91. Rec nejvyssiho purkrabi prazskeho Volfa Krajire, ze urednici zemsti v pricine obnoveni nekterych svobod se stavy se srovnavaji.
1547, 22 dubna. – "Akta tech vsech veci etc.".
Leta Pane 1547 v patek pred svatym Jirim ode mne Volfa starsiho Krajire z Krajku a na Nove Bystrici, najvyssiho purkrabi prazskeho, toto jest promluveno z poruceni vsech panuv ourednikuv, soudcu zemskych a rad J. M. K. a jinych panuov a rytirstva i posluo z jinych nekterych mest k tem panuom, panuom z rytirstva a Prazanuom a k jinym posluom z mest, kteriz na ten cas u velikem poctu na hrade Prazskem v placu shromazdeni byli:
V. M. pani mili, pani rytirstvo, pani Prazane i jini poslove z mest, pani a pratele nasi mili! pani ourednici, soudce zemsti a rady J. M. K. a jini pani, pani z rytirstva a poslove z nekterych mest, kteriz ted s nami spolu v teto spolecnosti stoji. Slyseli sme rec, kterouz jste k nam skrze pana Vilema z Ronova, pana svakra meho mileho, uciniti racili, kdyby se to vse opakovati melo, bylo by prodlouzeni a daremni zaneprazdneni, a ponevadz v reci sve obsirne, to jest promluviti od V. M., ode vsech panuo a pratel nasich milych racil, ponevadz sou temi zapisy, kterez sou mezi sebou ucinili a pecetmi stvrdili, nic noveho a prve nebyvaleho pred sebe nebrali, ani toho coz by proti J. M. K. byti melo, ani proti radu a pravu, nez to coz jest pred shorenim desk ve dskach bylo, ze sou sobe to obnovili pro dobre predkem J. M. K. a vsech obyvateluov tohoto kralovstvi: a ponevadz my ourednici. jakozto hospodari tohoto kralovstvi, toho ze sme zanedbali, ze ste jiz dele toho pominouti nemohli, nez to obnoviti a listy pod pecetmi stvrditi, ponevadz i v markrabstvi Moravskem kazdy k landfriedu list pod svou peceti dati musi, a ze to nic proti J. M. K, panu nasemu milostivemu, ani proti prisaham, ktere sme k uraduom a jinace cinili, neni a byti nema, a ponevadz sme tomu od V. M. a Vas panuo a pratel nasich milych srozumeli, tak jakz ste nam to obsirne vysvetliti racili, ze tu nic noveho, ani to, coz by proti J. M. K. panu nasemu milostivemu a dobremu poradku tohoto kralovstvi byti melo, neni, nezli to coz jest prve bylo a ve dskach shoralo, to ze ste obnoviti musili a pecetmi stvrdili, ze my take pro dobre predkem J. M. K. a pro upokojeni a lasku vsech obyvateluov tohoto kralovstvi take s V. M. v tom se snasime a k tomu se priznati chceme, aby to, coz jest prve bylo, se obnovilo i dskami stvrdilo. Nebo sme nikda na jinem nebyli, nez coz se nam dobreho a uzitecneho predkem J. M. K., pana naseho vsech milostiveho, a tudiz nas vsech obyvateluo tohoto kralovstvi ukaze, ze to radi s V. M. spolu, jako milovnici vlasti sve, uciniti chceme a k tomu ke vsemu verne radi pomahati, aby dobra svornost, pokoj a laska mezi nami byti mohla, nami nic toho, coz dobreho jest, ruseno byti nema. A kdyby ste V. M. nam to byli davno tak svetle oznamili, byli bychom se s V. Mt. v tom techto dnuov pominulych snesli.
Stalo se leta a dne, jak se svrchu pise.
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Volf starsi z Krajku,najvyssi purkrabie prazsky,rukou vlastni. |
91. Jede des Oberstburggrafen vor dem Prager Landtag.
dd. 22. April 1547. – Aus den "Akten aller Handlungen".
Ain mundliche Red von dem obersten Burggrafen auf dem Prager Schloss geschehen.
Anno etc. im xlvii am Freitag vor Georgii ist von mir Wolfen dem eitern von Kraig etc. obristen Burggrafen aus Befel aller Herrn Officirer, Landrechtsitzer auch der kon. Mt. Rath und anderer Herrn und von der Ritterschaft, Pragern und anderen Gesandten aus den Stetten, so yetziger Zeit in grosser Anzal auf den Prager Slos im Platz versamblet gewesen, wie hernachfolgt gered worden.
Lieben Herrn und Freund! es haben die obgemelten Herren Officirer, Landrechtsitzer, auch der kon. Mt. Rat und andere Herrn, Ritterschaft und Gesandten der Stet, so yetzt neben einander in diser Versamblung steen, die Red, so ir zu uns durch Herrn Wilhelm Krinetzky von Ronaw meinen besondern lieben Herrn Schwagern gethan, angehort und wo soliches widerumb repetiert solt werden, were es nur ein Verlengerung und ver-gebne Muhe. Nachdem sich aber gedachter Herr Wilhelm mit ausfurlichen Worten von wegen und anstat euer aller unserer lieben Herrn und Freund horen lassen, dieweil sie mit den Verschreibungen, so sie unter einander aufgericht und mit ihren Insigeln bekreftigt, nichts neues und so vorhin nit gewesen, noch wider die kun. Mt. oder wider Recht und Ordnung sein solt, furgenomen, allain dasjenige, was vor dem beschehenen Prandschaden in der Landtafel verleibt gewesen, haben sie furnemblich zu gutem der kon. Mt. und dann allen Inwonern der Cron Behaim widerumb verneuert, und sindemal wir Officirer als die Hauswirt diser Cron soliches verabsaumbt und ihr dasselb numal nit lenger umbgeen mugen, sonder solches verneuert und mit Brief und Siglen bestettigt und bekreftigt, dieweil auch in Marggrafthumb Merhern ein yeder zum Landfrid einen Brief unter seinem Sigel geben muss und das soliches nicht wider die kon. Mt. unsern gnedigisten Herrn noch wider Aydspflicht, so wir zu den Ambtern und in ander Weg gethan ist, noch sein sol etc. Darauf und weil wir von Euern Gnaden und euch als unsern lieben Herrn und Freunden verstanden (inmassen ihr uns soliches klerlich und mit meererm anzaigt) da sich alda nichts neues, noch das wider die kun. Mt. unsern gnedigisten Herrn und gute Ordnung dieser Cron sein solt, zugetragen, sonder das ihr allain dasjenig so vorhin gewesen und in der Landtafel verprunnen, verneurn und mit Insigeln bekreftigen habt mussen, das wir uns demnach auch erstlich zu Gutem der kon. Mt. und zu Erhaltung Lieb und Ainigkeit aller In-woner diser Cron mit Eurn Gnaden und euch vergleichen und wellen uns darzu bekennen, damit das jenige, was vor gewesen, widerumb verneuert und mit der Landtafel bekreftigt werde. Dann wir nie anderst gesint gewesen, allain alles das, so uns furnemblich der kon. Mt. auch uns allen Inwonern der Cron Behaim zu Nutz und Gutem angezaigt wirdet mit Eurn Genaden und euch als die Liebhaber des Vaterlands gern zu thun und zu solichem treulich zu helfen, auf das gute Ai-nigkait, Frid und Lieb zwischen uns sein mochte. Durch uns solle in deme was Gut ist, nicht gestort werden und wo E. G. und ihr uns zuvor also klerlich anzaigt, hetten wir uns darinnen dise vergangne Tag mit E. G. und euch verglichen Actum ut supra.
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Wolff von Kraig, obrister Burggraf manu propria. |
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