeho Excel. svob. pán z Kellerspergu: Jeho cís. král. apoštolské Veličenstvo ráčil Nejvyšším rozhodnutím ze dne 4. tohoto měsíce Nejmilostivěji jmenovati:

Jeho Excel. p. hraběte Edmunda Hartiga nejvyšším maršálkem sněmu království českého, a zemského advokáta p. dra. veškerých práv Jana rytíře z Limbecku náměstkem maršálkovým. Maje čest jmenované pány v této jejich důstojnosti představiti slavnému sněmu, žádám je, aby se ihned uvázali v úřad svůj.

Oberstlandmarschall: Hoher Landtag! Se. Majestät, unser allerg. Kaiser und Herr haben geruht, mich zum Oberstlandmarschall des Königreiches Böhmen zu ernennen.

Wohl kennend die Schwierigkeiten dieser so ehrenvollen Stellung, Schwierigkeiten insbesondere für mich, der ich der einen Landessprache vollkommen unkundig bin (im Centrum Bewegung), habe ich diese Stellung niemals angestrebt, ich habe es aber für meine Pflicht gehalten, der bestimmten Willensmeinung Sr. Majestät Folge zu leisten und die Führung dieses Amtes zeitweilig zu übernehmen. Gewähren Sie mir, meine geehrten Herren, Ihre wohlwollende Unterstützung, Ihr wohlwollendes Vertrauen, damit ich die Pflichten dieses Amtes ersüllen könne, und seien Sie versichert, daß ich den redlichsten, eifrigsten Willen meinerseits darlegen werde.

Mein hochgeehrter Vorgänger im Amte, Gras Albert Nostitz hat in der Sitzung am 18. Februar mit beredter, zu unser aller Herzen dringender Sprache die ernste Lage des Reiches dargestellt.

Diese Lage erfordert das Zusammenwirken aller Königreiche und Länder, welche unter dem Szepter Sr. Majestät vereinigt sind, um die inneren Verhältnisse in einer befriedigenden und Dauer verheißenden Weise zu ordnen.

Jedes Land wird dem Reiche geben, was des Reiches ist, jedes Land wird ungeschmälert das erhalten, was sein eigen ist (Centrum: Oho!).

Berufen hat Se. Majestät die Vertreter der Königreiche und Länder in den Reichsrath; eigenberechtigt tritt das Königreich Böhmen in den Rath der Länder, um durch seine gewichtigte Stimme die Entscheidung zu geben in Angelegenheiten, welche das Wohl des Reiches, welche das eigene Wohl betreffen.

Möge daher der h. Landtag gemäß den Worten der Aufforderung Sr. Majestät unsers allerg. Kaisers und Herrn, gemäß den verfassungsmäßigen Rechten, den verfassungsmäßigen Pflichten die Wahl in die Vertretung der Königreiche und Länder vornehmen. Die Stimme des Königreiches Böhmen wird mit jenen der anderen Länder vereint dahin wirken, die erhabenen Intentionen unseres Kaisers und Herrn zu verwirklichen.

Nicht geschmälert sollen die Rechte der einzelnen Länder werden, nicht geschmälert soll die Autonomie der Länder werden, die Worte unseres allerg. Kaisers und Herrn verheißen Ausdehnung derselben.

Die Regelung der gesetzlichen Zustände soll nicht die Rechte der einzelnen schmälern, sondern durch den befriedigenden Abschluß der staatsrechtlichen Zustände sollen die bestehenden Rechte für alle Zeit festgestellt werden. Dankbar wollen wir die gnädigsten Intentionen Sr. Majestät des Kaisers anerkennen und ihnen Folge geben. Aus dem Wohl der einzelnen Theile geht das Wohl des Ganzen hervor, und die Kraft und die Wohlfahrt des Ganzen begründet das Heil feiner einzelnen Theile. Lassen Sie uns daher vor dem Beginn unserer Arbeiten den Gefühlen Ausdruck geben, welche uns alle beseligen. Gott erhalte, beschütze die Monarchie und unser engeres, theueres Vaterland, Gott erhalte, Gott segne, Gott schirme unseren Kaiser und Herrn Franz Josef den Ersten. Hoch! Hoch! Hoch!                     

Hlas z centrum: Sláva králi Českému (Trojnásobné hřmotné Sláva!)

Náměstek maršálkův. Vysoký sněme! Z povinné toliko poslušnosti k nejvyšší vůli císaře a krále našeho přijímám úřad tento, jehož důstojné plnění mně bude tím těžším, čím více nám zásluhy mého velectěného předchůdce na místě tomto v paměti jsou. Protož prosím Vás, pánové! byste mou upřímnou snahu o věrné plnění povinností mně uložených vždy a v každé případnosti uznali.

Důležitost tohoto sezení Vám, pánové, již byla vytknuta, aby pak naše usnesení bylo blahoplodné říši i užší vlasti naší, k tomu osvěť nás Bůh, k tomu veď nás vznešená moudrost Jeho cís. král. apoštolského Veličenstva, jemuž z místa toho provolávám nadějeplné: Sláva! (Třikrát: Sláva!)

Ex. Exc. der Statthalter (liest): S. k. k. apost. Majestät haben an S.. Excellenz den Ministerpräsidenten Freiherrn v. Beust nachstehendes allerhöchstes Handschreiben zu richten geruht: Lieber Freiherr v. Beust!

Den am 18. Februar dieses Jahres eröffneten Landtagen Meiner nicht zur ungarischen Krone gehörigen Königreiche und Länder sind durch Meine Regierung die Gründe mitgetheilt worden, welche Mich bestimmt haben, es von der mit Meinem Patente am 2. Januar 1867 verfügten Einberufung eines außerordentlichen Reichsrathes abkommen zu lassen und den versassungsmäßigen Reichsrath zur Verhandlung über die zum Abschluße zu bringenden Staatsrechtlichen Fragen zu berufen.. Die Aufforderung Meiner Regierung, die Wahl der Abgeordneten zum Reichsrathe vorzunehmen, ist von dem Landtage meines Königreiches Böhmen in einer Weise beantwortet worden, welche Mich veranlaßt hat, Mich mit Meinem patente vom. 26. Februar dieses Jahres nochmals an die getreue Bevölkerung dieses Landes zu wenden. Ich beauftrage Sie nun, an den aus Neuwahlen hervorgegangeneu Landtag sofort die neuerliche Aufforderung zur Beschickung des Reichsrathes zu richten, indem Ich zu der patriotischen Einsicht und dem loyalen Sinne des Landtags das Vertrauen hege, daß derselbe dieser Aufforderung bereitwillig entsprechen werde. Dem Landtage ist hiebei die ausdrückliche Zusicherung zu wiederholen, daß Meiner Regierung nichts ferner liegt als der Gedanke einer Einschränkung der verfassungsmäßigen Autonomie des Königreiches und daß es im Gegenteile Mein Wille ist, diese Autonomie nicht nur in jenen Richtungen zu erweitern, wo dieß die Rücksicht auf die Sicherheit und Machtstellung des Gesammtreiches gestattet, sondern dieselbe auch durch die dauernde Befestigung des constitutionellen Organismus der Gesammtmonarchie und die fortschreitende.

Entwicklung entsprechender Institutionen mit neuen Bürgschaften zu umgeben. Ofen, am 3. April 1867.

Franz Josef.

Místodržitelský rada Neubauer čte:

Jeho cís. kr. Apoštolské Veličenstvo ráčilo jeho Excellenci panu presidentovi ministerstva svob. pánu Beustu následující list vydati: Milý svob. pane z Beustu!

Vláda Moje oznámila zahájeným dne 18. února b. r. sněmům Mých království a zemí, kteréž nenáležejí ke koruně Uherské, z kterých příčin Jsem se na tom ustanovil, aby sešlo z mimořádné rady říšské, svolané patentem Mým, daným dne 2. ledna 1867, a aby svolala se ústavní rada říšská, která by rokovala o záležitostech státoprávních, ježto se mají ke konci přivésti.

Na vyzvání, učiněné od vlády Mé, aby zvoleni byly poslanci do rady říšské, odpověděl sněm Mého království Českého spůsobem takovým, že jsem shledal toho potřebu, obrátiti se patentem Mým, daným dne 26. února t. r. znovu k věrnému obyvatelstvu této země.

Ukládám Vám nyní, aby jste ke sněmu, jenž vyšel z nových voleb, ihned učinil opětné vyzvání, by radu říšskou obeslal, ježto se důvěřuji ve vlasteneckou obezřelost a loyální smýšlení sněmu, že tomuto vyzvání ochětně zadost učiní. Přitom budiž sněm výslovně znovu ujištěn, že vládě Mé ani dost málo na mysli netane, aby autonomii ústavní tohoto království stenčila, anobrž že jest vůle Moje, tuto autonomii nejen rozšířiti, kde toho zřetel k bezpečnosti veškeré říše a k postavení jejímu co velmoci dopouští, ale dáti jí také nových rukojemství trvalým, utvrzezením konštitučního organismu veškerého mocnářství a postupujícím vyvinováním příhodných institucí.

V Budíne, dne 3. dubna 1867.

František Josef m. p.

Statthalter: Indem ich die Ehre habe Ew. Exc. diese Mittheilung zu überreichen, bitte ich sie der geschäfts. - und verfassungsmäßigen Behandlung zu unterziehen.

Oberstlandmarschall: Sobald der Landtag konstituirt sein wird, werde ich diese Mittheilung auf die Tagesordnung setzen. Ich erkläre die Sitzung für eröffnet.

Ich habe der h. Versammlung noch einige Mittheilungen zu machen. Der in der. LandtagsSession vom Februar 1866 beschlossene Gesetzentwurf, womit 31 Gemeinden des Landes die Bewilligung zur Einhebung von Gemeindeumlagen ertheilt wurde, hat die allerh. Sankzion erhalten; dagegen hat der in derselben Session beschlossene Gesetzentwurf, betreffend die Gewährung von Erleichterungen bei Bauten zum Zwecke der Industrie aus den bereits in der allerhöchsten Entschließung vom 29. Mai 1866 angeführten Gründen die allerhöchste Sankzion nicht gefunden. Die Landtagswahlen sind in allen Theilen des Landes bis auf eine Neuwahl in den Stadtbezirken Niemes - Zwickau vollzogen worden. Im letzten Stadtwahlbezirke ist die Wahlvornahme auf den 8. d. Mts. angeordnet worden.

Landtagsabgeordneter Fürst Colloredo-Mannsfeld hat sich wegen Unwohlsein entschuldigt und hofft in den nächsten Tagen zu kommen.

Das Landtagsbureau wurde aus denselben Beamten gebildet, die in der vorigen Landtagspenode sungirten, und wurden dieselben unter Berufung auf die bereits dem Landtage geleistete Angelobung an die Erfüllung ihrer Funkzionsobliegenheiten erinnert. - Bis der Landtag sich desinitiv konstituiren kann, werden wir die Verifikazionen der Wahlen vornehmen. Den neugewählten Herren Langtagsmitgliedern wird die Geschäftsordnung gegegeben werden.

Ich ersuche nun den Herrn LandesausschußReferenten Dr. Görner.

Dr. Eduard Grégr: Prosím za slovo.

Poněvadž v tomto sněmu přes všecko úsilí vlády přece několik zástupců národa českého se nalezá, považuji to za slušné, aby nám nejvyšší pan maršálek také pověděl po česku, co právě německy byl řekl. (Hlučné výborně v centrum a s části na levici. )

Nám. marš. Dr. Limbek: Nejvyšší pan maršálek řekl, že dokad nebude sněmovna konstituována, že prozatím volby se budou přednášet k schválení.

Zeithammer: Prosím za slovo!

Já myslím, že podle délky toho, co J. Exc. p. maršálek přednesl, nikterak panem náměstkem nebylo všecko uvedeno po česku. (Hlučné výborně v centrum. )

Sněm. sekr. Šmidt čte: Jeho Exe. nejvyšší pan maršálek sdělil, že návrhy zákonů, které byly usneseny...... (Hluk. )

Dr. K l a u d y: Prosím za slovo!

Zdá se mi nedůstojné národa českého, že se mu sděluje ústy pana sněm. sekretáře, co německým pánům poslancům sděleno bylo ústy presidia. (Hlučné výborně v centrum. )

Pánové, já činím návrh, zadati protest proti tomu a žádám, aby se páni, kteří jsou mého minění k tomu připojili, aby se národu českému neudělovalo pouze ústy sekretáře sněmu to, co jiným pánům se sděluje ústy presidia. (Výborně, výborně v centrum a s části na levici. )

Abgeordnete Steffens: Meine Herren, mir werden Sie gewiß nicht den Vorwurf machen, daß ich jemals gegen die Gleichberechtigung aufgetreten wäre.

Ich habe sie gewiß so beachtet, wie einer von ihnen (Unruhe, Oho im Centrum) ganz gewiß in jeder Beziehung; ich muß aber daraus aufmerksam machen, daß dasjenige, was die Herren vom Centrum (Unterbrechung, Lärm. )

Dr. Rieger: Pánové, já se ptám, jest-li je řeč pana Steffense na denním pořádku?

Pan Dr. Klaudy oznámil protest......(Hluk).

Oberstlandmarschall: Ich habe nicht gehört, daß der Redner irgend etwas gesagt hätte, was nicht - (Unterbrechung. )

Abg. S t e f f e n s: Ich bitte wenn im Centrum gesprochen wird, kann hier auch gesprochen werden. Gewiß das Sprachrecht existirt für alle. - (Unterbrechung, Oho im Centrum, großer Lärm. )

Dr. Rieger: Zde z této strany se žádalo, aby se nám sdělilo to, čeho nám jest potřeba vedeti, a když se strany presidia se tomu zadost neučinilo, oznámil se protest. (S povýšeným hlasem; ) My však v tom spatřujeme porušení svých práv a rovnoprávnosti. (Hlučné výborně! v centrum a nepokoj na levici. )

Oberstlandmarschall: Herr Steffens hat um das Wort ersucht, ich habe ihm das Wort ertheilt und nicht gefunden, daß er bisher etwa gesagt hätte, was nicht ordnungsmäßig gewesen wäre. (Bravo. )

Abg. Steffens: Ich habe ganz einfach auf Präcedentien hinweisen wollen. Man hat in den früheren Sessionen auch niemals vom Herrn Oberstlandmarschall verlangt, daß er das, was er deutsch gesagt hat, auch böhmisch sagen solle. (Bravo links, oho und Lärm im Centrum) und es wäre dem vorigen Oberstlandmarschall vielleicht ebenfalls schwierig geworden, alles böhmisch zu sagen, was er deutsch gesagt hat. Hat man das damals hingenommen, so sehe ich nicht, warum man es jetzt nicht hinnehmen sollte.

Posl. Zeithammer: Prosím za slovo!

Posl. Kratochvíle: Prosím za slovo!

Posl. Zeithammer: Jestliže pan poslanec Steffens k tomu poukázal, že s naší strany nikdy žádáno nebylo na maršálkovi zemském, Jeho Exc. p. hr. Nosticovi aby opakoval česky, stalo se to jen z dobré vůle naší. (Sláva. ) Avšak přichází doba, kde musíme stát na právu, a že jest to právo naše, to popírat nikdo nebude.

Posl. Kratochvíle: Náměstek maršálkův jest zřízen k tomu, aby zastával nejvyššího maršálka zemského, když tento zaneprázdněn jest. Jestliže nejvyšší maršálek království Českého české řeči není mocen, tedy je zaneprázdněn, aby sdělil, co praveno bylo v řeči německé, také v řeči české, a aby jeho nedostatek doplňoval. Tak dělo se vždy; náměstek maršálkův Dr. Wanka vždycky všecko doslovně sdělil a taktéž druhý náměstek maršálkův Dr. Bělský vždy doslovně a v pravém smyslu všecko poslancům národa českého oznámil. Nynější p. podmaršálek zemský ale tak neučinil, a jelikož se nám to pouze sděliti chce úředníkem sněmu, tedy v tom vidíme alespoň urážku národa českého.

Oberstlandmarschall Herr Graf Hartig: Meine Herren! Es ist eine Formsache, es ist gewiß die Absicht von Niemanden, irgend einen Eingriff, irgend eine Beschränkung zu machen. (Oho! Gemurmel) Sie werden entschuldigen, wenn diesmal hier deutsch gelesen worden ist; es ist in den früheren Sessionen öfter geschehen, ich werde künftig meinen Stellvertreter böhmisch dasselbe vortragen lassen.

Dr. G ö r n e r (ließt): Hoher Landtag! Zu der am 20. März 1867 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der Amtsbezirke Saaz, Postelberg, Sebastiansberg, Podersam, Komotau, Jechnitz sind von den ordnungsmäßig gewählten 227 Wahlmännern 213 erschienen und es haben hievon 183 für den Herrn Dr. Ferdinand Stamm in Wien, 30 für Herrn Dr. Willomitzer gestimmt, so daß Herr Dr. Ferd. Stamm mit absoluter Majorität gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage, zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Dr. Ferdinand Stamm als Abgeordneten für die Landgemeinden der Amtsbezirke Saaz, Pöstelberg, Komotau, Sebastiansberg, Podersam und Jechnitz als gültig anerkennen und denselben zum Landtage Zulassen.

Sněm. sekr. Šmidt (čte): Zemský výbor navrhuje:

Slavný sněm račiž volbu pana dra. Ferdinanda Stamma za poslance obcí venkovských okresů Žateckého, Postoloprtského, Chomutovského, Bastianperského, Podbořanského a Jechnického za platnou uznati, a zvoleného k sněmu českému připustiti.

Oberstlandmarschall: Herr Graf Hartig: Wenn Niemand das Wort ergreist, so kennen wir zur Abstimmung schreiten, ob der hohe Landtag die Wahl des Hrn. Dr. Stamm, agnoscire; ich bitte, diejenigen Herren, welche dafür sind. Die Hand zu erheben. (Geschieht. ) Die Wahl ist angenommen. Dr. Görner (liest): Hoher Landtag: zu der am 20. März 1867 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der Amtsbezirke Krumau, Kalsching, Oberplan sind, von 102 Wahlmännern 101 erschienen und es haben hieven 78 für den Hrn. Peter Steffens, Fabrikanten in Goldenkron, und 23 für Hrn. JUDr. Anton Wokář gestimmt, so daß Hr. Peter Steffens mit absoluter Majorität gewählt erscheint. Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so trägt der Landesausschuß an, die Wahl anzuerkennen und denselben zum Landtage Zulassen.

Sněm. sekr. Smidt (čte): Zemský výbor navrhuje:

Slavný sněm račiž volbu pana Steffense, továrníka, za poslance obcí venkovských okresů za platnou uznati a zvoleného k sněmu českému připustiti.

Oberstlandmarschall: Wenn Niemand das Wort verlangt, bringe ich zur Abstimmung, ob die des Wahl Hrn. Peter Steffens agnoscirt ist.

Ich bitte die Herren, die dafür sind, die Hand zu erheben. (Geschieht. ) Ist angenommen.

Dr. Görner (liest):

Zu der am 20. März 1867 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der Amtsbezirke Karlsbad, Elbogen, Petschau sind von den ordnungsmäßig gewählten 113 Wahlmännern 103 erschienen und es haben hievon 72 für den Hrn. Dr. Alfred Knoll mit absoluter Majorität gewählt erscheint. Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. Dr. Alfred Knoll als Abgeordneten für die LandGemeinden der Amtsbezirke Karlsbad, Elbogen und Petschau als gültig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sněm. sekr. Smidt (čte): Zemský výbor činí návrh, aby volba pana dra. Alfreda Knolla za poslance venkovských obcí okresů Karlovarského, Loketského a Bečovského za platnou uznána byla a zvolený do sněmu připuštěn byl.

Oberstlandmarschall: Die Herren welche für die Wahl sind, bitte ich die Hand zu erheben. (Geschieht. ) Ist angenommen.

Dr. Görner (liest): Hoher Landtag!

Zu der am 20. d. M. vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der Amtsbezirke Pardubitz, Holic und Přelauč sind von den ordnungsmäßig gewählten 148 Wahlmännern 139 erschienen und es haben hievon 138 für den Herrn Wenzel Pour, Mühlenbesitzer in Vale gestimmt, so daß Herr Wenzel Pour mit absoluter Majorität gewählt erscheint. Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Wenzel Pour als Abgeordneten für die Landgemeinden der. Amtsbezirke Pardubitz, Holic und Přelauč als gültig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sněm. sekr. Šmidt (čte): Zemský výbor navrhuje, aby volba, pana Václava Poura za poslance obcí venkovských okresů Pardubického, Holického a Přeloučského za platnou uznána byla a zvolený k sněmu připuštěn byl.

Oberstlandmarschall: Wenn Niemand das Wort begehrt, so bitte ich abzustimmen über die Wahl. (Geschieht. ) die Wahl ist angenommen.

Dr. Görner (liest): Zu der am 20. d. M. vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der Amtsbezirke Březnic, Blattna und Mirowitz sind von den ordnungsmäßig gewählten 147 Wahlmännern 144 erschienen und es haben sämmtliche für den Herrn JUDr. Johann Strakaty in Prag gestimmt, so daß Herr JUDr. Johann Strakaty mit absoluter Majorität gewählt erscheint. Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. JUDr. Johann Strakaty als Abgeordneten für die Landgemeinden der Amtsbezirke Březnic, Blatna und Mirowitz als gültig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sněmovní sekretář Schmidt čte: Činí se návrh, aby volba pana dra. veškerých práv Jana Strakatého za poslance obcí venkovských okresu Březnického, Blatenského a Mirovického za platnou uznána byla.

Oberstlandmarschall: Wird die Wahl als giltig anerkannt? Ich bitte darüber abzustimmen. (Geschieht. ) Die Wahl ist angenommen.

Dr. Görner (liest): Zu der am 20. d. M. vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der Amtsbezirke Leitmeritz, Lobositz und Auscha sind von den ordnungsmäßig gewählten 180 Wahlmännern 173 erschienen und es haben hievon 129 für den Herrn JUDr. Julius Hanisch in Wien; 24 für Johann Herrmann; 10 für Wenzel Hofer; 5 für Franz Brosche; 4 für Math. Bauer; 1 für Joh. Jäger gestimmt, so daß Herr JUDr. Julius Hanisch mit absoluter Majorität gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn JUDr. Julius Hanisch als Abgeordneten für die Landgemeinden der Amtsbezirke Leitmeritz, Lobositz und Auscha, als gültig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sněmovní sekretář Schmidt čte: Činí se návrh, aby volba pana JUDra. Julia Hanische za poslance obcí venkovských okresu Litoměřického, Lovosického a Ústěckého za platnou uznána byla.

Oberstlandmarschall: Wird der Antrag angenommen? Ich bitte darüber abzustimmen. (Geschieht. ) Der Antrag ist angenommen.

Dr. Görner (liest): Zu der am 22. März 1867 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Stadt und der Industrialorte Asch, Roßbach sind von den ordnungsmäßig gewählten 411 Wahlmännern 86 erschienen. welche insgesammt für den Herrn Karl Moriz Grafen Zedtwitz Neuberg gestimmt haben, so daß Herr Karl Moriz Graf von Zedtwitz einstimmig gewählt erscheint. Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten: Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Karl Moriz Grasen Zedtwitz, Gutsbesitzers in Neuberg als Abgeordneten der Stadt und des Industrialortes Asch, Roßbach als gültig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sněmovní sekretář Schmidt čte: Navrhuje se, aby volba p. Karla Morice hrab. Zedtvice, velkostatkáře v Neuberku, za poslance měst a průmyslových míst Aše a Rossbachu za platnou uznána byla.

Oberstlandmarschall: Wird der Antrag angenommen, meine Herren? Bitte abzustimmen! (Geschieht. ) Der Antrag ist angenommen.

Abg. Dr. Görner (liest: ) Zur Wahl in Trautenau, Arnau, Marschendors, Schatzlar, sind von 110 Wahlmännern 98 erschienen, und es haben hievon 94 für den Herrn MDr. Bernard Pauer in Trautenau und 4 für Herrn Franz Kluge gestimmt, so daß Herr MDr. Bernard Pauer mit absoluter Majorität gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn MDr. Bernard Pauer als Abgeordneten für die Landgemeinden der Amtsbezirke Trautenau, Arnau, Marschendorf und Schatzlar als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sněmovní sekretář Schmidt čte: Činí se návrh, slavný sněm račiž volbu pana dra. Bernarda Paura za poslance obcí venkovských okresů Trutnovského, Hostineckého, Maršovského a Šaclířského za platnou uznati.

Oberstlandmarschall: Ich bitte über diesen Antrag abzustimmen! (Geschieht) Angenommen.

Abg. Dr. Görner (liest: ) Zu der Wahl in den Landtagsbezirken Teplitz, Dux, Bilin, sind von 90 Wahlmännern 89 erschienen und alle für den Herrn Karl Stöhr, Bürgermeister in Teplitz gestimmt, so daß Herr Karl Stöhr einstimmig gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der h. Landtag wolle die Wahl des Herrn Karl Stöhr als Abgeordneten für die Landgemeinden der Amtsbezirke: Teplitz, Dux und Bilin als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sněmovní sekretář Schmidt čte: Zemský výbor činí návrh: slavný sněme račiž volbu Karla Fr. Stöhra, poslance obcí venkovských okresů Teplického, Duchcovského a Bilínského za platnou uznati a zvoleného do sněmu Českého připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte über diesen Antrag abzustimmen! (Geschieht).

Dr. Sladkovský: Prosím za slovo: Tím spůsobem, jakým Jeho Excellence nejvyšší maršálek dává nebo vlastně chce dát hlasovat, tím spůsobem není možná hlasovat. Když nás pouze vyzve, pánové, račte hlasovat, jak máme hlasovat, nevíme, chceme-li se vyjádřit pro aneb proti návrhu. Tedy prosím, aby Jeho Excellence pan předseda byl tak laskav, by nám předložil otázku a zároveň spůsob, jakým máme hlasovat.

Oberstlandmarschall: Herr Doktor haben vollkommen recht, es ist ein lapsus linguae gewesen, allein es ist eine bekannte Sache, daß für die Agnoscirung einer Wahl die Hand aufgehoben wird, daß ich es für selbstverständlich angenommen habe. Ich werde aber dem Wunsche des Herrn Doktors entsprechen. (Heiterkeit links. )

Abg. Dr. Görner: In dem Landwahlbezirke Schluckenau, Hainsbach, sind zur Wahl von 32 Wahlmännern 30 erschienen, welche insgesammt für Herrn JUDr. Eduard Herbst, k. k. UniversitätsProfessor in Prag, gestimmt haben. Derselbe erscheint sonach als gewählt, und es trägt der Landesausschuß an, diese Wahl anzuerkennen und den Herrn JUDr. Eduard Herbst als Abgeordneten zulassen.

Sněmovní sekretář Schmidt čte: Činí se návrh, aby volba pana doktora práv profesora Herbsta, poslance obcí venkovských okresů Šluknovského a Hanšpachského za platnou uznána byla.

Oberstlandmarschall: Ich bitte die Herren, welche für die Annahme sind, die Hand auszuheben. (Geschieht. ) Angenommen.

Abg. Dr. Görner liest: Zur Wahl des Amtsbezirkes Friedland sind von 64 Wahlmännern 58 erschienen, und es haben hievon 52 für den Hrn. Franz Herrmann, Realschullehrer in Warnsdorf, 3 für Herrn Franz Fettersch, Bürgermeister in Friedland und 3 für Herrn Johann Volkelt, Advokaten in Prag gestimmt, so daß Herr Franz Herrmann als gewählt erscheint.

Der Landes-Ausschuß trägt daher an, diese Wahl anzuerkennen und Herrn Franz Herrmann als Abgeordneten zuzulassen.

Sněmovní sekretář Schmidt čte: Navrhuje se, aby volba pana Fr. Hermana, učitele na reální škole ve Varnsdorfu, za poslance obcí venkovských okresu Fridlandského za platnou uznána byla.

Oberstlandmarschall: Ich bitte die Herren, welche für die Annahme dieses Antrages sind, die Hand auszuheben. (Geschieht. ) Angenommen.

Abg. Dr. Görner liest: In dem Landwahlbezirke Graslitz-Neudek sind von 72 Wahlmännern 67 zur Wahl erschienen, und es haben hievon 66 für Herrn Martin Popper, Mühlenbesitzer in Silberbach und 1 für den Fabrikanten Franz Kunzmann gestimmt, so daß Herr Martin Poppa als gewählt erscheint.

Der Landes-Ausschuß trägt an, diese Wahl anzuerkennen und Herrn Martin Poppa als Abgeordneten zuzulassen.

Sněmovní sekretář Schmidt čte: Zemský výbor činí návrh: slavný sněme račiž volbu panu Martina Poppa za poslance obcí venkovských okresu Kraslického a Neudeckého za platnou uznati a zvoleného do sněmu připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte für die Annahme dieses Antrages die Hand zu erheben. (Geschieht. ) Majorität.

Abg. Dr. Görner liest: Zu der am 22. März

1867 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Städte Plan, Tachau, Mies, Sandau sind von den ordnungsmäßig gewählten 951 Wahlmännern 397 erschienen, und haben hievon 397 für den Herrn Adolf Ritter von Sträruwitz, Postmeister in Mies gestimmt, so daß Hr. Adolf Ritter von Strärnwitz einstimmig gewählt erscheint. Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Adolf von Strärnwitz als Abgeordneten für die Städte Plan, Tachau, Mies und Sandau als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sněmovní sekretář Schmidt čte: Navrhuje se: slavný sněme račiž volbu pana Adolfa rytíře ze Straeruviců za poslance měst Plánu, Tachova, Stříbra a Žandova za platnou uznati a zvoleného do sněmu připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte die Herren, welche für die Annahme dieses Antrages sind, die Hand auszuheben. (Geschieht. ) Angenommen.

Abg. Dr. Görner liest: Zu der am 22. März l. I. vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Stadt Eger sind von 822 Wählern 148 erschienen, und es haben hievon 143 für den Herrn Eduard Kittl, k. k. Gymnasialprofessor in Eger und 5 für Herrn Adolf Tachezy gestimmt. In der diesfälligen Stimmzählungsliste wurden blos die Namen der vorgenannten 2 Candidaten, die Zahl der Stimmen dagegen, welche jeder von ihnen erhielt, nicht eingetragen. Herr Eduard Kittl erscheint daher mit absoluter Majorität gewählt. Da übrigens gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten;

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Eduard Kittel als Abgeordneten für die Stadt Eger als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sněmovní sekretář Schmidt čte: Zemský výbor navrhuje: slavný sněme račiž volbu pana Eduarda Kittla za poslance města Chebu za platnou uznati a zvoleného k sněmu připustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte die Herren, welche für die Annahme find, die Hand zu erheben. (Geschieht. ) Angenommen.

Abgeordneter Dr. Görner liest: Zu der am 22. März 1867 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Städte Krumau, Gratzen, Hohenfurt und Kaplitz sind von den ordnungsmäßig gewählten 473 Wahlmännern 148 erschienen, es haben hievon 147 für den Herrn Gregor Kardasch, k. k. Notar, und 1 für Herrn Franz Wocelka gestimmt, so daß Herr Gregor Kandasch mit absoluter Majorität gewählt erscheint. Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:


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