Parlamentsstipendium im Abgeordnetenhaus des Parlaments der Tschechischen Republik

Jan Hamáček

Das Programm der Parlamentsstipendien im Abgeordnetenhaus des Parlaments der Tschechischen Republik gibt jungen Leuten aus der Bundesrepublik die Gelegenheit, nicht nur die Arbeit der unteren Kammer des tschechischen Parlaments kennenzulernen, sondern sie erhalten auch Überblick über die politische Realien der Tschechischen Republik. Ich freue mich, dass dieses Programm die Zusammenarbeit der Nachbarländer erweitert und dazu beiträgt, das gegenseitige Verständnis in der jungen Generation weiter zu vertiefen.

Jan Hamáček, Präsident des Abgeordnetenhauses des Parlaments der Tschechischen Republik und Schirmherr des Projektes des Parlamentsstipendiums

Haben Sie Interesse an einem Studienaufenthalt im Tschechischen Parlament?

Das Abgeordnetenhaus des Parlaments der Tschechischen Republik bietet Studierenden und Absolventen deutscher Universitäten und Hochschulen ein zweimonatiges Stipendienprogramm (mit Option auf Verlängerung), um sich mit der Arbeit des tschechischen Parlaments und dem politischem Milieu der Tschechischen Republik vertraut machen zu können. Das Programm richtet sich an diejenigen, die sich für Politik, gesellschaftliches Geschehen sowie für die tschechisch-deutschen Beziehungen interessieren. Ziel des Projektes ist die Förderung der tschechisch-deutschen Beziehungen, wobei besonders die junge Generation angesprochen werden soll.

Das Projekt läuft unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Jan Hamáček.

Programm

Einen wesentlichen Teil des Programms bildet die Arbeit in den Büros der Abgeordneten. Die Teilnehmenden lernen weiterhin die Arbeit der Parlamentsverwaltung kennen, vor allem der Kanzleimitarbeiter (z. B. Wissenschaftlicher Dienst des Parlaments), die die Abgeordneten bei ihrer Arbeit fachlich unterstützen. Sie gewinnen so einen Überblick über die parlamentarische Arbeit und lernen den legislativen Prozess kennen.

Im Rahmen des Studienaufenthalts besuchen die Teilnehmenden auch bestimmte Seminare, die in Zusammenarbeit mit der Karls-Universität organisiert werden. Ihnen wird weiterhin die Möglichkeit geboten, ein breites Angebot an Vorlesungen an der Karls-Universität zu besuchen, die sich mit der Politik, Gesellschaft sowie Kultur der Tschechischen Republik beschäftigen.

Wer kann sich bewerben?

Die Bewerber müssen die deutsche Staatsbürgerschaft und mindestens einen Bachelor-Abschluss besitzen. Weiterhin sollten sie wenigstens über partielle Kenntnisse der tschechischen Sprache verfügen. Die Bewerber dürfen zu Beginn des Studienaufenthalts nicht älter als 30 Jahre sein.

Termin

Der Studienaufenthalt dauert zwei Monate, und zwar vom 1. März bis 30. April 2017 und kann um einen Monat verlängert werden.

Stipendium

Die Teilnehmenden erhalten ein monatliches Stipendium in Höhe von 10.000 tschechischen Kronen. Die Kanzlei des Abgeordnetenhauses trägt die Reisekosten für die einmalige An- und Abreise. Den Teilnehmenden wird eine kostenlose Unterkunft zur Verfügung gestellt. 

Auswahlverfahren der Stipendiaten

Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt in zwei Etappen: Die Bewerbung muss zusammen mit allen Anlagen bis zum 2. Januar 2017 an folgende Email-Adresse gesendet werden: praktikum@psp.cz. (Das Anmeldeformular kann unter www.psp.cz/praktikum heruntergeladen werden.)

Der Bewerbung muss ein Lebenslauf beigefügt werden sowie ein Motivationsschreiben in deutscher oder tschechischer Sprache (max. 2 Seiten). Des Weiteren ist eine Empfehlung nötig, in der ein Hochschullehrer oder der Arbeitgeber des Bewerbers die fachliche Qualifikation des Antragstellers beurteilt. Alles als ein PDF-Dokument.

Ausgewählte Bewerber werden anschließend zu einem Vorstellungsgespräch mit der Auswahlkommission des Abgeordnetenhauses eingeladen. Die Einladungen zum Vorstellungsgespräch werden nach 10. Januar 2017 verschickt; das Gespräch wird zwischen dem 24. und 26. Januar 2017 in Berlin stattfinden. Der Kommission gehören Abgeordnete des Tschechischen Parlaments, Angestellte der Kanzlei des Abgeordnetenhauses sowie ein Vertreter der tschechischen Botschaft in Berlin an.



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