Pondělí 20. března 1876

Stenografická zpráva

o

IX. sezení pátého výročního zasedání sněmu

Českého z roku 1872, dne 20. března

1876.

Stenographischer Bericht

über die

IX. Sitzung der fünften Jahres=Session des böhmischen Landtages vom Jahre 1872, am 20. März 1876.

Obsah:

Presidialní oznámení: Dovolené uděleny. Přidělení došlých peticí komisím. Denní pořádek:

1.   Zpráva o volbě.

2.    Zpráva zemského výboru o petici obecního zastupitelstva ve Valči za zřízení nového soudního okresu se sídlem tamtéž.

3.    Zpráva zemského výboru o petici městské obce Rožmitálu za zřízení nového soudního okresu se sídlem tamtéž.

4.    Zpráva budžetní komise o závěrce účetní vyvazovacího fondu na rok 1875.

5.   Zpráva komise pro okresní a obecní záležitosti o žádosti obce Roztok za povolení přirážky z nájemného.

6.    Zpráva komise pro okresní a obecní záležitosti o žádosti obce Einsiedlu za povolení přirážky z nájemného.

7.    Zpráva komise pro okresní a obecní záležitosti o žádosti městského zastupitelstva v Hodkovicích za zřízení nového soudního okresu se sídlem úřadu v Hodkovicích.

Inhalt:

Prasidial=Mittheilungen:

Urlaubsertheilungen.

Einlauf von Petitionen und deren Uuseisung.

Tagesordnung.

1.    Wahlbericht.

2.     Landesausschußbericht über die Petition der Gemeindevertretung Waltsch um Errichtung eines neuen Gerichtssprengels mit dem Amtssitze in Waltsch.

3.    Landesausschußbericht über die Petitton der Stadtgemeinde Rožmital um Errichtung eines neuen Gerichtssprengels mit dem Amtssitze in Rožmital.

4.    Bericht der Budgetkommissiion über die Rechnungsabschlüsse des Grundentlastungsfondes für das Jahr 1875.

5.     Bericht der Kommission für Bezirks= und Gemeindean= gelegenheiten über das Einschreiten der Gemeinde Rostok um Bewilligung zur Einhebung einec Miethzinsumlage.

6.     Bericht der Kommission für Bezirkss= und Gemeindeangelegenheiten über das Einschreiten der Gemeinde Einsiedl um Bewilligung einer Miethzinsumlage.

7.    Bericht der Kommission für Bezirks= und Gemeindeangelegenheiten über die Petition der Stadtvertretung Litbenau um Bildung eines neuen Gerichtsbezirkes mit dem Amtssitze in Liebenau.

Předseda: Jeho Jasnost nejvyšší maršálek zemský Karel kníže Auersperg.

Přítomní: Maršálkův náměstek Edvard Claudi a poslancové v počtu k platnému uzavírání dostatečném.

Co zástupce vlády: Jeho Exc. c. k. místodržitel svob. pán Weber a c. k. místodržitelský rada pan Dr. Friedl rytíř z Friedensee.

Sezení počalo o 11. hodině 50 minut dopoledne. -

Vorsitzender: Se. Durchlaucht der Oberstlandmarschall Karl Fürst Auersperg.

Gegenwärtige: Der Oberstlandmarschall= Stellvertreter Eduard Claudi und die beschlußfähige Anzahl von Landtags=Abgeordneten.

Am Regierungstische: Se. Excell. der k. k. Statthalter Freiherr von Weber und der k. k. Statthaltereirath Herr Dr. Friedl Ritter von Friedensee.

Beginn der Sitzung: 11 Uhr 50 Min. Vormittags.

Oberstlandmarschall: Die Sitzung ist eröffnet.

Nám. nejv. marš.: Sezení jest zahájeno.

Oberstlandmarschall: Ich habe dem hohen Landtage folgende Mittheilungen zu machen. Der Landesausschußbeisitzer Freiherr von Peche ist wegen Unwohlsein verhindert, der heutigen Sitzung beizuwohnen.

Nám. nejv. marš.: Přísedící zemského výboru svobodný pán Peche omlouvá svou nepřítomnost pro dnešní sezení churavostí.

Oberstlandmarschall: Der Abgeordnete

Freiherr von Stark entschuldigt gleichfalls seine Abwesenheit von der heutigen Sitzung durch Unwohlsein.

Nám. nejv. marš.: Též svob. pan Stark omlouvá svou nepřítomnost churavostí.

O b e r s t l a n d m a r s ch a l l: Dem Abgeordneten Weinrich ist wegen dringender Geschäftsanlagenheiten ein 8tägiger Urlaub ertheilt worden.

Nám. nejv. marš.: Poslanci p. Weinrichovi udělena osmidenní dovolená.

Oberstlandmarschall: Im Druck wurde vertheilt:

Nám. nejv. marš.: V tisku bylo rozdáno:

Sněm. sekr. Schmidt: Zpráva komise pro okresní a obecní záležitosti o petici městské obce Heřmanova Městce za zřízení okresního soudu.

Čís. 168. Zpráva budžetní komise o udělení mimořádné subvence vyšším hospodář. ústavům v Děčíně-Libverdě a v Táboře na rok 1876 a udělení mimořádné dotace na zakoupení učebních pomůcek pro vyšší hop. školu v Táboře.

Čís. 169. Zpráva zem. výboru o stavu národního školství v království Českém.

Zahl 161, der Bericht der Kommission für Bezirks= und Gemeindeangelegenheiten über die Petition der Stadtgemeinde Heřmanměstec um Errichtung eines Bezirksgerichtes daselbst.

Z. 168, der Bericht der Budgetkommission, betreffend die Erhöhung der Subvention für die höheren landwirtschaftlichen Lehranstalten zn Tetschen=Liebwerd und Tabor.

Z. 169, Bericht des Landesausschußes über den Zustand des Volksschulwesens im Königreiche Böhmen.

Oberstlandmarschall: Einlauf von Petitionen und deren Zuweisung.

Sněm. sekr. Schrnidt: Posl. Hruška podává petici 17 obcí okresu Humpoleckého za zrušení školného.

Nejv. marš.: Školské komisi.

Sněm. sekr. Schmidt: Týž, dto. za zřízení české university.

Nejv. marš.: Téže komisi.

Sněm. sekr. Schmidt: Posl. Hruška, pet. 24 obcí okresu Humpoleckého za změnu řádu volebního.

Nejv. marš.: Komisi pro obecní a okr. záležitosti.

Abg. Dr. Roser überreicht die Petition des Unterstützungsvereines zur Pflege armer kranker Studirenden in Wien.

Oberstlandmarschall: An die Budget= Kommission.

Ldtgs. =Sekr. Schmidt: Abg. Wilhelm Alter überreicht die Petition des Bezirksausschußes Königinhof um Einräumung der Exekutive an die Bezirksvertretungen.

Oberstlandmarschall: An die Bezirks= und Gemeindekommission.

Wir gehen nunmehr zur Tagesordnung über.

Nám. nejv. marš.: Přikročuje se k dennímu pořádku.

O b e r st l a n d m a r s ch a l l: Erster Gegenstand ist ein Wahlbericht. Berichterstatter ist der Landesausschußbeisitzer Fürstl von Teicheck. Ich ersuche den Bericht vorzutragen.

Nám. nejv. marš.: Zpráva o volbách.

Berichterstatter Fürstl von Teicheck (liest):

Hoher Landtag !

Da der ans dem Wahlkörper des mit dem Fideikommißbande behafteten Großgrundbesitzes gewählte Abgeordnete Hr. Robert Freiherr von Blumenkron

sein Mandat zurückgelegt hat, wurde die Neuwahl eines Abgeordneten aus diesem Wahlkörper von der k. k. Statthalterei ausgeschrieben und am 18. März l. J. vorgenommen.

Von den laut Wählerliste zur Wahl berechtigten 36 Wählern haben sich bei dieser Wahl 16 Wähler theils persönlich theils in Vollmacht betheiligt; die sämmtlichen 16 Stimmen fielen auf den Herrn Wilhelm Freiherr Kotz von Dobrž, Ehrenbürger in Hostau, welcher somit einstimmtg zum Abgeordneten in den Landtag des Königreiches Böhmen gewählt erscheint.

Da die Wahl ordnungsgemäß vor sich gegangen ist, so erlaubt sich der Landesausschuß die bezüglichen Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle diese Wahl agnosciren und den gewählten Abgeordneten Hrn. Wilhelm Freiherrn Kotz von Dobrž zum Landtage zulassen.

Slavný sněme račiž volbu tuto za platnou uznati a zvoleného poslance svob. pána Kotze z Dobrže k sněmu připustiti.

Nejv. marš. zem.: Žádá někdo za slovo ?

Wünscht Jemand das Wort? Diejenigen, welche für diesen Antrag sind, wollen die Hand erheben.

Kteří jsou pro ten návrh, nechť pozdvihnou ruku.

(Geschieht. )

Der Antrag ist angenommen.

Ich werde nun die Angelobung des neu eingetretenen Mitgliedes vornehmen.

Landtagssekr. Schmidt (liest): Sie werden als Landtagsabgeordneter in die Hände Sr. Durchlaucht des Herrn Oberstlandmarschall an Eides statt geloben Sr. Majestät dem Kaiser Treue u. Gehorsam, Beobachtung der Gesetze und gewissenhafte Erfüllung ihrer Pflichten.

Abgeordneter Baron Kotz: Ich gelobe.

Oberstlandmarschall: Nächster Gegenstand ist der L. =A. =Bericht über die Petition der Gemeindevertretung Waltsch um Errichtung eines neuen Gerichtssprengels mit dem Amtssitze in Waltsch.

Berichterstatter ist Landesausschußbeisitzer Dr. Schmeykal. Ich ersuche, den Bericht vorzutragen.

Nám. nejv. marš.: Zpráva zem výboru o petici obecního zastupitelstva ve Valči za zřízení nového soudního okresu se sídlem tamtéž.

Berichterstatter Dr. Schmeykal: Die Gemeindevertretung von Waltsch überreicht dem hohen Landtage eine Petition, welche zum Gegenstande hat die Errichtung eines neuen Bezirksgerichtssprengels mit dem Amtssitze in Waltsch.

Es ist mit Beschluß des h. Landtages vom 8. Mai vorigen Jahres diese Petition an den Landesausschuß übergegangen mit dem Auftrage, die einschlägigen Verhältnisse zu erheben. Der Auftrag wurde befolgt und führten die gepflogenen Erhebungen zu dem Resultate, daß sich das Anliegen der Gemeinde Waltsch vom Standpunkte der öffent-

lichen Interessen nicht vertreten lasse. Nach dem Projekte der Stadtgemeinde sollen Gemeinden aus dem Gerichtsbezirke Podersam und Duppau, des Brürer Gerichtshofsprengels und Gemeinden aus den Gerichtsbezirken Buchau, Luditz des Egerer Gerichtssprengels den neuen Bezirk bilden und würden nach diesem Projekte diese in den neuen Bezirk einzubeziehenden Gemeinden eine Einwohnerzahl von 10. 231 repräsentiren.

Allein wie wenig Bedürfniß für die Bildung eines Solchen neuen Bezirksgerichtes in Waltsch vorliegt, beweist der sehr wesentliche Umstand, daß von den Gemeinden, welche nach dem Projekte der Waltscher Gemeindevertretung in den neuen Sprengel einbezogen werden sollen, nicht weniger als 3 Ortschaften aus dem Luditzer Sprengel, 13 Gemeinden aus dem Podersamer Bezirke und 2 Gemeinden ans dem Buchauer Bezirke, mit zusammen 5907 Einwohner sich ganz entschieden gegen die Einbeziehung in einen neuen Bezirk aussprechen.

Von den betheiligten Behörden hat auch mir das Bezirksgericht in Buchau und die Bezirkshauptmannschaft in Kaaden die Petition der Gemeinde Waltsch befürwortet. Die sämmllichen betheiligten Bezirksvertretungen, insbesonders das Bezirksgericht in Luditz, die Kreisgerichte in Brür und Eger, die Statthalterei und das Oberlandesgericht Sprechen sich mit aller Entschiedenheit gegen diese Neubiloung aus und es weist insbesondere das Oberlandesgericht darauf hin, daß gegenüber der So geringen Bevölkerungsziffer von kaum 4000 Einwohnern sich die Kosten der Errichtung eines Solchen Bezirksgerichtes unverhältnißmäßig hoch gestalten und deren Aufwand sich nicht rechtfertigen lassen könnte.

Bei dieser Sachlage erübrigt nichts, als den Antrag zu Stellen, zur Tagesordnung überzugehen und es wird formell die Uiberweisung dieses Berichtes an die Kommission für Bezirks- und Gemeindeangelegenheiten beantragt.

Sněm. sekr. Schmidt: Co se týče formálního naložení se zprávou přednesenou navrhuje p. zpravodaj, aby byla odevzdána komisi pro okresní a obecní záležitosti.

Oberstlandmarschall: Wünscht Jemand das Wort?

Žádá někdo za slovo?

Diejenigen Herren, welche für den Antrag sind, wollen die Hand erheben.

Kteří jsou pro ten návrh, nechť pozdvihnou ruku.

(Geschieht. ) Der Antrag ist angenommen.

Berichterstatter Dr. Schmeykal:

Die Gemeinde Rožmital strebt gleichfalls die Errichtung eines Bezirksgerichtes mit dem Amtssitze in Rožmital an. Es wurde die diesbezügliche, an den Landtag gebrachte Petition der Gemeinde Rožmital mit dem Auftrage weiterer Erhebungen dem Landesausschuße übertragen.

Es hat sich nun im Laufe dieser Erhebungen

herausgestellt, daß allerdings manche Momente für die Errichtung eines Bezirksgerichtes in Rožmital Sprechen würden; allein dessen ungeachtet hat das Anliegen der Gemeinde Rožmital eine Unterstützung von Seite der maßgebenden Organe nicht gefunden Die Bezirksvertretungen in Březnic und Blattna, welche in Folge der beabsichtigten Ausscheidung von Gemeinden ans ihren Sprengeln bei dieser Neugestaltung des Bezirkes Rožmital betheiligt sind. Sprechen sich gegen das Projekt ans. Auch das Bezirksgericht in Blattna ist dagegen, es Spricht sich die Bezirkshauptmannschaft von Pisek, die Statthalterei und das Oberlandesgericht dagegen ans. Insbesondere widerlegt das Oberlandesgericht jene Motive, welche von Seite des Kreisgerichtes in Pisek für die Bewilligung eines neuen Bezirkes in Rožmital angeführt werden.

Es läßt sich auch in der That nicht verkennen, daß vom Standpunkte des allgemeinen Verkehrs und vom Standpunkte der betheiligten öffentlichen Interessen die Bildung eines solchen neuen Bezirkes in Rožmital kaum gerechtfertigt wäre und stellt daher der Landesausschuß den Antrag, über die Petition der Stadtgemeinde Rožmital um Errichtung eines neuen Bezirksgerichtssprengels mit dem Amtssitze in Rožmital zur Tagesordnung überzugehen. In formeller Beziehung wird die Ueberweisung dieser Angelegenheit an die Commission für Bezirks- und Gemeindeangelegenheiten beantragt.

Sn. sekr. Schmidt: Co se týče formálního naložení se zprávou, navrhuje p. zpravodaj, aby též tato zpráva byla přikázána komisi pro okresní a obecní záležitosti.

Nejv. marš. zem.: Žádá někdo za slovo ?

Wünscht Jemand das Wort? Jene, welche dem Antrage zustimmen, wollen die Hand erheben.

Kteří jsou pro ten návrh, nechť pozdvihnou ruku.

(Geschieht. ) Der Antrag ist angenommen.

Der nächste Gegenstand ist der Bericht der Budgetkommission über die Rechnungsabschlüsse des Grundentlastungsfondes für das Jahr 1875.

Berichterstatter ist Dr. v. Wiener. Ich ersuche ihn, den Bericht vorzutragen.

Nám. nejv. marš.: Zpráva budžetní komise o závěrce účetní vyvazovacího fondu na rok 1875.

Berichterstatter Dr. v. Wiener:

Hoher Landtag!

Der Rechnungsabschluß des Grundentlastungsfondes wurde geprüft und in allen seinen Posten für richtig befunden. Hiedurch wird auch der erste Antrag der Commission gerechtfertigt, die wichtigeren Positionen sind in dem gedruckten Berichte bereits enthalten.

Bei der Prüfung der Rechnung hat sich herausgestellt, daß im Jahre 1875 die Capitalsanlage in Pfandbriefen der böhmischen Hypothekenbank ans 413400 fl. erhöht und daß eine neue Capitalsan-

lage durch angekaufte Obligationen der einhetlichen Staatsschuld (Papierrente) im Betrage von 500000 fl. ö. W. entstand. Die Commission bat sich die Frage vorgelegt, ob es zweckmäßig sei, die zur Tilgung der Ausstände der Berechtigten bestimmten Gilder zum Theil in eine feste Capitalsanlage umzuwandeln und hiedurch vielleicht die Gefahr herbeizuführen, daß zu jener Zeit, wo die Capitalsschuld des Staates aufhört, dann vielleicht die Comse der eingekauften Papiere bedeutend niedriger stehen würden, wodurch das Land einen namhaften Schaden erleiden würde. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß nach einem von der Landesbuchhaltung vorgelegten Präliminare in den Jahren 1875, 1876, 1877, 1878 die Ausgaben jedenfalls die Einnahmen um mehr als eine Million übersteigen werden. In diesen 4 Jahren wird es nun unbedingt nothwendig fein, die Cassaüberreste flüssig zu machen und es wird dadurch die Nothwendigkeit herbeigeführt weiden, auch diese feste Capitalsanlage zu realistien und dadurch rechtfertigt sich der zweite Antrag, welcher das bezweckt, daß zu einer Bewilligung wegen Umwandlung der Cassaüberschüsse in feste Capitalsanlage die jedesmalige Genehmigung des hohen Landtages eingeholt wird.

Schließlich wird bemerkt, daß im verslossenen Jahre von den Quittungen über eingezahlte Grundentlastungskapitalien eine Anzahl von 27064 ausgefertigt wurde. Die Commission stellt den Antrag, der hohe Landtag wolle deschließen:

1.   Der Rechnungsabschluß des Grundentlastungsfondes für das Jahr 1875 wird als richtig anerkannt.

2.   Der Landesansschuß wird beauftragt, für den Fall, als ein Theil der Eassareste des Grundentlastungsfondes zur festen Capitalsanlage verwendet werden wollte, die Genehmigung des hohen Landtages einzuholen.

Snem. sekr. Schmidt: Budžetní komise činí návrh:

Slavný sněme račiž usnésti se:

1. Závěrka účetní fondu vyvazovacího za rok 1875 jest uznána zel správnou.

2. Výboru zemskému budiž uloženo, kdyby část přebytků kasovních vyvazovacího fondu obrácena býti měla na jisté uložení kapitálu, aby schválení slavného sněmu proto vymoženo bylo.

Nejv. marš. zemský: Žádá někdo za slovo ?

Wünscht Jemand das Wort?

Kteří jsou pro ten návrh, nechť pozdvihnou ruku.

Diejenigen welche dem Antrage zustimmen, wollen die Hand erheben.

(Geschieht. ) Der Antrag ist angenommen.

Der nächste Gegenstand ist der Bericht der Kommission für Bezirks und Gemeindeangelegenheiten über das Einschreiten der Gemeinde Rostok um Bewilligung zur Einhebung einer Miethzinsumlage.

Berichterstatter ist Herr Abgeordneter Josef Theumer.

Ich ersuche ihn, den Bericht vorzutragen.

Nám. nejv. marš: Zpráva komise pro okresní a obecní záležitosti o žádosti obce Roztok za povolení přirážky z nájemného.

Berichterstatter Josef Theumer:

Hoher Landtag!

Die Gemeindevertretung von Rostok, Bezirk Smichow, welcher zur Bedeckung des für das Jahr 1875 präliminirt gewesenen ordentlichen Gemeindeaufwandes per 1575 fl.. 75 kr. die Einhebung einer 338 Umlage zu den direkten Steuern für das Jahr 1875 und zur Bedeckung des der Gemeinde in den nächsten Jahren bevorstehenden außerordentlichen Aufwandes per 7546 fl.. 50 fr. für den Bali eines Gemeindehauses nnd einer Strasse die Einhebung von Getränkeumlagen für die Daner von 5 Jahren bewilligt wurde, hat gleichzeitig mit dem Ansuchen um Bewilligung der eben angeführten Umlagen die Bitte um Ermächtigung zur Einhebung einer Mieth zinsumlage gestellt.

Diese auf Grund des Gemeindebeschlußes vom 23. April 1874 angesuchte Umlage - deren jährlicher Ertrag mit beiläufig 538 st. präliminirt wird soll im Interesse der Verschönerung des Ortes verwendet werden. Gegen den diessälligen, im legalen Wege gefaßten und gemäß §. 90 G. O. ordnungs-mäßig kundgemachten Gemeindebeschluß hat Niemand eine Einwendung erhoben.

Die Bezirksveitretung Smichow hat sich gegen die Bewilligung der Miethzinsumlage ausgesprochen, indem sie mit Rücksicht ans die übrigen Umlagen eine Uiberbürdung der Steuerträger befürchtet.

Die k. k. Finanzlandesdirektion hat keinen Anstand gegen diese Umlage erhoben.

Da bei der diesfälligen Beschlußfassung den Bestimmungen der Gemeindeordnung entsprochen worden ist und gegen den Beschluß von den Gemeindemitgliedern keine Einwendung erhoben wurde; da weiters die von der Bezirksvertretung ausgesprochene Befürchtung der Ueberbürdung der Steuerträger insoferne nicht begründet erscheint, als ja die Umlage nur von den Miethparteien, also gerade in Rostok zumeist von sremden, in der Gemeinde Rostok nicht besteuerten Parteien eingehoben werden wird; da endlich in Rostok ähnliche Lokalverhältnisse obwalten, welche vom hohen Landtage für die Bewilligung einer gleichen Umlage in der Gemeinde Owenec (Bubentsch) als maßgeblich erkannt wurden, findet sich die Kommission für Bezirks und Gemeindeangelegenheiten bestimmt, konform mit dem Landesausschuße den Antrag zu stellen:

Hoher Landtag wolle nachstehendes Gesetz beschließen:

Gesetz

vom.....

womit der Gemeinde Roztok, Smichower Bezirk, die, Einhebung einer Miethzinsumlage bewilligt wird.

Uiber Antrag des Landtages Meines Königreiches Böhmen finde Ich der Gemeinde Rostok (Bezirk Smichow) die Einhebung einer Umlage von 3 Kreuzer von jedem Gulden des daselbst gezahlten Miethzinses von den Miethparteien auf die Daner von fünf Jahren zu bewilligen.

Oberstlandmarschall: Wünscht Jemand das Wort?

Žádá někdo za slovo ?

Da dies nicht der Fall ist, gehen wir in die Specialberathung des Gesetzentwurfes über.

Berichterstatter Theumer (liest): Uiber Antrag des Landtages Meines Königreiches Böhmen wird der Gemeinde Rostok die Einhebung einer Miethzinsumlage auf die Daner von 5 Jahren bewilligt.

Sněm. sekr. Schmidt: K návrhu sněmu Mého království českého vidí se Mně uděliti obci Roztokám (v okresu Smíchovském) povolení, aby z každého zlatého nájemného, kteréž se tam platí, na dobu pěti let přirážku tří krejcarů od nájemníků vybírati mohla.

Oberstlandmarschall: Diejenigen, welche dem Antrage zustimmen, wollen die Hand erheben.

Kteří jsou pro ten návrh, nechť pozdvihnou ruku.

(Geschieht. ) Der Antrag ist angenommen.

Berichterstatter Theumer (liest): Gesetz

vom.....

womit der Gemeinde Rostok, Smichower Bezirk, die Einhebung einer Miethzinsumlage bewilligt wird.

Sněm. sekr. Schmidt: Zákon,

daný dne .....

kterýmž povoluje se obci Roztokám (v okresu Smíchovském) vybírati přirážku z nájemného. Nejv. marš. zems.: Kteří jsou pro ten nápis zákona, nechť pozdvihnou ruku.

Diejenigen, welche für den Gesetzestitel stimmen, wollen die Hand erheben. (Geschieht. )

Er ist angenommen.

Berichterstatter Theumer: Ich beantrage die dritte Lesung, nachdem keine Aenderungen vorgenommen worden sind.

Sněm. sekr. Schmidt: Pan zpravodaj navrhuje, aby se přikročilo k třetímu čtení zákona.

Nejv. marš. zems.: Kteří jsou pro návrh na třetí čtení, nechť pozdvihnou ruku.

Diejenigen, welche für die dritte Lesung stimmen, wollen die Hand erheben. (Geschieht. ) Angenommen.

Ich bitte nun Diejenigen, welche dem Gesetze in dritter Lesung endgiltig ihre Zustimmung geben, sich zu erheben. (Geschieht. )

Das Gesetz ist in dritter Lesung angenommen.

Der nächste Gegenstand ist der Bericht der Kommission für Bezirks- und Gemeindeangelegen-

heiten über das Einschreiten der Gemeinde Nieder= Einsiedl um Bewilligung zur Einhebung einer Miethzinsurnlage.

Berichterstatter ist derselbe. Ich ersuche ihn, den Bericht vorzutragen.

Nám. nejv. marš.: Zpráva komise pro okresní a obecní záležitosti o žádosti obce Einsiedlu za povolení přirážky z nájemného.

Berichterstatter Josef Theumer (liest):

Hoher Landtag ! Die Gemeindevertretung Niebereinsiedl, Bezirf Hainspach, hat in der Sitzung vom 14. Feber 1875 den Beschluß gesatzt, zur Bestreitung von Schul= und Gemeindeauslagen eine Umlage von 4 fr. von jedem Gulden des in dieser Gemeinde gezahlten Miethzinses von jeder in der Gemeinde wohnenden Miethpartei einzuheben uns wurde gegen diesen im Sinne des §. 90 G. O. öffentlich kundgemachten Beschluß von keiner Seite eine Einwendung erhoben.

Die Gemeindevertretung sah sich zu diesem Beschluße durch die Erwägung bestimmt, daß die Gemeinde alljährlich zur Erhaltung des Pfarrers und zu Kirchenersordernissen 100 fl., dann für unbedeckte Gemeindeauslagen uber 400 fl., welche einer 20 % Umlage zu den direkten Stenern entsprechen und zu Schulauslagen alljährlich über 100 fl. zu berichtigen hat, welcher Betrag sich in Folge eines unabweisbaren Neubaues des Schulgebäudes bedeutend erhohen wird und eine Umlage von 30 % erfordern würde, ferner daß es nur billig sei, die in der Gemeinde wohnenden Miethparteien, welche keine direkte Steuer, somit keine Gemeindeumlage zahlen, von Kirche, Schule und Gemeindeeinrichtungen aber dieselben Vortheile haben wie die anderen Steuertrager, auch zur entsprechenden Beitragsleistung heranzuziehen.

Die Bezirksvertretung hat in der Sitzung vom 24. März 1875 die Beförwortung der projektirten Umlage beschlossen, von Seite der k. k. Finanzlandesdirekzion wurde eine Einwendung gegen dieselbe nicht erhoben.

In einem Nachtragsberichte stellt die Bezirksvertretung den Antrag, diese Umlage, wenn nicht auf immerwährende Zeiten, doch wenigstens aus die Dauer von 20 Jahren zu bewilligen.

Der Landesausschuß beantragt die fragliche Bewilligung aus die Dauer von 10 Jahren.

Da die gesetzlichen Bedingungen bezüglich des diesfalligen Gemeindebeschlußes erfüllt sind, diese Umlage mit Růcksicht auf die finanzielle Lage der Gemeinde, so wie mit Růcksicht darauf, daß die Heranziehung der Gemeindegenossen zur Tragung der Gemeindelasten begründet ist, als gerechtfertigt angesehen werden kann, findet die Kommission für Bezirks= und Gemeindeangelegenheiten dem Antrage des Landesausschußes beizutreten, somit den Antrag zu stellen:

Hoher Landtag wolle nachstehendes Gesetz beschließen:

Gesetz

vom.......

Womit der Gemeinde Niedereinsiedl, Hainspacher Bezirkes, die Einhebung einer Miethziusumlage bewilligt wird. Ueber Antrag des Landtages Meines Königreiches Böhmen finde Ich der Gemeinde Niedereinsiedl (Bezirk Hainspach) die Einhebung einer Umlage von 4 kr. von jedem Gulden des in dieser Gemeinde alljährlich gezahlten Miethzinses von den Miethparteien auf die Dauer von zehn Jahren zu bewilligen.

O b e r st l a n d m a r s ch a l l: Wünscht Jemand das Wort?

Žádá někdo za slovo?

Da dies nicht der Fall ist, so gehen wir zur Spezialberathung über.

Berichterstatter Jos. Theumer (liest): Das Gesetz soll lauten: Ueber Antrag des Landtages Meines Königreiches Böhmen finde Ich der Gemeinde Niedereinsiedl (Bezirk Hainspach) die Einhebung einer Umlage von 4 kr. von jedem Gulden des in dieser Gemeinde alljährlich gezahlten Miethzinses von den Miethparteien auf die Dauer von 10 Jahren zu bewilligen.

Sněm. sekr Sládek: K návrhu sněmu Mého království Českého vidí se Mně povolení uděliti obci Dolnímu Einsiedlu (v okresu Hanšpachském), aby přirážku 4 krejcarů z každého zlatého nájemného v obci té každoročně placeného od nájemníků na dobu desíti let vybírati mohla.

Nejv. marš. zems: Kteří jsou pro návrh, nechť pozvednou ruku.

Diejenigen, welche dem Antrage zustimmen,

wollen die Hand erheben.

(Geschieht). Der Antrag ist angenommen Berichterst. Jos. Theumer (liest): Titel

und Eingang:

Gesetz

vom.........

womit der Gemeinde Niedereinsiedl, Hainspacher Bezirkes, die Einhebung einer Miethzinsumlage bewilligt wird.

Sněm sekr. Sládek: Nápis a úvod: Z á k o n,

daný dne .......

kterýmž obci Dolnímu Einsiedlu povoluje se vybírání přirážky z nájemného.

Oberstlandmarschall: Diejenigen, welche dem Gesetzestitel zustimmen, wollen die Hand erheben.

Kteří jsou pro tento nápis zákona, nechť pozvednou ruku. (Stane se).

Derselbe ist angenommen. Berichterst. Theumer: Es wird die dritte Lesung beantragt.

Sněm. sekr. Schmidt: Navrhuje se, aby se přikročilo k třetímu čtení zákona.

Nejv. marš. zem.: Kteří jsou pro třetí čtení, nechť pozvednou ruku.

Diejenigen welche der 3. Lesung zustimmen, wollen die Hand erheben.

(Geschieht). Der Antrag ist angenommen.

Ich bitte nun Diejenigen, welche dem Gesetze in dritter Lesung endgiltig die Zustimmung geben, sich zu erheben. (Geschieht). Das Gesetz ist in 3. Lesung angenommen.

Der nächste Gegenstand ist der Bericht der Kommission für Gemeinde= und Bezirksangelegenheiten über die Petition der Stadtvertretung Liebenau um Bildung eines neuen Gerichtsbezirkes mit dem Sitze des Gerichtes in Liebenau.

Berichterstatter ist Herr Hofrath Körber. Ich ersuche ihn, den Bericht vorzutragen.

Nám. nejv. marš.: Zpráva komise pro okresní a obecní záležitosti o žádosti městského zastupitelstva v Hodkovicích za zřízení nového soudního okresu se sídlem úřadu v Hodkovicích.

Ref. H Körber: Hoher Landtag! In "der im Jänner des Jahres 1874 von der Vertretung der Stadt Liebenau, dann von Vertretern der Gemeinden Saskal, Jerschmanitz, Jaberlich, Jilowey und Pelkowitz bei dem h. Landtage eingebrachten Petition um Befürwortung ihres dieser Petition angeschlossenen, an das k. k. Ministerium der Justiz gerichteten Bittgesuches um die Errichtung eines k. k. Bezirksgerichtes in Liebenau wurde geltend gemacht, daß die deutsche Stadt Liebenau Sowohl in kommerzieller Beziehung als auch nach den vorhandenen Kommunikationsmitteln für den Sitz eines k. k. Bezirksgerichtes vollkommen geeignet sei und daß die umliegenden Gemeinden Reichenau, Radl, Jerschmanitz, Saskal, Jaberlich, Bösching, Jilowey und Pelkowitz die Zutheilung zu diesem Gerichte dringend wünschen. Zugleich hat sich die Stadt Liebenau erboten, sämmtliche für ein Bezirksgericht nöthigen Lokalitäten in ihrem städtischen Rathhause auf 10 Jahre unentgeltlich zu überlassen. Aus den in Folge des in der XX. Landtagssitzung der Session vom Jahre 1873 am 17. Jänner 1874 gesaßten Beschlußes vom Landesausschuße im Einvernehmen mit der Regierung gepflogenen Erhebungen geht nun hervor, daß die dem neu zw bildenden Gerichtsbezirke zuzuweisenden und aus dem Reichenberger Bezirksgerichtssprengel auszuscheidenden fünf Ortsgemeinden Liebenau, Pelkowitz, Jerschmanitz, Jaberlich und Saskal 6567 Einw. die Ortsgemeinden Reichenau u. Radl, welche aus dem Gablonzer Bezirksgerichtssprengel auszuscheiden wären... 4520 Einw. dann die aus dem Turnauer Gerichtsbezirke auszuscheidende politische und zugleich Katastralgemeinde Bösching, welche die Dörfer Bösching, Jilowey und Sestronowitz (welches Letztere in der Petition nicht genannt wird), daunn Dorftheile von Radonowitz

und Schutzengel umfaßt............... 764 Einw.

zählen, wornach der von der Stadt-         ______

gemeinde Liebenau angestrebte Bezirk 11851 Einw. zählen würde.

Allein die Vertretungen der Gemeinden Reichenau und Radl protestiren mit einhellig gefaßten diesfälligen Beschlüssen gegen ihre Ausscheidung aus dem Gablonzer Bezirksgerichtssprengel, welche auch der Begründung dieser Beschlüsse die empfindlichste Schädigung ihrer Interessen zur Folge haben müßte.

Diese beiden Gemeinden müßten demnach gegen ihren Willen und gegen ihr wohlverstandenes Interesse dem neu zu bildenden Gerichtssprengel zugetheilt werden, zu welcher zwangsweisen Zuweisung aber um so weniger ein Grund vorhanden ist, als auch die Bezirksvertretung, die Bezirkshauptmannschaft und das Bezirksgericht in Gablonz sich mit Rücksicht ans die örtlichen und Kommunikationsverhältnisse und aus das öffentliche Interesse entschieden dagegen ausgesprochen haben. Diese beiden Gemeinden müssen daher bei der Bildung des projektirten Bezirksgerichtssprengels Liebenau ganz außer Anschlag bleiben.

Betreffend die Gemeinde Bösching, so hat die Vertretung derselben mit 6 gegen 5 Stimmen gegen ihre Ausscheidung aus dem Bezirksgerichtssprengel Turnau protestirt und in gleicher Weise sich auch die Bezirksvertretung, Bezirkshauptmannschaft und das Bezirksgericht Turnau gegen diese Ausscheidung ausgesprochen, das k. k. Bezirksgericht Turnau aber noch insbesondere hervorgehoben, daß die Gemeinde Bösching an der Sprachgrenze gelegen vorwiegendczechisch fei, weshalb die Bevölkerung mehr zu dem böhmischen Bezirke Turnau gravitirt und erst im Jahre 1869 diesem Bezirke einverleibt worden ist.

Durch die Einbeziehung dieser Gemeinde in den projektirten Gerichtsbezirk Liebenau würde gegen den angenommenen Grundsatz, auf die möglichste Beseitigung Sprachlich gemischter Bezirke bedacht zu Sein, ein neuer gemischter Bezirk geschaffen werden. Es muß daher auch die Gemeinde Bösching außer Auschlag gelassen werden und verbleiben daher zur Bildung des angestrebten Gerichtsbezirkes Liebenau mir die ans dem Bezirksgerichtssprengel Reichenberg auszuscheidenden Gemeinden Liebenau, Pelkowitz, Jerschmanitz, Jaberlich und Saskal mit einem Flächenmaße von 0, 39 Quad. -Meilen, mit blos 6567 Einwohnern, welche daher die im §. 2 des Gesetzes vom 25. Juli 1864 zur Bildung besonderer Vertretungsbezirke erforderliche Seelenzahl nicht erreichen und mit einer Steuerleistung von blos 12532 st. 74 kr. die Bildung eines Gerichtsbezirkes von so geringem Umfange, Bevölkerungsziffer und Steuerleistung vermag bei dem Abgange einer dringenden Nothwendigkeit nicht befürwortet zu werden, zumal auch sämmtliche autonomen, politischen und Gerichtsbehörden der Bezirke Reichenberg, Gablonz und Turnau mit einziger Ausnahme der Bezirksvertretung von Reichenberg,

die Kreisgerichte Reichenberg und Jungbunzlau, die k. k. Statthalterei und das k. k. Oberlandesgericht sich dagegen ausgesprochen haben.

Die Kommission ist daher zu dem Beschluße gelangt, dem Antrage des Landesausschußes beizutreten, dahingehend, der hohe Landtag wolle über die Petition der Stadtvertretung Liebenau um Bildung eines neuen Gerichtsbezirkes mit dem Sitze des Gerichtes in Liebenau zur Tagesordnung übergehen.

Slavný sněme račiž k dennímu pořádku přejíti přes petici městského zastupitelstva Hodkovického za zřízení nového okresu soudního se sídlem soudu v Hodkovicích.

Nejv. marš. zem.: Žádá někdo za slovo ?

Wünscht Jemand das Wort? Diejenigen, welche dem Antrage zustimmen, wollen die Hand erheben.

Kteří jsou pro ten návrh, nechť pozdvihnou ruku.

(Geschieht. ) Der Antrag ist angenommen.

Die Budgetkommission hält Morgen, Dienstag den 21. d. M. um 10 Uhr Vormittags ihre Sizzung ab.

Die heutige Tagesordnung ist erschöpft.

Nám. nejv. marš.: Členové budžetní komise zvou se k sezení na zejtří o 10. hod. ranní.

Oberstlandmarschall: Die nächste Sitzung findet morgen um 11 Uhr Statt.

Nám. nejv. marš.: Příští sezení zýtra dne 21. března o 11. hod. dopolední.

Oberstlandmarschall: Auf der Tagesordnung steht:

1. L. -A. -Bericht mit dem Antrage auf Einsetzung einer Kommission zur Vorberathung der vorzulegenden Landtagswahlordnung.

2 Bericht der Budgetkommission über den L. -A. -Bericht, betreffend den Verkauf einer Hutweide-Parzelle vom Košiřer Meierhofe.

3.    Bericht der Budgetkommission über den L. -A. -Bericht, betreffend die Uiberlassung der Parzelle Nr. 7 bei Košiř an Wenzel Swoboda.

4.   Bericht der Budgetkommission über das Bittgesuch des Buchhaltungsoffizials Seifart um Gewährung einer Quinquennalzulage.

5.    Bericht der Budgetkommission, betreffend die außerordentliche Subventionirung der höheren landwirthschaftlichen Lehranstalten Tetschen-Liebwerd und Tabor für das Jahr 1876.

6.   Bericht des Landesausschußes, betreffend den Abverkauf einer Irrenhaus-Gartenabseiffe an die Staatsverwaltung.

Nám. nejv. marš.:

1.   Zpráva zem. výboru s návrhem za ustavení komise pro předlohu o revisi volebního řádu do sněmu pro království České.

2.   Zpráva budžetní komise ke zprávě zemského výboru v příčině odprodeje jedné parcely pastviny u dvora košířského.

3.    Zpráva budžetní komise ke zprávě zemského výboru v příčině přenechání parcely č. 7 v Košířích Václavu Svobodovi.

4.   Zpráva budž. komise o žádosti Heřmana Seifarta, oficiála zemské účtárny, za udělení přídavku pětiletého.

5.   Zpráva budž. komise o udělení mimořádné subvence vyšším hospodářským ústavům zemským v Děčíně Libverdě a Táboře.

6. Zpráva zemského výboru v příčině odprodeje některých dílců od zahrady blázince správě státní.

Oberstlandmarschall: Die Sitzung ist geschlossen.

Sezení jest uzavřeno.

Schluß der Sitzung 12 Uhr 30 Min.

Konec sezení o 12. hod. 30 min.

Karl M. Gf. Zedtwitz, Verifikator. Sobotka, Verifikator. Eckert, Verifikator.


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