Støeda 26. listopadu 1873

Stenographische Berichte

des

Zweite Jahres=Session 1873.

Stenografické zprávy

snìmu Èeského.

Druhé zasedání 1873.

Prag, 1873.

Aus der Statthalterei=Buchdruckerei.

Stenographischer Bericht

über die

I. Sitzung der zweiten Jahres=Session des

böhmischen Landtages vom Jahre 1872,

am 26. November 1873.

Stenografická zpráva

o

I. sezení druhého Výroèního zasedání snìmu èeského od roku 1872, dne 26. listopadu 1873.

Vorsitzender: Se. Durchlaucht der Oberstlandmarschall Karl Fürst Auersperg.

Gegenwärtige: Der Oberstlandmarschall= Stellvertreter Eduard Claudi und die beschlußfähige Anzahl von Landtags-Abgeordneten.

Am Regierungstische: Se. Ercell. der k. k. Statthalter Freiherr von Koller und der k. k. Stafthalterei-Vicepräsident Freiherr v. Riegershofen.

Beginn der Sitzung: 11 Uhr 40 Min. Vormittags.

Pøedseda: Jeho Jasnost nejvyšší maršálek zemský Karel kníže Auersperg.

Pøítomní: Maršálkùv námìstek Edvard Claudi a poslancové v poètu k platnému uzavírání dostateèném.

Co zástupce vlády: Jeho Exc. c. kr. místodržitel svob. pán Koller a c. kr. místodržitelský námìstek svobodný pán z Riegershofen.

Sezení poèalo o 11. hod. 40 min. dopoledne.

Oberstlandmarschall (läutet): Ich er= öffne die Sitzung.

Hohe Versammlung!

In Folge Allerhöchster Einberufung eröffne ich den Landtag und begrüße Sie mit dem fren= digen Vorgefühl der wesentlichen Dienste, welche unserem theueien Vaterlande durch ihre versassungsmäßige Wirksamkeit zugeführt werden.

Die voraussichtlich kurze Dauer der Berathungen wird der Vollbringung der wichtigsten Ausgaben keinen Abbruch thun können, wenn ihr be= währter unermüdlicher Eiser sein patriotisches Ziel unverrückt im Auge behält.

Gehen wir mit vollem Pflichtgefühl an die Erfüllung unserer Mission beim Eintritte in den erhabenen Beruf, das Wohl des Landes zu för= dern, welches wir mit Stolz unser Vaterland nennen.

Gedenken wir vor Allem des edlen Vaterherzens, welches unserer patriotischen Thätigkeit ein fruchtbares Feld geschaffen hat und demselben sein warmes Interesse und gedeihlichen Schutz zuwendet.

Rusen wir einstimmig "Hoch!" unserem Aller= gnädigsten Herrn und Kaiser und König.

Sláva našemu císaøi a králi. Sláva! Sláva! (Hoch! Hoch! Hoch!)

Ich habe dem hohen Landtage folgende Mit= theilungen zu machen.

Geschäftsordnungsmäßig haben, bevor der Verist= kationsausschuß gewählt ist, die neun jüngsten Mit= glieder das Geschäft dieses Ansschußes zu übernehmen. Als jüngste Mitglieder wurden mir be= zeichnet: Herr Graf Mansfeld, Freiherr Korb= Weidenheim Karl jun., Hr. Franz Wanka, Dr. Aschenbrenner, Dr. Hallwig, Dr. Bareuther, Dr. Rutz und Hr. Josef Heinrich. Ich ersuche die Herren Karl Freih. Weidenheim jun., Hrn. Dr. Aschenbrenner und Hrn. Dr. Ruß für die heutige

Sitzung die Funktion der Veristkatoren zu über= nehmen.

Seit der letzten Session haben sich im Schooße des Landtags nachstehende Aenderungen ergeben: durch Todesfall haben wir den Verlust des aus der Wahlgruppe des nicht sideikommissarischen Großgrunddestzes gewählten Landtagsmitgliedes Hrn. Franz Freih. v. Ringhoffer, eines Mannes von seltenen bürgerlichen Tugenden, hervorragender Thä= tigkeit auf so vielen Gebieten, insbefondere jenem der heimischen Industrie zu beklagen. Ehre sei seinem Andenken! Ich ersuche das hohe Haus zur Kundgebung der Theilnahme sich von den Sitzen zu erheben. (Die HH. Abgeordneten erheben sich. ) Ihre Mandate haben zurückgelegt: ans der Wahl= gruppe des nichtstdeikommissarischen Großgrundbesitzes:

Se. Erc. Graf Rudolf Morzin, ans der Gruppe des nichtstdeikommissarischen Großgrundbesitzes Graf Boos=Waldeck, Domkapitular Ginzet, Karl Freiherr von Schlosser, Hr. August Müller.

Ans der Gruppe der Abgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden Brür=Görkan=Katha= rinaberg: Hr. Dawid Kuh, der für den Wahl= bezirk der Landgemeinden Ludic, Buchau gewählte Dr. Karl Pickert.

Von den in der letzten Landtagssession beschlossenen Gesetzentwürfen haben folgende die Aller* höchste Sanktion erhalten:

A.    Gesetz, betreffend die Landesumlage für 1873.

B.    Betreffend die Abänderung mehrer Be= stimmungen der Landtagswahlordnung für das Königreich Böhmen.

C.   Betreffend die der Landesgesetzgebung vorbehaltenen Bestimmungen in Angelegenheit des Schub= wesens.

D.    Betreffend die mehreren Gemeinden ertheilte Bewilligung zur Erhebung einer Tare für

die Aufnahme fremder Personen in den Gemeindeverband.

E.   Betreffend die Bestimmungen in Ansehung der Vermittlungsämter zum Vereinigungsversuche zwischen streitenden Parteien.

F.   Gesetzentwurf, womit 72 Gemeinden des Landes die Bewilligung zur Einführung von Gemeindeumlagen ertheilt wird.

G. Gesetzentwurf, betreffend die Beitragsleistung der aus einem andern Kronlande übertretenden Volksschullehrer zur Pensionskassa.

H. Gesetzentwurf, betreffend Aenderungen meh= rerer Paragraphe des Gesetzes zur Regelung, Errichtung, Erhaltung und Bestich von öffentlichen Volksschulen.

I. Gesetzentwurf, betreffend die Schulausstcht.

K. Gesetzentwurf, womit 92 Ortschaften die Ausscheidung derselben aus ihrem bisherigen Ge= meindeverbande und Konstituirung selbstständiger Gemeinden ertheilt wurde.

L. Gesetzentwurf, betreffend die fakultative Einführung einer Hundesteuer.

M. Gesetzentwurf, betreffend die Ausscheidung von Gemeinden aus dem Vertretungsgebiete Schüttenhofen und Bergreichenstein und deren Vereinigung zu einem besonderen Vertretungsgebiete mit dem Sitze der Bezirksvertretung in Hartmanitz, für welchen Bezirk auch bereits ein eigenes Be= zirksgericht mit dem Sitze zu Hartmanitz mit Aller= höchster Entschließung vom 30. August l. I. be= willigt wurde.

N. Gesetzentwurf, betreffend die Ausscheidung der Gemeinden Sudomìø, Lhota, Zhoø, Lubouò, Hennersdorf, Janessen, Milleschau aus ihrem der= maligen Bezirksvertretungsgebiete und deren Zu= weisung zu anderen Bezirksvertretungsgebieten; ferner Aenderung der Punkte 29 und 30 des §. 7 der Landtagswahlordnung.

0. Betreffend die Ausscheidung der Gemeinden Kojitz und Winaøitz, dann Groß=Bìlè und Stìnowic aus ihrem dermaligen Bezirksvertretungsgebiete und deren Vereinigung mit anderen, sowie ferner be= treffend die Aenderung der Punkte 59 und 60 des §. 7 der Landtagswahlordnung.

Dagegen haben nicht die Allerhöchste Sanktion erhalten die gleichzeitig mit den ad N. und 0. er= wähnten Gesetzen beschlossenen Gesetzentwürfe, soweit sie die Aenderung der Punkte 68, 67, 25, - 31, dann 31 und 46 des §. 7 der Landtagswahlord= nung zum Gegenstande haben, weil ste hiezu mit Rücksicht auf die Gesetze vom 2. April 1873, ReichsGesetz-Vlatt Nr. 40, 41, nicht geeignet erscheinen. Ferner der Gesetzentwurf betreffend die Ausscheldung der Gemeinden Kaznau und Libnitz aus dem bisherigen und Zuweisung zu einem anderen Ver= tretungsgebiete.

Endlich der Gesetzentwurf, enthaltend abän= dernde Nachtragsbestimmungen zu dem Gesetze vom 4. Juli und 6. August 1864, Nr. 26 und 28 L. =G. =Bl., betreffend die Steuergeldfonde und Lan=

desvorschußkassen, weil eine Abänderung dieser Ge= setze überhaupt erst auf Grund der vom hohen Landtage beschlossenen Erhebungen und vorgenom= menen Revision derselben abhängig sei.

Ferner ist mir in Bezug aus den Beschluß des Landtages bezüglich der Steuerbesreiung der Er= werbs= und Wirthschastsgenossenschasten nachstehende Eröffnung der k. k. Regierung zugekommen.

Ich bitte es vorzulesen.

Ldtgs. =Sekr. Schmidt (liest):

Im Grunde des Erlasses des k. k. Finanz= Ministeriums vom 15. November 1873, Z. 3364, habe ich die Ehre, das hochlöbliche Präsidium z« ersuchen, über den im Wege des k. k. Ministe= riums des Innern an das k. k. Finanzministerium gelangten Beschluß des böhmischen Landtages we= gen Erwirkung eines Gesetzes, betreffend die Steuer= freiheit der auf dem Prinzipe der Selbsthilfe be= ruhenden Erwerbs= und Wirthschaftsgenossenschaften, dem hohen Landtage bei dessen Zusammentritte ge= fälligst eröffnen zu wollen, daß dem in diesem Beschluße zum Ausdrucke gelangten Wunsche in Absicht auf Erleichterungen bezüglich der Stempel- und unmit= telbaren Gebühren bereits mit dem Gesetze vom 21. Mai 1873, (R. =G. -Bl. Nr. 87), Rechnung ge= tragen worden ist.

Was die angestrebte Freilassung dieser Ge= nossenschaften von der Besteuerung betrifft, so hat sich der Herr k. k. Finanzminister aus seine gele= gentlich einer den gleichen Gegenstand berührenden Verhandlung im Abgeordnetenhause des Reichsrathes am 5. März 1872 und 8. März 1873 ab= gegebenen Erklärungen berufen, welchen zu Folge die Regierung mit Rücksicht auf die nahe bevor= stehende allgemeine Reform der direkten Steuern die Erlassung eines die gedachten Genossenschaften betreffenden Spezialgesetzes nicht für angemessen hält.

Die Beilagen der geschätzten Eingabe vom 12. Dezember 1872, Z. 411 Ldtg., folgen im Anschluße zurück.

Statthalter:

Koller m. p.

Oberstlandmarschall: Aus der vorjäh= rigen Landtagssession bedürsen noch die Geschäftsprotokolle der 23., 24., 25. und 26. Sitzung vom 4., 5., 6. und 7. Dezember 1872 der Agnoszirung des hohen Landtages.

Ich erlaube mir die Anfrage zu stellen, ob zu diesen Protokollen Jemand eine Erinnerung zu machen habe?

Da dies nicht der Fall ist, so sind sie agnoszirt. Die Funktionen der Ordner des Hauses haben die Landesausschußbeisitzer Herr R. von Peche und Dr. Schmeykal übernommen.

Das Landtagsbureau ist geschäftsordnungsmäßig

folgendermaßen gebildet: als Landtagssekretär fungirt

H. Landesausschußrath Schmidt, als Landtagsaktuar

H. Landesausschußrath Blazek und die Hrn. Landes-

ausschußsekretäre Janda, Krejci und H. Öhm.

Sämmtliche Herren haben bereits für diese Funktionen das Angelöbniß geleistet und wurden an dasselbe erinnert.

Aufliegend finden die Herren die Regierungs= vorlage des Gesetzes über die neue Anlegung der Grundbücher im Königreiche Böhmen und deren innere Einrichtung. Vertheilt wird: Landesausschußbericht über die Petition des budweiser Be= zirksansschußes um Aufhebung sämmtlicher Mau= ten im Königreiche Böhmen; Landesausschußbericht mit dem Grundentlastungsfondspräliminare pro 1874; Landesansschußbericht mit Landesbudget pro 1874; Landesansschußbericht, betreffend den Ge= setzentwurf wegen Herstellung und Erhaltung von Zufahrtsstrassen zu den Eisenbahnen. Se. Ercellenz Gras Hartig sucht einen vierwöchentlichen Urlaub an.

Ich bitte die Eingabe vorzulesen.

Ldtgs. =Sekr. Schmidt (liest):

Euere Durchlaucht!

Wichtige Privatgeschäste machen es mir un= möglich, am 26. November zur Eröffnung des h. -Landtages in Prag zu sein. Da ich durch einige Zeit nicht in der Lage sein werde, an den Verhandlungen des Landtages theilzunehmen, so bin ich genöthigt. Euer Durchlaucht zu ersuchen, mir einen Urlaub von 4 Wochen gütigst erwirken zu wollen.

Edmund Graf Hartig.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejenigen Herren, welche dafür sind, daß der Urlaub ertheilt werde, sich gefälligst zu erheben. (Geschieht). Ur= laub ist ertheilt.

Se. Durchlaucht Fürst Adolf Auersperg und Freiherr Depretis entschuldigen ihre Abwesenheit durch dienstliche Geschäfte für die nächsten Sitzungen.

Dem Landtagsabgeordneten Herrn Dr. Volkelt ist in dringenden Geschäftsangelegenheiten ein zweitägiger Urlaub ertheilt worden.

Ebenso hat sich Herr Bachofen für zwei Tage entschuldigt; Baron Blumenkron entschuldigt seine Abwesenheit durch eingetretene Erkrankung.

Wir gehen nunmehr zur Tagesordnung über und zwar vorerst zum Wahlberichte und ersuche den Hrn. L. =A. =B. Dr. Waldert, den Wahlbericht vor= zutragen.

L. =A. =B. Dr. Waldert: Hoher Landtag!

Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für die Wahl= bezirke der Landgemeinden der ehemaligen politischen Bezirke Horitz und Neupaka sind von den 123 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 118 er= schienen und es haben hievon 110 für den Hrn. JUDr. Wenzel Reichert in Prag und 8 für Hrn. Johann Preuer gestimmt, so daß Hr. JUDr. W. Reichert mit absoluter Majorität gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. JUDr. Wenzel Reichert als Abgeordneten für die

Landgemeinden der ehemaligen Wahlbezirke Horitz und Neupaka als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Snìm. sekretáø Schmidt: Zemský výbor èiní návrh:

Slavný snìme raèiž volbu pana JUDr. Václava Reicherta za poslance obcí venkovských bývalých okresù hoøického a novopackého za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte Dieje= nigen, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben. (Geschieht). Der Antrag ist angenommen.

Referent Dr. Waldert: Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl eines Land= tagsabgeordneten für die ehemaligen Bezirke Pøíbram und Dobøíš sind von 180 Wählern 91 erschienen und hievon haben 87 für Hrn. JUDr. Pravoslav Trojan, Notar in Rakonitz, und 3 für Hrn. J. Kucera in Prag gestimmt.

Es erscheint also Hr. JUDr. Pravoslav Trojan mit absoluter Majorität gewählt. Gegen den Wahlvorgang liegt keine Einwendung vor. Der Landesausschuß beehrt sich betreffs des Wahlaktes den Antrag vorzulegen: Der hohe Landtag wolle die Wahl des JUDr. Pravoslav Trojan als Ab= geordneten für die ehemaligen Landesgemeinden Pøíbram und Dobøíš als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Snìm. sekretáø Schmidt: Zemský výbor èiní návrh, volbu p. JUDr. Trojana za poslance obcí bývalých okresù Pøíbram a Dobøíš za platnou uznati a zvoleného do snìmu pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte jene Herren, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben. (Geschieht).

Die Wahl ist als richtig anerkannt.

Res. Dr. Waldert: Hoher Landtag!

Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen politischen Be= zirke Tábor, Jungwoschitz, Sobìslav und Weselt sind von den 217 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 205 erschienen und es haben alle für den Hrn. JUC. Johann Kratochwíle aus Sobìslau gestimmt, welcher sonach einstimmig zum Abgeordneten gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesansschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten: Der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. JUC. Johann Kratochwile als Abgeordneten für die Landgemeinden der ehemaligen-politischen Bezirke: Tábor, Jungwoschitz, Sobìslau und Wesseli als giltig an= erkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sekretáø Schmidt: Zemský výbor èiní návrh: Slavný snìme raèiž volbu pana JUC. Jana Kratochvíle za poslance venkovských obcí bývalých okresù politických Táborského, Mladovožického, Sobìslavského a Veselského za plat-

nou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarlchll: Ich bitte jene Herren, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben. (Geschieht). Die Wahl ist als richtig anerkannt.

Res. Dr. Waldert: Hoher Landtag!

Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahl= bezirk der Landgemeinden der ehemaligen politischen Bezirke Vilgram, Patzau, Kamenitz und Pocátek sind von 220 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 201 erschienen und es haben hievou 197 für den Herrn Med. Dr. Franz Kralert in Pilgram, i für den Hrn. Ritter Dombrowský, 1 für den

Hrn. Franz Cikhart und 1 für den Hrn. Johann

Kratochwile gestimmt, so daß Hr. Med. Dr. Fr. Kralert mit absoluter Majorität gewählt erscheint. Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausfchuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der h. Landtag wolle die Wahl des Hrn.

Med. Dr. Fr. Kralert als Abgeordneten der ehema=

ligen Bezirke Pilgram, Patzau, Kamenitz und Po=

èátek als giltig anerkennen und denselben zum Land=

tage zulassen.

Sekr. S c h m i d t: Zemský výbor navrhuje: Slavný snìme raciž volbu pana Med. Dra. Fr. Kralerta za poslance obcí venkovských bývalých okresù Pelhøimovského, Pacovského, Kamenického a Poèáteckého za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Bitte |ene Herren, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben. (Geschieht). Der Antrag ist angenommen.

Ref. Dr. Waldert: Hoher Landtag!

Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen politischen Bezirke Kuttenberg und Caslau sind von den 189 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 168 erschienen und, es haben hievon 167 für den Hrn. JUDr. Josef Øíha, Advokat in Kuttenberg, gestimmt; 1 Stimmzettel war leer.

Hr. JUDr. Josef Øíha ist sonach mit absoluter Majorifät gewählt.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrag« zu unterbreiten: Der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. JUDr. Josef Øíha als Abgeordneten für die Landgemeinden der ehemaligen politischen Bezirke Kuttenberg und Èaslau als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zufassen.

Sekretáø S c h m i d t: Slavnému snìmu èiní se návrh, aby volbu p. dra. v. p. Josefa Øíhy za poslance venkovských obcí bývalých okresù politických Kutnohorského a èáslavského za platnou uznal a zvoleného k snìmu èeskému pøipustil.

Oberstlandmarschall: Bitte jene Herren, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben. (Geschieht).

Die Wahl ist als richtig anerkannt.

Res. Dr. Waldert: Zur Wahl eines Landtags=Abgeordneten für den Wahlbezirk der Land= gemeinden der ehemaligen politischen Bezirke Kolin, Kauøim und Kohljanowitz, welche am 17. Oktober 1873 vorgenommen wurde, sind von 192 ordnungs= mäßig gewählten Wahlmännern 175 erschienen.

Hievon stimmten 172 für Hrn JUDr. Karl Sladkowský, Einer für Hrn. Brechler R. v. Tro= skowic und Einer für den Hrn. Wirthschastsrath Smeè.

Es erscheint Daher JUDr. Sladkowský mit absoluter Majorität gewählt.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand-vor= liegt, so hat der Landesausschutz die Ehre, die Wahl= akten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn JUDr. Karl Sladkowský als Abgeordneten für die Landgemeinden der ehemaligen politischen Be= zirke Kolin, Kauøim und Kohjanowitz als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sekretáø Schmidt: Zemský výbor navrhuje. Volba p. JUDr. Karla Sladkovského za poslance obcí venkovských bývalého politického okresu Kolínsko -Kouøimsko -Uhlíøsko -Janovického budiž za platnou uznána a zvolený k snìmu pøipuštìn.

Oberstlandmarschall: Bitte diejenigen Herren, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben. (Geschieht). Angenommen.

Ref. Dr. Waldert: Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabge= ordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen politischen Bezirke: Mühlhausen, Sedlec und Bechýò sind von den 169 ordnungsmäßig ge= wählten Wahlmännern 159 erschienen und es haben bievon 158 für den Hrn. Karl Faber, Bürger in Bechyò. gestimmt, 1 Stimmzettel war leer. Herr Karl Faber ist sonach mit absoluter Majorität gewählt.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschutz die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. Karl Faber als Abgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen politischen Be= zirke Mühlhausen Sedlec und Bechyò als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sekretáø Schmidt: Zemský výbor navrhuje: volba p. Karla Fabra za poslance obcí venkovských bývalého politického okresu Milevsko-Sedlecko-Bechyòského budiž za platnou uznána a zvolený k snìmu pøipuštìn.

Obetstlandmarschall: Bitte diejenigen Herren, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben. (Geschieht). Angenommen.

Res. Dr. Waldert: Zu der am 17. DU tober 1873 vorgenommenen Wahl des LandtagsAbgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Deutschbrod, Humpoletz, Polna und Pøibyslau sind von den 206 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 179 er= schienen und es haben hievon 161 für den Herrn Wenzel Zelený, Gymnastial-Direktor in Prag, und 17 für Hrn. Benjamin Schwazel gestimmt, so daß Hr. Wenzel Zelený mit absoluter Majorität ge= wählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vor= liegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. Wenzel Zelený als Abgeordneten für die Landge= meinden der ehemaligen Amtsbezirke Deuschbrod, Humpoletz, Polna und Pøibyslau als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sekretáø Schmidt: Zemský výbor navrhuje: volba p. Václava Zeleného za poslance obcí venkovských bývalých okresù Nìm. -Brodskéko, Humpoleckého, Polenského a Pøibyslavského budiž za platnou uznána a zvolený k snìmu pøipuštìn.

Dberstlandmarschall: Bitte diejenigen Herren, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben (Geschieht). Angenommen.

Res. Dr. Waldert; Zu der am 17. Ok= tober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabge= orbneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Wotic und Sedlèan sind von den 114 ordnungsmäßig gewählten Wahl= männern 109 erschienen und es haben hievon 86 für den Hrn. Franz Macháèek, Obmann der Wo= titzer Bezirksvertretung, und 23 für Hrn. JUDr. Karl Fink in Prag gestimmt, so daß Hr. Franz Macháèek mit absoluter Majorität gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vor= liegt, so hat der Landesausschutz die Ehre, den Antrag zu unterbreiten:

Der hohe-Landtag wolle die Wahl des Hrn. Franz Macháèek als Abgeordneten für die Land= gemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Wotitz und Sedlèan als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sekretáø Schmidt: Zemský výbor navrhuje: volba p. Frant. Macháèka za poslance obcí venkovských bývalých okresù Votického a Sedlèanského budiž za platnou uznána a zvolený k snìmu pøipuštìn.

Oberstlandmarschall: Bitte jene Herren, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben. (Geschieht). Angenommen.

Ref. Dr. Waldert: Zu der am 17. Ok= tober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtags= Abgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der Amtsbezirke Eule und Øíèan sind von den 96 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 84 er= schienen und haben sämmtlich für den Hrn. Josef

Brzorad, Grundbesitzer in Chlum, gestimmt, daher derselbe einstimmig gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschutz die Ehre zu beantragen: Der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. Joses Brzorad als Abgeordneten für die Land= gemeinden der Amtsbezirke Eule und Øíèan als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Ref. Schmidt: Zemský výbor navrhuje: Volba p. Josefa Brzoráda za poslance obcí venkovských okresù Jilovského a Øièanského budiž za platnou uznána a zvolený k snìmu pøipuštìn.

Oberstlandmarschall: Ich bitte jene Herren, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben. (Geschieht). Angenommen.

Res Dr. Waldert: Zur Wahl eines Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der Amtsbezirke Strakonitz und Horazdowitz sind 131 Wahlmänner ordnungsmäßig gewählt und von denselben erschienen zum 17. Oktober 1873 113 und es haben Alle für Hrn. Emanuel Tonner, Professor und Direktor der Handelsakademie in Prag, gestimmt.

Daher erscheint derselbe als einstimmig gewählt. Aus den Aften ist ein Anstand gegen diese Wahl nicht zu entnehmen, weshalb sich der Landes= ausschuß beehrt, den Antrag zu stellen: Der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. Emanuel Tonner als Abgeordneten der Landgemeinden der Amtsbezirke Strakonitz und Horazdowitz als giltig an= erkennen und den Gewählten zum Landtage zulassen.

Snìm. sekretáø Schmidt: Navrhuje se: Slavný snìme raèiž volbu pana Emanuela Tonnera za poslance obcí venkovských okresù Strakonického a Horažïovického za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejenigen, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben (Geschieht).

Der Antrag ist angenommen.

Res Dr. Waldert: Zu der am 17. Ok= tober 1873 vorgenommenen Wahl des LandtagsAbgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Hoøowitz und Zbirow find von den 127 ordnungsmäßig gewählen Wahl= männern 119 erschienen und es haben hievon 116 für den Hrn. Johann Jilek, Bürger in Hostomitz, und 2 für Hrn. Dr. Karl Stika gestimmt, so daß Hr. Johann Jilek mit absoluter Majorität gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Autrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. Johann Jilek als Abgeordneten für die Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Hoøowitz und Zbirow als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Snìm. sekretáø Schmidt: Navrhuje se, slavný snìme raèiž volbu pana Jana Jilka za poslance obcí venkovských bývalých okresù Hoøovického a Zbirovského za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte Die= jenigen, welche dem Autrage zustimmen, die Hand zu erheben. (Geschieht).

Der Antrag ist angenommen.

Res. Dr. Waldert: Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeord= neten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der Amtsbezirke Pøestic und Nepomuk sind von den 120 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 117 erschienen und es haben hievon 116 für den Hrn. JUDr. Franz Brauner, Advokaten in Prag, gestimmt. 1 Stimmzettel war leer.

Hr. JUDr. Franz Brauner ist somit mit ab= soluter Majorität gewählt.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschutz die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten: Der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. JUDr. Franz Brauner als Abgeordneten für die Landgemeinden der Amtsbezirke Pøestic und Nepomuk als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zu= lassen. —

Snìm. sekretáø Schmidt: Navrhuje se, slavný snìme raèiž volbu pana JUDr. Frant. Braunera za poslance obcí venkovských okresù Pøestického a Nepomuckého za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejenigen Herren, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben. — (Geschieht. ) Der Antrag ist ange= nommen.

Ref. Dr. Waldert: Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeord= neten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Schwarzkostelec und Böh= misch-Brod sind von den 110 ordnungsmäßig ge= wählten Wahlmännern 99 erschienen und es haben alle für den Herrn Franz Pokorný, Bürger in Böhmisch=Brod gestimmt, so daß Herr Franz Po= korný einstimmig gewählt erscheint. Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschutz die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten: Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Franz Pokorný als Abgeord= neten für die Landgemeinden der ehemaligen Amts= bezirke Schwarzkostelec und Böhmisch=Brod als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zu= lassen.

Snìm. sekretáø Schmidt: Zemský výbor navrhuje: Slavný snìme raèiž volbu p. Frant. Pokorného za poslance obcí venkovských bývalých okresù Èernokosteleckého a Èeskobrodského za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte Diejenigen, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben.

(Geschieht. ) Der Antrag ist angenommen.

Ref. Dr. Waldert: Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der Amtsbezirke Turnau und Böhm. =Aicha sind von den 107 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 97 erschienen und es haben hievon 95 für den Herrn Franz Hartl, Müller in Sedlowitz, gestimmt, so daß Herr Franz Hartl mit absoluter Majorität gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten: Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Franz Hartl als Abgeordneten für die Landgemeinden der ehemaligen politischen Bezirke Turnau und Böhm. = Aicha als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Snem. sekretáø Schmidt: Zemský výbor navrhuje: Slavný snìme raèiž volbu p. Frant. Hartla za poslance venkovských obcí bývalých politických okresù Turnovského a Èeskodubského za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte Diejenigen, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu er= heben. (Geschieht. )

Der Antrag ist angenommen.

Ref. Dr. Waldert: Zu der am 17. Okt. 1873 vorgenommenen Wahld Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Hohenelbe, Rochlitz und Starkenbach sind von den 110 ordnungsmäßig gewählten Wahlmäunern 100. erschienen und es haben hievon 69 für den Herrn JUDr. Anton Èížek in Prag, 30 für Herrn Joses Rotter und 1 für Herrn Dr. Roser gestimmt, so daß Herr JUDr. Anton Èížek mit absoluter Majorität gewählt erscheint. Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschutz die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn JUDr. Anton Èížek als Abgeordneten für die Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Hohenelbe, Rochlitz und Starkenbach als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Snìm. sekretáø Schmidt: Zemský výbor navrhuje: Slavný snìme raèiž volbu pana JUDr. Antonína Èížka za poslance obcí venkovských bývalých okresù Vrchlabského, Roketnického a Jilemnického za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte Die= jenigen, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben. (Geschieht. )

Der Antrag ist angenommen.

L. =A. =B. Dr. Waldert: Zu der am 17. Okt. 1873 stattgefundenen Wahl eines Landtagsabgeord-

neten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen politischen Bezirke Kralowic und Ma= netin sind von den 101 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 79 erschienen, und es haben alle für den Herrn Anton Ottokar Zeithammer, Bürgermeisterstellvertreter in Prag, ihre Stimmen abge= geben, so daß derselbe einstimmig zum Abgeord= neten gewählt erscheint. Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so beantragt der Landesausschuß: Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Ant. Ottokar Zeithammer als Abgeordneten für die Landgemeinden der ehemaligen politischen Bezirke Kralowic und Manetin als giltig auer= kennen und denselben zum Landtage zulassen.

Snìm. sekr. Schimidt: Slavný snìme raèiž volbu pana Ant. Otak. Zeithammera za poslance obcí venkovských bývalých politických okresù Královického a Manetínského za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberlttandmarschall: Ich bitte die Herren, die dem Antrage zustimmen, die Hand aufzuheben. (Geschieht. ) Der Antrag ist angenommen.

Dr. Waldert: Zu der am 17. November 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsubgeord= neten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehem. Amtsbezirke Smichow, Königsaal, Beraun und Unhošt sind von den 280 ordnungsmäßig ge= wählten Wahlmänner 268 erschienen und es ha= ben alle für den Herrn MDr. Stanislaus Kodým in Prag gestimmt, so daß Hr. MDr. Stan Kodým einstimmig gewählt eischeint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der Landesausschuß die Ehre an= zutragen:

Der Hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. M. Dr. Stan. Kodým als Abgeordneten für die Gemeinden der ehem. Amtsbezirke Smichow, Königsaal, Berauu und Unhošt als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Snìm. sekr. Schmidt: Slavný snìme raèiž volbu pana MDra. Stanislava Kodýma za poslance obcí venkovských bývalých okresù Smíchovského, Zbraslavského, Berounského a Unhošského za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte die Herren, die dem Antrage zustimmen, die Hand auszuheben. (Geschieht. ) Angenommen.

Dr. Waldert: Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemal. politischen Bezirke Rokycan und Blowic find von 128 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 120 erschienen und es haben hievon 119 für den Herrn Karl Potùèek, Apotheker in Blowic, gestimmt, 1 Stimme fiel auf den P. Herrn Josef Tangl. Herr Karl Potùèek, Apotheker in Blowic, ist sonach zum Abgeordneten mit absoluter Majo= rität gewählt. Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so beantragt der Landesausschuß:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Karl Potùèek als Abgeordneten für die Landge= meinden der ehem. politischen Bezirke Rokycan und Blowic als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Snìm. sekr. Schmidt: Slavný snìme raèiž volbu pana Karla Potùèka za poslance venkovských obcí bývalých politických okresù Rokycanského a Blovického za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarschall Ich bitte die Herren, die dem Antrage zustimmen, die Hand aufzuheben. (Geschieht. ) Angenommen.

Dr. Waldert: Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehem. Amtsbezirke Königinhof und Jaromeø sind von den 126 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 124 erschienen und es haben hievon 69 für den Herrn Ferdinand Urbánek, Fabrikanten in Prag, und 55 für den Hrn. k. k. Rath Wilhelm Alter gestimmt, so daß Herr Ferdinand Urbánek mit absoluter Ma= jorität gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so beantragt der Landesausschuß:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des HrnFerdinand Urbánek als Abgeordnete« für die Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Königinhof und Jaromeø als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Snìm. sekr. Schmidt: Slavný snìme raèiž volbu pana Ferdinanda Urbánka za poslance venkovských bývalých okresù Králodvorského a Jaromìøského za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte die Herren, die dem Antrage zustimmen, die Hand auszuheben. (Geschieht. ) Angenommen.

Dr. Waldert: Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemal. pol. Bezirke Semil und Eisenbrod sind von den 97 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 95 erschienen und es haben alle ihre Stimmen aus den Herrn JUDr. Fr. Lad. Rieger aus Prag ver= einigt, welcher sonach einstimmig zum Abgeordneten gewählt erscheint. Gegen den Wahlvorgang liegt kein Anstand vor. Es wird beantragt:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn JUDr. Fr. Lad. Rieger zum Abgeordneten für die Bezirke Semil und Eisenbrod agnosziren und den Gewählten zum Landtage zulassen.

Snìm. sekr. Schmidt: Slavný snìme raèiž volbu pana JUDr. Fr. Lad. Riegera za poslance okresù Semilského a Železnobrodského za platnou uznati a zvoleného k snìmu pøipustiti.

Oberstlandmarschalh Ich bitte die Herren, die dem Antrage zustimmen, die Hand aufzuheben. (Geschieht. ) Angenommen:

Dr. Waldert: Zu der Wahl des Abgeord= neten für die Landgemeinden Leitomyschl und Polièka sind 169 Wahlmänner ordnungsmäßig gewählt worden, 140 sind erschienen und es haben hievon 101 für den Hrn. Josef Slawík, Handels= mann in Moraschitz, und 39 für Hrn. Josef Peschka gestimmt, so daß Hr. Josef Slawík mit absoluter Majorität gewählt erscheint. Ein Anstand liegt nicht vor und der Landesausschuß beehrt sich zu beantragen: Der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. Josef Slawik als Abgeordneten für die Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Leitomyschl und Polièka als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sekretáø Schmidt: Slavný snìme raèiž volbu p. Jos. Slavíka za poslance obcí venkovských bývalých okresù litomyšlského a polièského za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Diejenigen Herren, welche dem Antrage zustimmen, wollen die Hand erheben. (Geschieht). Angenommen

Dr. Waldert: Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten der Landgemeinden der ehemaligen politischen Be= zirke Brür, Katharinaberg und Görkau sind von den 87 ordnungsmäßig gewählten Wahlmänneru 79 erschienen und es haben hievon 42 für Hrn. Josef Heinrich, Priv. =Schuldirektor in Prag, 18 für den pensionirten k. k. Bergdirektor Hrn. Karl Hartisch, 14 für den Landes=Advokaten Hrn. Dr. Karl von Herget und 5 für Hrn. P. Anton Kurz, Pfarrer in Brandau, gestimmt, so daß Hr. Josef Heinrich mit absoluter Majorität gewählt erscheint

Es liegt kein Anstand vor und der Landes= Ausschuß hat die Ehre zu beantragen: Der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. Joses Heinrich als Abgeordneten für die Landgemeinden der ehe= maligen politischen Bezirke Brür, Katharinaberg und Görkau als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sekr. Schmidt: Zemský výbor navrhuje: Slavný snìme raèiž volbu p. Josefa Heinricha za poslance obcí venkovských bývalých okresù politických Mostského, Kateøinohorského a Boreckého za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Diejenigen, welche dem Antrage zustimmen, wollen die Hand erheben. (Geschieht). Der Antrag ist angenommen.

Dr. Waldert: Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeord= neten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der Amtsbezirke Landskron und Wildenschwert sind von den 125 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 121 erschienen und es haben hievon 65 für den Hrn. Fr. Fiala, Bürger in Wildenschweit, und 56 für den Hrn. Fr. Stangler, Obmann der Lands= kroner Bezirksvertretung, gestimmt, so daß Hr Fr.

Fiala, Bürger in Wildenschweit, mit absoluter Majorität gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vor= liegt, so hat der Landesausschuß die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. Fr. Fiala als Abgeordneten für die Landgemeinden der Amtsbezirke Landskron und Wildenschwert als giltig auerkennen und denselben zum Landtage zu= lassen.

Sekretáø Schmidt: Zemský výbor navrhuje. Slavný snìme raèiž volbu p. Fr. Fialy za poslance obcí venkovských okresù Lanškrounského a Ústeckého za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Diejenigen Heuen, welche dem Antrage zustimmen, wollen die Hand erheben. (Geschieht). Der Antrag ist angenommen.

Dr. Waldert: Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehema= ligen Amtsbezirke Jungbunzlau, Münchengrätz und Weißwasser sind von 159 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännein 147 erschienen und es haben hievon 138 für Hrn. Anton Honc in Jungbunzlau und 9 für Hrn. Johann Kronský in Kotusic gestimmt, so daß Hr. Honc mit absoluter Majorität gewählt erscheint. Kein Anstand liegt vor. Der Landes= Ausschuß beantragt: Der hohe Landtag wolle die Wahl des Hin. Honc als Abgeordneten für die Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Jung= bunzlau, Münchengrätz und Weißwasser als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sekretáø Schmidt: Zemský výbor navrhuje: Slavný snìme raèiž volbu p. Antonína Honce za poslance obcí venkovských bývalých okresù Mladoboleslavského, Mnichovohradišského a Bìleckého za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Diejenigen Herren, welche dem Antrage beistimmen, wollen die Hand erheben. (Geschieht). Angenommen.

Dr. Waldert: Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der Amts= bezirke Bøeznitz, Blatna und Mirowitz sind von 164 Wahlmännern 148 erschienen und haben ihre Stimmen auf Hrn. JUDr. Johann Strakatý, k. k. Notar in Prag, vereinigt, welcher somit ein= stimmig gewählt erscheint. Da kein Anstand vorliegt, beantragt der Landesausschuß: Der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. JUDr. Johann Strakatý als Abgeordneten für die Landgemeinden der Amtsbezirke Bøeznitz, Blatna und Mirowitz als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sekretáø Schmidt: Zemský výbor navrhuje: Slavný snìme raèiž volbu p. dra. veškerých práv Jana Strakatého za poslance obcí venkovských okresù Bøeznického, Blatenského

a Mirovického za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Diejenigen Herren, welche dem Antrage beistimmen, wollen die Hand erheben. (Geschieht). Antrag angenommen.

Ref. Dr. Waldert: Zur Wahl des Land= tagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Land= gemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Pisek und Wodnian wurden 103 Wahlmänner ordnungsmäßig gewählt; es erschienen zur Wahl am 17. Oktober 1873 87 und es haben hievon 86 für den Herrn JUDr. J. Kuèera in Prag und einer für Adalbert Øíha gestimmt, Hr. JUDr. Kuèera erscheint somit mit absoluter Stimmenmehrheit gewählt.

Ein Anstand gegen, die Wahl liegt nicht vor, der Landesausschuß beehrt sich zu beantragen: Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn JUDr. J. Kuèera als Landtagsabgeordneten für die Land= gemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Pisek und Wodnian als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sekr. S c h m i d t: Zemský výbor navrhuje: Slavný snìme raèiž volbu p. JUDra. J. Kuèery za poslance obcí venkovských bývalého okresu Píseckého a Vodòanského za platnou uznati a zvoleného k snìmu pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte Dieje= nigen, welche zustimmen wollen, die Hand zu erheben.

(Geschieht. ) Angenommen.

Res. Dr. Waldert: Zur Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der Amtsbezirke Taus und Neugedein sind 107 Wahlmänner ordnungsmäßig gewählt worden; es erschienen zur Wahl am 17. Oktober 1873 94 und es haben hievon 79 für den Herrn JUDr. J. Škarda, Advokaten in Prag, und 15 für den Hrn. A. Ziegler, Fabrikanten in Friedrichshütte, gestimmt.

Herr JUDr. J. Škarda erscheint mit absoluter Majorität gewählt, ein Anstand gegen den Wahl= akt liegt nicht vor und der Landesausschuß beehrt sich zu beantragen, der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn JUDr. J. Škarda als Abgeord= neten für die Landgemeinden der Amtsbezirke Taus und Neugedein als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sekr. Schmidt: Zemský výbor navrhuje: Volba pana Dra. J. Škardy za poslance obcí venkovských okresù Domažlického a Novokdyòského budiž za platnou uznána a zvolený k snìmu pøipuštìn.

Oberstlandmarschall: Ich bitte Die= jenigen, welche zustimmen, die Hand zu erheben.

(Geschieht). Angenommen.

Ref. Dr. Waldert: Zur Wahl des Landtags= abgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Podìbrad und König= stadtl sind von den 93 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern zur Wahl am 17. Oktober 1873 76 erschienen und es haben alle für den Hrn. Alois

Vácslavik, Mühlbesitzer in Žehun, gestimmt, so daß Herr Alois Vácslavík einstimmig gewählt erscheint. Ein Anstand gegen den Wahlvorgang liegt nicht vor und der Landesausschuß beehrt sich den Antrag zu stellen: Der hohe Landtag wolle die Wahl des Abgeordneten für die Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Podìbrad und Königstadtl als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sekr. Schmidt: Zemský výbor navrhuje: Slavný snìme raèiž volbu pana Aloise Vácslavíka za poslance obcí venkovských bývalého okresu Podìbradského a Kralùvmìsteckého za platnou uznati a zvoleného k snìmu pøipustiti.

Ref. Dr. Waldert: Am 17. Oktober 1873 wurde die Wahl. des Landtagsabgeordneten für de« Wahlbezirk der Landgemeinden der Amtsbezirke Nimburg und Benátek vorgenommen; es wurden 108 Wahlmänner ordnungsmäßig gewählt und es erschienen zur Wahl 93, welche sämmtlich für den Herrn Vincenz Váwra gestimmt haben.

Herr V. Váwra erscheint somit einstimmig gewählt, ein Anstand gegen die Wahl liegt nicht vor und der Landesausschuß beehrt sich zu bean= tragen, der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. V. Váwra als Abgeordneten für die Landgemeinden der Amtsbezirke Nimburg und Benátek als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sekr. Schmidt: Zemský výbor navrhuje: Slavný snìme raèiž volbu pana V. Vávry za poslance obcí venkovských okresù Nimburského a Benáteckého za platnou uznati a zvoleného ke snìmu pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte Die= jenigen, welche zustimmen, die Hand zu erheben.

(Geschieht. ) Angenommen.

Res Dr. Waldert: Am 17. Oktober 1873 wurde die Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der Amtsbezirke Klattau, Planitz und Neuern vorgenommen, zu der= selben sind 152 Wahlmänner ordnungsmäßig ge= wählt, von diesen erschienen 138 und es haben hievon 106 für den Herrn MDr. V. Bozdìch und 32 für den Herrn Franz Hikisch gestimmt. Es er= scheint Hr. V. Bozdìch mit absoluter Majorität gewählt. Ein Anstand gegen den Wahlakt liegt nicht vor und der Landesausschuß beehrt sich zu beantragen: der hohe Landtag wolle die Wahl des Hrn. MDr. Bozdech als Abgeordneten für die Landgemeinden der Amtsbezirke Klattau, Planitz und Neuern als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Sekr. Schmidt: Zemský výbor navrhuje, volbu pana MDra. V. Bozdìcha za poslance obcí venkovských okresù Klatovského, Planiekého a Nýøského za platnou uznati a zvoleného k snìmu pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte Diejenigen, welche zustimmen, die Hand zu erheben. (Geschieht. ) Angenommen.

Res Dr. Waldert: Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Prachatic und Netolic sind von den 109 ordnungsmäßig gewählten Wahlmännern 99 er= schienen und es haben hievou 86 für den H. Jo= hann Krejèí, Professor am böhm. polytechnischen Institute, und 2 für Herrn Karl Hanl gestimmt, so daß Herr Johann Krejèí mit absoluter Majorität gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so hat der L. =A. die Ehre, die Wahlakten mit dem Antrage zu unterbreiten, der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Johann Krejèí als Abgeordneten für die Landgemeinden der ehem. Amtsbezirke Prachatic und Netolic als giltig aner= kennen und denselben zum Landtage zulassen.

Snìm. sekr. Schmidt: Zemský výbor Èiní návrh:

Slavný snìme raèiž volbu pana Jana Krejèího za poslance obcí venkovských bývalých okresù Prachatického a Netolického za platnou uznati a zvoleného k snìmu pøipustili.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejeni= gen Herren, welche mit dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben. (Geschieht. )

Angenommen.

Ref. Dr. Waldert: Zu der am 17. Okto= ber 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeordneten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der Amtsbezirke Hohenmauth, Skuè und Hlinsko sind von den 188 ordnungsmäßig gewählten Wahlmän= nern 148 erschienen und es haben alle für den Herrn Med. Dr. Eduard Grégr in Prag gestimmt, so daß Herr Med. Dr. Eduard Grégr einstimmig gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so stellt der Landesausschuß den Antrag:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Med. Dr. Grégr als Abgeordneten der Amtsbezirke Hohenmauth, Skuè und Hlinsko als giltig aner= kennen und denselben zum Landtage zulassen.

Snìm. sekr. Schmidt: Zemský výbor èiní návrh:

Slavný snìme raèiž volbu pana Med. Dra. Ed. Grégra za poslance obcí venkovských okresù vysokomýtského, skuèského a hlinského za platnou uznati a zvoleného k snìmu pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejenigen Heren, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben. (Geschieht. ) Angenommen.

Res Dr. Waldert: Zu der am 17. Oktober 1873 vorgenommenen Wahl des Landtagsabgeord= neten für den Wahlbezirk der Landgemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Jièín, Lomnic, Sobotka und Liban sind von den 177 ordnungsmäßig ge= wählten Wahlmännern 170 erschienen und es ha= ben alle für den Herrn Ladislaus Mašek, Fabriks=

besitzer in Neudorf, gestimmt, so daß Herr Ladislaus Mašek einstimmig gewählt erscheint.

Da gegen den Wahlvorgang kein Anstand vorliegt, so stellt der Landesausschuß den Antrag:

Der hohe Landtag wolle die Wahl des Herrn Ladislaus Mašek als Abgeordneten für die Land= gemeinden der ehemaligen Amtsbezirke Jièín, Lom= nic, Sobotka und Liban als giltig anerkennen und denselben zum Landtage zulassen.

Snìm. sekr. Schmidt: Zemský výbor èiní návrh:

Slavný snìme raèiž volbu pana Ladislava Maska za poslance obcí venkovských bývalých okresù jièínského, lomnického, soboteckého a libánského za platnou uznati a zvoleného k snìmu èeskému pøipustiti.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejeni= gen Herren, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben. (Geschieht. )

Angenommen.

Es ist mir folgender Antrag übergeben worden:

Im Hinblicke auf den Gedenktag der vor 25 Jahren erfolgten Thronbesteigung Sr. kais. und königl. Apostolischen Majestät unseres allerdurch= lauchtigsten Kaisers, welchen alle Völker Oesterreichs in einmüthiger Weise feiern, stellen wir den Antrag:

1.   Es sei anläßlich des Gedenktages der vor 25 Jahren erfolgten Thronbesteigung Sr. Majestät unseres allerdurchlauchtigsten Kaisers und Königs eine allerunterthänigste Glückwunschadresse zu be= schließen und behufs deren Ueberreichung eine De= putation des Landtages an das Allerhöchste Hof= lager zu entsenden.

2.    Zur Erstattung der weiteren bezüglichen Anträge ist ein Ausschuß einzusetzen, welcher aus 9 von jeder Kurie je mit einem Dritttheile aus dem ganzen Landtage zu wählenden Mitgliedern besteht.

In Anbetracht der Dringlichkeit des vorstehen= den Antrages wird weiter beantragt zu beschließen:

1.   Es sei von der Drucklegung des obigen Antrages Umgang zu nehmen und dasselbe sofort zur ersten Lesung zuzulassen.

2.   Der Ausschuß wird beaustragt, seine An= träge in der nächsten Sitzung zu erstatten.

3.   Von der Drucklegung dieser Ausschußan= träge wird Umgang genommen.

4.   Das hohe Präsidium wird ersucht, die nächste Sitzung noch im Laufe des heutigen Tages und zwar als eine vertrauliche anzuberaumen und aus deren Tagesordnung die Ausschußanträge zu setzen.

Prag, den 26. November 1873.

Dr. Herbst,

Dr. Schmeykal,

Dotzauer,

Löw,

JUDr. Anderle,

Dr. Raudnitz,

Dr. Alter,

Fürst Elary,

Graf Althan,

Graf Kinský

Fürst Schönburg,

Josef Gras Thun,

Franz Freiherr Mladota,

Freiherr von Aerenthal,

Franz Czeschik,

Johann Jaresch,

Ferd. Kotz,

Freiherr von Malowec,

Bohusch,

Becker,

Mohr,

Freiherr von Weidenheim,

Abt Liebsch,

Adolf Riese=Stallburg,

Graf Klemens Zedtwitz,

Louis Altgraf Salm,

Schlöcht Johann,

Dr. Lumbe,

Banhans,

Werner Fried. Riese=Stallburg,

Scharschmid,

Josef Karl Ritter von Peche,

Dr. Karl Lumbe,

Wilhelm Prinz zu Schaumburg Lippe,

Starck,

Karl Freiherr Korb jun.,

Freiherr Mannsfeld,

Dr. Josef von Liumbe,

Dr. Waldert,

Erler,

A. Jahnel,

Josef Bitterlich,

Johann Herrman Adam,

Ed. Janota,

Krause,

Lenk,

Dormitzer,

Kardasch,

Bayer,

Rosenauer,

Hans Rasp,

Achtner,

Pietsch,

Adolf Wenisch,

Dr. Aschenbrenner,

Knödtgen,

Dr. Schlesinger,

Ferd. Lehmann,

Gustav Körbet,

Dr. Tedesco,

Pfeifer,

Ladislaus Graf Thun,

R. von Brechler,

Dr. Ad. Weiß.

Ed. Klaudi,

Quido Graf Thun,

Dr. A. Würfel,

Dr. M. Pfannerer,

Thenmer,

Weinrich,

Ad. Ritter,

Oppenheimer,

K. Posselt,

K. Ritter von Limbeck,

K. Moriz Graf Zedtwitz,

Dr. Josef Unger,

Altgraf Johann Salm,

Steffens,

Richter,

Dr. Wiener,

Dr. Klier,

Löffler,

Dr. Doubek,

Wolsrum,

Dr. Roser,

Bareuther,

Meißler,

Joses Theumer.

Bauriedl,

Dr. Zintl,

Dr. Graf,

Leo Theumer,

Dr. Görner,

Neumann,

Hanisch,

Hecke,

Huscher,

Schier,

Dr. Woratschka,

Dr. Ruß,

Heinrich,

Math. Köpl,

Seidemann,

Habermaun,

A. Lehmann.

Oberstlandmarschall: Ich bitte, vorerst muß die Dringlichkeitsfrage entschieden sein. Ich frage, ob Jemand über die Dringlichkeit das Wort begehrt?

Dr. Herbst: Ich bitte ums Wort.

Oberstlandmarschall: Für die Dring= lichkeit?

Dr. Herbst: Für die Dringlichkeit, weil ich

Oberstlandmarschall: Dr. Herbst hat das Wort.

Dr. Herbst:... weil ich wohl glaube, daß die Dringlichkeitsmotivirung mit der Motivi= rung des Antrages selbst in diesem Falle vielleicht mehr als in irgend einem anderen zusammenfällt, daß aber die Motivirung des Antrages selbst und der damit zusammenhängenden Dringlichkeit nur so kurze Zeit in Anspruch nehmen werde, daß ich mir vorbehalten muß, zur Motivirung des Antrages nur einige Worte an die hohe Versammlung zu richten, daß ich aber glaube, in Bezug auf die Frage der Dringlichkeit leine weiteren Bemerkungen, zu machen.

Oberstlandmarschall: Wünscht Jemand noch über die Dringlichkeit das Wort? (Niemand meldet sich). Ich bitte daher jene Herren, welche dem Dringlichkeitsantrage mit allen seinen Punkten, nämlich: von der Drucklegung des Antrages Um= gang zu nehmen; daß der Ausschuß beauftragt werde, die Anträge auf die nächste Sitzung anzuberaumen und daß von der Drucklegung dieser Ausschußanträge Umgang genommen und das Prä= sidium ersucht werde, die nächste Sitzung noch im Laufe des heutigen Tages als eine vertrauliche anzuberaumen — zustimmen, sich zu erheben (geschieht).

Der Antrag ist einstimmig angenommen.

Ich ertheile nunmehr Sr. Excellenz Hrn. Dr. Herbst das Wort.

Dr. Herbst: In wenigen Tagen wird ganz Oesterreich einen Gedenktag festlich begehen, den Tag, an welchem Se. Majestät vor 25 Jahren den Thron Ihrer Ahnen bestiegen. Während dieser Jahre mag wohl oft das Herz des Monarchen von schweren Sorgen erfüllt gewesen sein, allein diese Sorgen wurden erleichtert und gemildert durch die unwandelbare Liebe und Treue, welche die Völker Oesterreichs in guten und schlimmen Tagen unerschütterlich ihrem angestammten Herrscher ent= gegen brachten. Tief wurzelt in den Völkern Oester= reichs das Bewußtsein, daß es die selbsteigene Ent= schließung ihres Kaisers war, welche diese Völker zur Theilnahme an der Gesetzgebung berief, welche die Hindernisse entfernte, die der freien Entfaltung aller Kräfte entgegenstanden, und eben dadurch die materielle und geistige Entwicklung ermöglichte, daß es der unermüdlichen landesväterlichen Fürsorge des Kaisers gelang, trotz nicht enden wollen= der Drangsale, welche immer wieder auf das Reich einstürmten und demselben eine ruhige und fried= liche Entwicklung nicht vergönnen zu wollen schienen, aus schwerem Kampfe unser geliebtes Vaterland hindurchzuführen, zu dem Standpunkte, auf dem es heute steht, daß es gekräftigt erscheint nach innen und nach außen jene Machtstellung einnimmt, die demselben gebührt.

Der Landtag des Königreiches Böhmen, der legale Vertreter dieses Königreiches, muß sich glück= lich schätzen, daß ihm fein heutiger Zusammentritt die Möglichkeit gewährt, vor dem allerh. Throne als getreuer Dolmetscher der Gefühle und Gestn= nungen der Bevölkerung Böhmens ans diesem An= lasse zu erscheinen.

Denn so vielfach auch die Ansichten und Meinungen in diesem Königreiche bei der Bevölkerung aus einander gehen mögen, so dürfen wir doch ohne Gefahr, von Jemand einen Widersprach zu erfahren, bestätigen, daß in dem Gefühle der Liebe und Treue, der Anhänglichkeit an den Monarchen und der freudigen Theilnahme an Allem, was Ihn und Sein Haus berührt, alle Bewohner dieses Königreiches einmüthig sind. (Bravo!)

Der Antrag, den wir uns dem hohen Landtage zu unterbreiten erlauben, geht daher dahin und hat

den Zweck, daß die Möglichkeit gewährt werde, vor den Stufen des allerhöchsten Thrones die Gefühle der Gesammtbevölkerung des Königreiches Böhmen aus diesem Anlasse niederzulegen und auszudrücken den Glückwunsch, welchen die Bevölkerung darzu= bringen verlangt und die Huldigung, die sie aus diesem Anlasse Sr. Majestät darbringt.

Alle anderen Anträge gehen nur dahin zu be= wirken, daß diese Manifestation des Landes durch seine berechtigte Vertretung, sowohl des Königreiches als der Vertretung selbst würdig sei und darum sind auch jene Dringlichkeitsanträge in Aussticht genom= men, welche Se. Durchlaucht früher zur Abstimmung gebracht haben.

Ich glaube daher mit Zuversticht rechnen zu dürfen, daß das hohe Haus einmüthig sich den gestellten Anträgen anschließen werde. (Zahlreiche Bravorufe. )

Oberstlandmarschall: Wünscht noch Je= mand über den Antrag das Wort? (Niemand meldet sich). Da dies nicht der Fall ist, schreite ich zur Abstimmung. Der Antrag lautet (liest): Es sei anläßlich des Gedenktages der vor 25 Jahren erfolgten Thronbesteigung Sr. Majestät unseres Allerdurchlauchtigsten Kaisers und Königs eine allerunterthänigste Glückwunschadresse zu beschließen und behufs der Uiberreichung derselben eine De= putation des Landtages an das Allerhöchste Hostager zu entsenden.

Ich bitte Diejenigen, welche dem Antrage zustimmen, sich zu erheben. (Das ganze Hans erhebt sich). Der Antrag ist angenommen einstimmig.

2. Zur Erstattung der weiteren bezüglichen Anträge ist ein Ausschuß einzusetzen, welcher aus 9 von jeder Kurie je mit einem Dritttheile zu wählenden Mitgliedern besteht.

Ich bitte Diejenigen, welche dem Antrage zu= stimmen, die Hand zu erheben. (Geschieht).

Der Antrag ist angenommen.

Das hohe Haus wird Nichts dagegen einzu= wenden haben, wenn die Wahl dieser Kommission stattfinden wird, sobald die Kurien konstituirt sind, was am Schluße der Sitzung stattzusinden haben wird.

Wir gehen nun in der Tagesordnung weiter und zwar kommen wir zur Regierungsvorlage, be= treffend das Gesetz über die neue Anlegung der Grundbücher im Königreiche Böhmen und über deren innere Einrichtung.

Landtagssekretär Schmidt (liest):

Durchlauchtig hochgeborner Fürst!

In Folge des h. Erlasses Sr. Excellenz des Hrn. k. k. Ministers des Innern vom 2. d. M., Z. 4433=M. I., habe ich die Ehre Euer Durch= laucht in der Nebenlage den Entwurf eines Gesetzes über die neue Anlegung von Grundbüchern im König= reiche Böhmen und über deren innere Einrichtung mit der Einladung zu übersenden, diesen Gesetzent= wurf im Grunde der vom Herrn Justiz=Minister mit allerh. Entschließung vom 22. September d. I.

zu Theil gewordenen Ermächtigung dem Landtage als Regierungsvorlage zur verfassungsmäßigen Be= handlung gefälligst vorlegen zu wollen.

Prag, den 15. Oktober 1873.

Statthalter Koller m. p.

Oberstlandmarschall: Wünscht Jemand zur formellen Behandlung des Gegenstandes den Antrag zu stellen?

Dr. Ascheubreuner: Ich bitte um's Wort.

Oberstlandmarschall: Herr Dr. Aschen= brenner. hat das Wort.

Dr. Ascheubreuner: Ich stelle den Antrag, diese Regierungsvorlage in Anbetracht ihrer Wich= tigkeit einer fünszehngliederigen, zu je 5 aus den Kurien durch das ganze Haus zu wählenden Kom= mission zuzuweisen, - bitte aber in Anbetracht des Umstandes, daß erst heute der Landtag eröffnet wurde, diese Wahl erst aus die morgige Sitzung setzen zu wollen, damit erst Vorbesprechungen über die zu wählenden Persönlichkeiten stattfinden können.

Oberstlandmarschall: Wünscht Jemand zu diesem formellen Antrage das Wort?

(Niemand meldet sich).

Der Antrag lautet: Es sei zur Berathung der eben vorgelesenen Regierungsvorlage ein Aus= schuß von 15 Mitgliedern zu bestellen.

Snìm. sekr. Schmidt: Pan Dr. Aschenbrenner èiní návrh, aby pro vládní pøedlohu zvolen byl výbor 15 èlenù.

Oberstlandmarschall: Ich bitte dieje= nigen Herren, welche dem Antrage zustimmen, die Hand zu erheben. (Geschieht).

Der Antrag ist angenommen.

Ich werde dem Wunsche des Hrn. Antrag= stellers nachkommen und diese Wahl aus die morgige Tagesordnung setzen.

Dr. Schmeykal: Ich glaube, es wird noch zu bestimmen sein, wie diese 15 Mitglieder zu wählen sind ans der Mitte des h. Landtages und ich bitte den Hrn. Antragsteller, diesfalls seinen Antrag zu eigänzen.

Dr. Aschenbrenner: Ich glaube, meinen Antrag auch so gestellt zu haben, daß die Kommission zu je 5 Mitgliedern durch die Kurien aus dem ganzen Landtage gewählt werde.

Oberstlandmarschall:... ja, aus dem Landtage gewählt werde. Ich bitte die Herren, die mit dem Zusatzantrage einverstanden sind, die Hand zu erheben. (Geschieht). Angenommen.

Ich bitte nunmehr zur Konstituirung der Ku= rien zu schreiten und nach Vollbringung dieser Kon= stituirung gefälligst die Wahl des Veristkationsausschußes vorzunehmen. Jede Kurie möge drei Mit= glieder in den Verifikationsausschuß wählen.

Sodann wird nach dem soeben gefaßten Be= schluße des h. Landtags die Adreßversassungskom= mission zu wählen sein zu je drei Mitgliedern in den Kurien aus dem ganzen Landtage. Weiter bitte ich zur Keuntniß zu nehmen: die Kurie des Großgrundbesitzes versammelt sich im Sitzungssaale des

Landesausschußes; die Kurie der Städte und In= dustrialorte und Handelskammern im Lesezimmer, die Kurie der Landgemeinden im Landtagssaale.

Ich werde die Sitzung unterbrechen, bis mir gemeldet sein wird, daß die Wahlen vollbracht sind.

(Die Sitzung wird unterbrochen, um 12 Uhr 45 Min. ).

(Wiederaufnahme der Sitzung 1 U. 25 M. )

Oberstlandmarschall: Ich bringe zur Kenntniß des hohen Landtages, daß die Kurie des Großgrundbesitzes sich konstituirt hat und zwar wurde als Obmann gewählt Hr. Domprobst Würfel, als Obmann-Stellvertreter Hr. Fürst Schönburg, als Schriftführer Hr. v. Fürstel und Dr. v. Daubek.

Die Kurie der Städte und Industrialorte hat sich folgendermaßen konstituirt: Es wurden die Landtagsabgeordneten Edler von Plener mit 36 Stimmen als Obmann, Wolfrum mit 34 Stimmen als Obmannstellvertreter, Dr. Habermann mit 36, Dr. Bareuther mit 34 Stimmen zu Schriftführern gewählt. Die Landgemeinden haben sich konstituirt und zwar:

Se. Erc. Dr. Herbst mit 21 Stimmen als Obmann, Wenzel Neumann mit 21 Stimmen ais Obmannstellvertreter, Joh. Heinrich mit 21, Anton Meißler mit 21 zu Schriftführern gewählt.

Sie haben hierauf die Wahl des Verifikations= ausschußes vollzogen, die Kurie des Großgrundbesitzes hat abgegeben 56 Stimmzettel und gewählt erscheinen Graf Wallis mit 55 Stimmen, Ritter Joh. Leiner mit 55, Fr. Wanka mit 54 Stimmen.

In der Kurie der Städte und Handelskammern wurden abgegeben 38 Stimmzettel und gewählt wurde Dr. Aschenbrenner mit 38, Hr. Sobotka und Frank mit je 38 Stimmen. Die Kurie der Landgemeinden hat abgegeben 23 Stimmzettel und gewählt erscheinen Hr. Kardasch mit 21, Dr. Alter mit 20, H. Aßmann mit 21 Stimmen.

ich werde die gewählten Herren des Verifi= kationsausschußes ersuchen, sich gefälligst zu verein= baren, um die Reihenfolge untereinander zu bestim= men, in welcher sie dem Geschäfte der Verifikation obliegen werden.

Es wurden hierauf die 3 Mitglieder in die Adreßkommission gewählt von jeder Kurie. Die Kurie des Großgrundbesitzes hat 60 Stimmzetteln abgegeben und es erscheint gewählt Hr. Abt Liebsch mit 59, Joh. Ritter v. Limbeck mit 59, Gr.. Quido Thun mit 57 Stimmen. Die Kurie der Städte und Industrialorte hat für diese Adreßkommission 38 Stimmzetteln abgegeben und es wurden Se. Erc. Dr. Herbst, Dr. Schmeykal, Dr. Waldert je mit 38 Stimmen gewählt. Die Kurie der Land= gemeinden hat für die Adreßkommission 22 Stimm= zetteln abgegeben und es wurden gewählt Herr Dotzauer mit 21, Wolfrum mit 21, Dormitzer mit 21 Stimmen.

Die Wahl ist somit vollzogen; ich ersuche die Adreßkommission sich zu konstituiren und mich von dem Resultate dann in Kenntniß zu setzen und bitte

als Versammlungsorf den Landesausschußsitzungs= saal zu wählen.

Ich habe in Ausführung des - Beschlußes, welchen der hohe Landtag gefaßt hat bezüglich der Uiberreichung einer Adresse, mich au Se. Erc. den Hrn. Statthalter gewendet, um die Genehmigung einzuholen, daß diese Deputation an das allerhöchste Hoflager abgehen könne.

Ich werde hoffentlich im Laufe der Nachmit= tagsfitzung in der Lage sein, die Antwort darauf zu empfangen.

Die heutige Tagesordnung ist erschöpft. Ich beantrage den Beginn der vertraulichen Sitzung um 6 Uhr. Wenn keine Einwendung erhoben wird, so nehme ich an, daß das hohe Hans damit einver= standen ist. Auf der Tagesordnung der heutigen vertraulichen Sitzung stehen die Anträge der Adreß= kommission. Die Sitzung ist geschloffen.

(Schluß der Sitzung um 1 Uhr 30 Minuten Nachmittags).

Karl Bar. Waidenheim jun. Verifikator. Dr. Aschenrenner, Verifikator. Dr. Ruß; Verifikator.


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