62. Zrizene osoby od stavuv ceskych a Prazane oznamuji stavum moravskym, ze do Cech vpad nepratelsky ucinen, zadaji za pomoc s oznamenim,; ze v pondeli po kvetne nedeli do pole vytahnou.
V PRAZE, v outery po nedeli Judica, (29 brezna) 1547. – Opis v arch. JindrichoHradeckem.
My zrizene osoby od stavuov kralovstvi Ceskeho a Prazane vsech tri mest Prazskych, V. M. a Vam sluzby sve vzkazujice, oznamujem a listem timto nasim na vedomi davame, ze patrne a ocite to spatrivse, kterak kralovstvi Ceske skrz obycejne a nove jakesi obmysly i s zememi k temuz kralovstvi prislusejicimi k souzeni a potlaceni jest prislo, cemuz nechtice se dele divati, abychom tak hanebne, predkem o vseckny svobody kralovstvi Ceskeho, potom pak naposledy o nase poctivosti, hrdla a statky nase prijiti musili, kdybychom casne na odpor tomu se nepostavili: protoz z vuole pana Boha vsemohuciho a z lasky krestanske v poctu znamenitem a velikem ze vsech stavuv i take krajuo kralovstvi Ceskeho v Praze v kolleji Velike na jisty den sme se sjeli a majice tezkost nad zavedenim nasim, sneseni a narizeni pratelske mezi sebou sme ucinili, kterezto V. M. a Vam ted vytistene posilame. A ponevadz pak, jakz nas zpravy dochazeji i take sami tomu vyrozumeti muozeme, pro takove krestanske a uprime bohda nase sneseni lid valecny z rozlicneho i z ukrutneho ciziho narodu sebrany do kralovstvi Ceskeho na potupu a na zahubu nasi priveden a do koruny ceske vtrzeno jest a tak znamenite skody lidem nebohym nasilnou moci se deji, pro nic jineho, nez ze jsme my na J. M. knize Hanuse Fridricha, kurfirsta saskeho, na mandat od J. M. Kr. proti svobodam kralovstvi ceskeho vysly, vojensky tahnouti a krve krestanske nevinne bez pricin nam danych vylevati nechteli, pamatujice v tom na poctivosti nase i na starobyle a dedicne kralovstvi ceskeho s domem saskym smlouvy a sprizneni: a protoz my V. M. a Vas nasim timto listem zadajice, napominame, ponevadz tim sobe povinni a zavazani sme, abychom sebe v tezkostech neopousteli, ale proti neprateluom nasim, jakymz pak koli sobe pomahali, jakoz pak my pred lety jiz pominulymi, opovazivse se v tom hrdel i stateckuv svych, to sme nejednou skutkem dokazovali a V. M. a Vas pred Turkem, nepritelem vseho krestanstva, chranili, ze v tomto nasem nebezpecenstvi a v potrebe nam nastavajici, pomoci svou spesnou a rychlou, kdyz bychom V. M. podruhe nasim psanim oznamili, opustiti neracite a neopustite; tak abychom my, kterizto sme se zasadili predkem o cest a chvalu bozi, svobody kralovstvi ceskeho a obecni dobre a vlasti nasi prirozene, tak nespravedlive i nekrestansky k snizeni a k zahubeni skrz ouklady a rozlicne nepratel nasich obmysly privedeni nebyli. Ponevadz kdyby na nas pad prisel, (cehoz pane Boze uchovati rac) V. M. i Vy vsickni jednostajne tezkosti a padu musili byste potomne anebo take vecne sluzebnosti ocekavati. A pro snadsi vseho toho vyrozumeni pripisy listuov J. M. kurfirsta saskeho s odpovedmi nasimi na to danymi V. M. take odsilame a toho tajna pred V. M. a Vami uciniti nechceme, ze my vsickni ten pondeli po kvetne nedeli se vsi nasi vojenskou moci, dali pan Buoh, do pole vtrhnouti a proti nepra-teluom nasim se postaviti minime a chceme. Take zpravy nas dochazeji, ze by husari v znamenitem poctu na zahubu nas a kralovstvi ceskeho od nekoho skrz markrabstvi Moravske meli vedeni byti, protoz i za to V. M. a Vas zadame, ze takoveho nevazneho a bezbozneho narodu skrz zemi Vasi na nas vesti dopustiti neracite a nedopustite a byloli by tak, o tom casne ze nam vedeti a znati dati racite. Odpovedi spesne zadame. – A nez tento list nas napsan byl psani nam od pana hajtmana naseho prislo, ze sou nepratele jiz Kadan mesto vzali; toho psani pripis V. M. take odsilame.
Dan v Praze v outery po nedeli Judica leta boziho 1547.
62. Die " Verordneten" der bohm. Stande und die Prager theilen den mahrischen Standen den Einfall der Feinde in Bohmen mit, verlangen Hilfe und bemerken, dass sie Montag nach Palmsonntag mit ihren Truppen ins Feld ziehen werden.
dd. PRAG, Dienstag nach Judica (30. Marz) 1547. den "Akten aller Handlungen".
Wir N. die verordente Personen von den Stenden des Konigreichs Beheim und die Prager der dreier Stete embieten E. G. und euch unsere Dienste und geben E. G. und auch hie mit disem Brief zu erkennen: Nachdem wir erfaren und augenscheinlich gesehen, wie ditz Konigreich Beheim sambt den zugehorigen Landen, durch etliche ungewonliche und neue Funde zu Orderung und Verderb kumben, wellichen wir lenger zusehen wellen, das wir so schentlich, frevenlich umb alle Freiheiten des Konigreichs Beheim nachmals umb unser Eer, Leib und Guter komben solten, wo wir deme nicht zeitlichen Widerstand gethan hetten. Derhalben aus dem Willen des Almech-tigen und christlicher Liebe seind unser ein ansehenliche Anzal aus allen Stenden und Kreisen des Konigreichs Beheim geen Prag in das grosse Collegium auf einen ernenten Tage zusamenkumen und als wir an bemelten unsern Verfurungen grosse Beschwer getragen, haben wir zwischen uns ein freundliche Vereinigung und Ordnung gemacht, weliche Vereinigung wir hiemit im Druck verfertigt E. G. und Euch zuschicken. Dieweil nun, wie wir bericht, und selber wol erkennen mugen, von wegen unserer christlichen und ob Got wil aufrichten Vergleichung, ein Kriegsvolk von mancherlei und grausamen fremden Nationen zusamen gebracht und in die Kron Beheim zu Untertruckung und Verwuestung unser gefurt und numals schon ankumben, dardurch den armen Leuten durch Macht und grossen Gewalt merklicher Schaden geschieht, umb nichte anders willen, dann das wir wider churfurstliche Gnad Herzog Johans Fridrichen zu Sachsen, auf kon. Mt. wider des Kunigreichs Beheim Freiheiten ausgangen Mandat mit Kriegszmacht nit ziehen und das unschuldig christlich Blut ohne alle uns gegebne Ursach nit vergiessen wellen, in welichem wir auf unser Eer und alte lobliche Erbeinigung, so zwischen uns und dem Haus von Sachsen auf-gericht, gedacht und dasselb erwegen. Derhalben ermanen wir E. G. und euch hie mit disem Briefe, dieweil wir einander verpunden und schuldig sein, das wir einander in Noten nit verlassen, sonder wider unsere Feind, wer die sein, helfen sollen, als wir dann soliches verschiner Jaren, unangesehen unser Leib und Guter, nit einmal wurklichen wider den Turken erzeigt und E. G. und euch von dem Turcken als Feind der ganzen Christenheit beschutzt haben, ihr wellet auch uns in diser unser zustehenden Gefahr mit eilunder und behender Hilf, wann wir E. G. und euch zum andermal mit unserem Schreiben ersuchen werden, nit verlassen, damit wir als die so sich zu Eure und Lob Gottes, von wegen Wolfart, Nutz und Gedeien des Konigreichs Boheim zuforderist in die Gefahr gesatzt nit also wider Recht und so unschristlich zu Untergang und Verderb durch manicherlei unserer Feinde Pracktiken, Aufsatz und Anschlege gefurt wurden. Dann ob anicher Fai, den Gott gnediglich abwenden welle, auf uns kerne, wurden E. G. und ihr gewisslich sambt uns gleiche Beschwerungen und Fai, folgents auch ewige Dienstbarkeit zu gewarten haben. Und damit E. G. und ihr alles dises Handels einen grundlichen Bericht bekomen muget, schicken wir eur Genaden und euch die Abschrift churfurstlicher Gnaden Schreiben an uns und wiederumb unser darauf gegebne Antwort und wellen E. G. und euch auch nit verhalten, das wir, wils Got, auf kunftigen Montag nach Palmarum allesambt mit aller unser Heereskraft in das Feld zu rucken und unsern Feinden unter Augen zu ziehen vermeinen und wellen. Wir sind auch bericht, das von jemanden Hussaren in einer ansehenlicher Anzal zu Verderb unser und des ganzen Kunigreichs Beheim durch das Markgrafthumb Merhern gefurt werden sollen werden. Gelangt derhalben an E. G. und euch, das ihr soliche verwegen und gotlose Nation durch eur Land uber uns zu furen nit gestattet noch zulasset. Und ob soliches geschehe, wellet uns darvon zeitlichen anzeigen und begern also von euch einer eilunden Antwurt und eedann diser Brief gefertigt worden, ist uns ein Schreiben von unserm obristen Feldhauptmann zukumben, das die Feind Kadan schon eingenomben, weliches Schreiben wir E. G. auch hiemit ein Abschrift zusenden.
Geben Prag am Mitwochen nach Judica anno etc im MDxvii.
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