64. Ferdinand I Prazanum Stareho a Noveho mesta, aby hradu Prazskeho neosazovali, ponevadz lid valecny proti Hanusovi Fridrichovi vypraveny pokojne skrze Cechy tahne.
V ZLUTICICH. 1547, 30 brezna. – "Akta tech vsech veci etc.".
Zpravu miti racime, ze byste od nekoho k tomu vedeni i nabadani byli, ponevadz cizi lid valecny v zemi jest a ten skody znamenite dela, abyste verejne zhuoru byli a k tomu pro tu pricinu i hrad Prazsky osaditi chteli, aby dcery nase najmilejsi bezpecny byti mohly etc. I nepochybujem, ze ste tomu z odpovedi nasi, kteruz sme Vam z Mostu dati racili, vyrozumeli, ze s tim lidem valecnym pokojne skrze toto kralovstvi nase Ceske tahneme a pro zadnou jinou pricinu, nez pro dobre a obranu nasi a kralovstvi naseho Ceskeho, dotcene tazeni pred se sme vziti racili. A proto take k cisari J. M., panu a bratru nasemu najmilejsimu, do Hba pospichame; neb, dali Buoh, ve trech dnech na pomezi kralovstvi tohoto budeme, (ponevadz J. M. C. v pondeli minuly z Nornberka ke Hbu jiz vyjeti racil) abychom s J. M. jednali, aby J. M. tazeni sveho s J. M. lidem valecnym skrze kralovstvi nase ceske proti Hanusovi Fridrichovi, kteryz se knizetem saskym jmenuje, nebral, nez jinou cestou se proti nemu obratiti racil, jakoz pak te jiste nadeje sme, ze to pri J. M. C. obdrzeti racime. Protoz se Vam zadneho lidu valecneho ani nepratel obavati a hradu Prazskeho osazovati nepotrebi, nebrz za to Vas zadame i poroucime, ze s tim vsim u pokoji az do naseho stastneho, dali Buoh, na hrad Prazsky k snemu obecnimu prijezdu, budete. Neb v pameti mate, ze sme se po vse casy kralovani naseho k Vam milostive, jako kral a pan Vas, chovali a k tomu na jaky zpuosob sme Vam pri odjezdu nasem z hradu Prazskeho dcery nase najmilejsi poruciti racili, tak jestli zeby ktera toho potreba a Vam to od rad nasich oznameno bylo, abyste v tom dcer nasich radou a pomoci neopousteli. Ale ponevadz toho na ten cas zadna potreba, proc by hrad Prazsky osazen aneb verejne hnuto byti melo, se neuznava, nepochybujem o Vas, ze se tak pri tom, jakz vys dotceno a jako vernym poddanym nasim nalezi, povolne i pokojne zachovate a my Vam to milosti nasi kralovskou zpominati i nahrazovati racime.
Dan v Zluticich v stredu po nedeli postni Judica, leta etc. 47.
64. Ferdinand befiehlt der Alt- und Neustadt Prag das Prager Schloss nicht zu besetzen, da das Volk, das gegen Johann Friedrich im Anzuge sei, friedlich durch Bohmen ziehen werde.
dd. LUDITZ den 30. Marz 1547. – Aus den "Akten aller Handlungen".
Wir werden bericht, wie das ihr von jemanden darauf angewisen und gereizt werden solt, nachdem im Land ein frembd Kriegsvolk verhanden, welches trefflichen Schaden thuet, das ihr derhalben in Bereitschaft auf sein auf von wegen solicher Ursachen das Sloss Prag, auf das unsere geliebten Tochter sicher sein mochten, zu besetzen Vorhabens seid etc. Nun zweiflen wir nit, ihr habt aus unser Antwort, die wir euch von Brixen aus gegeben, vernomen, das wir mit demselben Kriegsvolk durch unser Cron Beheim fridlich ziehen und keiner andern Ursach halben, allein zu unserm Pessten und zu Erhaltung unser Cron Beheim gemelten Feldzug furgenomen, wie wir dann auch derhalben am meisten zu der rom kais. Mt. unserm lieben Bruderm und Herrn gen Eger eilen und ob Gott wil in dreien Tagen an den Grenitzen diser Cron sein werden (dann Ihr kaiserliche Majestat numeer am vergangnen Montag von Nurnberg auf Eger verruckt), auch das wir mit Ihrer kais. Mt. handleten, damit Ihr kais. Mt. Ihren Zug mit derselben Kriegszvolk wider Johans Friderichen, der sich Herzogen in Sachsen nent, nit durch unser Cron Beheim sonder einen andern Weg wider gedachten Widerwertigen an die Hand nemen wolten, wie wir uns dann entlich versehen, soliches bei hochgedachter kais. Mt. zu erhalten. Demnach ist es unnot euch einich Kriegszvolk oder Feinds zu besorgen, noch das Prager Slosz zu besetzen, sonder wir wellen an euch hiemit genediglich begert und auferlegt haben, das ihr mit disem allem bis zu unserer gluklichen, ob Gott will, auf unser koniglich Schloss Prag zu gemeinem Landtag Ankunft still haltet. Dann ihr werdet euch zu erinnern wissen, das wir uns in Zeit unserer Regierung gegen euch je und alwegen als eur Konig und Herr genediglich erzeiget, zu deme auch, als ihr von Prag verrucken wellen, was gestalt wir euch unsere geliebte Tochter genediglich befolen haben, nemlich wo es einiche Noturft ereischen und erfordern und soliches von unsern Kathen angezeigt wurde, das ihr im Fai unsere geliebte Tochter mit eurem Rath und Hilf nit verlassen sollet, Weil es aber jetziger Zeit Noturft (darumben das Prager Sloss besetzt oder aber das gemein Auf-pot geen sol) nit erfordert, setzen wir in keinen Zweifl, ihr werdet euch hierinnen, wie obgemelt, als den getrewen Unterthanen wol ansteet und zugepurt, guetwillig und friedsam erzeigen, das wellen wir in allen Gnaden erkennen und unvergessen halten.
Geben zu Lutitz am Mitwochen nach Judica den xxx. Tag Martii, anno xlvii unserer Reich ut supra.
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