69. Rytirstvo a mesta z kraje Prachenskeho ve Vimberce shromazdeni oznamuji Prasanum a zrizenym osobam od stavuv kralovstvi Ceskeho, ze jim na pomoc ku Stribru tahnouti nemohou, ponevadz se obavaji vpadu nepratelskeho vojska z Bavor.
NA VINTRBERCE, 3 dubna 1547. – "Akta tech vsech veci" etc.
... Jakoz nas V. M. tyto dni obsilati a napominati racite, abychom zpuosobem vojenskym ku pomoci V. M. najiti se dali u mesta Stribra tento pondeli najprv pristi, jakz to sire psanim svym potrebi uznavati a oznamovati i dale podle zrizeni zemskeho nas napominati racite: i te vuole vsi byli sme tak uciniti, ale v tom V. M. toto ozna-mujem, ze sou nam spehove nasi a jiste zpravy dosli, ze lid nejaky, pocet nemaly, na pomezi bavorskem za lesem lezi poruoznu po mestech a mesteckach, kdez od nas dale neni sest mil a od pomezi nasich nekterych puoi mile, a zjevne hlas ten od nich jest v Bavorich za lesem, ze na nas cechy tahnouti chti, pro pricinu tu, jakz nas zpravuji, ze sme nechteli pomahati na kurfirsta saskeho J. M.; a ze i cesty do kralovstvi Ceskeho pres hory delaji a prazni prve nebyvale lide od panstvi Kasperskeho i take z biskupstvi Pasovskeho, kterehozto zamku Kasperskeho pomezniho i take statku, coz k tomu nalezi, v drzeni pan Jirik Loksan i ten zamek osazen jest. A dale i tu zpravu mame, ze jest porucil na temz panstvi Kasperskem, kteryz by tudy lid tahl, aby se jich nic nebali a prekazky jim zadne necinili, nez aby je fedrovali vsemi potrebami. I to V. M. oznamujem, ze nam spehove nasi oznamuji, ze jest hlas ten za lesem, ze J. M. C. s padesati tisici lidu tahne valecneho a v 14 dnech porad zbehlych u mesta Englstotu byti by mel a tak zpravuji, ze by do kralovstvi tohoto tahnouti racil. I zdalo se nam to V. M. za potrebne oznamiti, chtice radi V. M. ku pomoci byti, jako panuom a prateluom nasim milym, podle zadosti a napomenuti. I tohoto se obavame, chtice V. M. ku pomoci pribyti, jestlize pomezi neopatrime casne a silnic novych zasekanim i lidmi neosadime, strach abychom o hrdla, manzelky a ditky i statky nase neprisli; a n.i tak spesny cas, obavame se, ze bychom tomu obojimu dosti uciniti nemohli. I v tom za radu a nauceni prosime, jak sebe tak take i nas ze opatriti racite. Nez jestlize by z toho naseho nebezpecenstvi seslo, kterehoz na kazdy den ocekavame, na tom sme, jako milovnici vlasti sve a V. M., milych nasich panuov a pratel, podle prav a svobod nasich pri V. M. stati a pomahati a v nicemz neopousteti, a tez tu celou viru a nadeji mame k V. M., ze se tez k nam zachovati racite. A toto nase zdani take V. M. oznamujem, ponevadz nas zpravy dochazeji, ze by J. M. C. do nas tezkost miti racil, ze bychom na kurfirsta J. M. pomoci valecnych ciniti nechteli, i snad J. M. C. neveda o nasich spravedlnostech a zapisich, smluvach dedicnych, kterez mame s domem saskym, do nas by proto ztiznost miti racil; a kdyz by od V. M. a nas stavuov kralovstvi Ceskeho J. C. M. jista zprava skrze poselstvi J. M. dana byla, proc a z jakych pricin toho sme uciniti nemohli, o tom verime i nepochybujem, jako o ctnem a slechetnem cisari, ze se v tom spravedlive a milostive zachovati raci k nam. A toto psani, ktere k Y. M. cinime dobrou, uprimou merou, jako milovnici vlasti sve spolu s V. M., prosime, ze je k sobe pratelsky prijiti racite. Za spesnou a rychlou odpoved V. M. prosime.
Dan na Vintrberce v nedeli kvetnou 1547.
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Rytirstvo a mesta z kraje Prachenskeho, na tento cas na Vintrberce shromazdeni. |
69. Die in Winterberg versammelte Ritterschaft und die Stadte des Prachiner Kreises berichten an die Verordneten der bohm. Stande und an die Prager, dass sie ihnen nicht zu Hufe ziehen konnen, weil sie einen feindlichen Einfall befurchten.
dd. WINTERBERG den 3. April 1547. – Aus den "Akten aller Handlungen."
(Wir) geben euch zu erkennen, als ihr uns dise vergangene Tag beschickt und vermant, das wir in Rustung auf sein euch zu Hilf ziehen und uns bei der Stat Miess auf jetzt kunftigen Montag finden lassen solten, inmassen ihr dan soliches in euerm Schreiben mit merern Ursachen ausfuren, anzeigen und ferer neben der Landsordnung vermanen thuet. Darauf wellen wir euch nit verhalten, das wir entliches Willens gewesen, uns also zu verhalten, indeme aber seindt uns Kundschaften und gewisse Anzeigungen zukumben, das nit eine kleine Anzal Volks an der bairischen Granitz eenhalb des Waldes hin und her in Steten und Markten ligen, welichs von uns nit weiter dan sechs Meil und aber von unser etzlicher Granitz nur eine halbe Meil. Und ist das Geschrei offentlich bei inen in Bayern hinder dem Walde, das sie uber uns Beheim ziehen wellen, aus Ursachen, wie wir bericht, dass wir wider den Curfursten von Sachsen sein f. G. nit haben wellen helfen, und das auch das Volk zu der Herrschaft Carlsperg gehorig, desgleichen des Bischofs von Passaw Weg und Strassen uber dem Walde in die Cron herein machen und raumen, do vorhin keiner gewesen, weliches Schlos Carlsperg als ein Granitzhaus auch die dazu gehorigen Guter Georg von Loxaw inen und das Schlos besetzt hat. Wir werden auch ferrer bericht, das er auf gedachter Herrschaft Carlsperg befolen, was fur ein Volk daselbst durchziehen wurde, solten sie sich desselben nit besorgen, noch inen einiche Verhindernus zufugen, sonder sie mit allem furdern etc. Wir zeigen euch auch ferrer an, das wir von unsern Kuntschaften Bericht empfangen, das das Geschrei enhalb des Walds ist, das die kais. Mt. mit funfzig tausent Man ziehen und in xiiii Tagen bei Ingel-stat sein sollen und das sie also fort in dise Cron zu ziehen gedenken, wo wir nun euch auf eur Begern zu Hilf ziehen und die Granitzen zeitlich nit verwaren, auch die newe gemachten Landstrassen nit verhawen und mit Volk besetzen solten, ist zu besorgen, das -wir umb unser Leib und Leben, Weib, Kinder, Hab und Guter kum-ben und in so kurzer Zeit beiden nit ein Genugen thun mochten. Derhalben bitten wir hierinen umb Ratt, wes wir uns verhalten sollen und wie ihr euch selbst zu versorgen und zu behuten gedenkt, das uns soliches von euch auch begegnen. Wo wir aber von diser jetzigen unsern Geferligkeit, deren wir dann alle Tag gewertig, entledigt, sein wir des Willens als Liebhaber des Vaterlands und euer als unserer lieben Herrn und Freund neben dem Rechten und unsern Freiheiten neben euch zu steen, zu helfen und mit nichte zu verlassen, so seind wir zu euch des entlichen Versehens und Vertrawens, das ihr euch gleichfals gegen uns verhalten werdet. Auch were ditz unser gut Bedunken, nachdem wir bericht, das die kais. Mt, dise Beschwerung zu uns haben und tragen, das wir wider den Curfursten etc nit helfen wolten. Dieweil villeicht Ihr kais. Mt. umb unsere habende Gerechtigkeiten und Verschreibungen auch aufgerichte Erbeinigungen, die wir mit dem Haus von Sachsen haben, nit Wissen tragen und dar-umben als unwissent Beschwerung gegen uns haben mochten, das Ihr kais. Mt. unsers Erachtens, wo sie von euch und uns als Stenden der Cron Beheim einen grundlichen Bericht durch Pot-schaften empfiengen, warumben und aus was Ursachen wir soliches nit thun mugen oder kunden, on allen Zweifel als ein erliebunder frumber Kaiser sich gegen uns im Fai aller Billigkeit genediglich verhalten und erzeigen wurde. Und dises unser Schreiben, so wir euch thun, beschicht von uns aus trewem Gemut als von denen, die sammt euch Liebhaber des Vaterlands sein, mit Bitt, soliches von uns freundlicher Meinung anzunemben und uns mit eilunder Antwurt nit zu saumen. Datum auf Winterberg am Samstag Palmarum im M.D.xlvii.
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N. die von der Ritterschaft und von den Steten des Prachner Kreis jetzt auf Winterberg versamblet. |
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