59. Kaspar Pflug z Rabstyna radam ode vsech tri stavuv volenym a Prazanum, ze knize Mauric na Jachymov tahne.
NA BECOVE, 1547, 27 brezna. – "Akta vsech tech veci" etc.
Oznamuji Vam, ze jsou Jochmstalsti na mne vznesli a jistou zpravu mi dali, tak jakz pak i spehove moji s nimi se srovnavaji, ze knize Mauric na ne jistotne tahne a husarove, kteriz az k Kla-sterci, jen tri mile od Jochmstalu a sest mil ode mne lezi, sou sjezdy i skody ucinili a slyseti se dali, ze do Jochmstalu vpadnouti a plundrovati, mordem a ohnem je hubiti chti: i mne sou vtom zadali za opatreni, tak jakz z jich psani, kterez Vam ted zapecetene i odpoved mou posilam, porozumeti moci budete. I ackoli od Vas zadneho poruceni nemam, jak bych se k Jochmstalskym chovati mel a na ten artikul, kteryz sem pri od jezdu svem o tez Jochmstalske Vam podal, zadne mi odpovedi dano neni, vsak uvazujic, ze jest vsi zeme potreba, aby se spesne opatreni stalo, sam, coz najvice lidu sveho miti mohu, zitra bohda po datum listu, neb sem dne vcerajsiho totiz v sobotu v noci tepruv o tom zvedel, ve jmeno pana Boha vsemohuciho do pole proti tymz neprateluom a zahubcim zemskym polozim; pan Buon rac dati milost i pomoc svou, aby jim mohlo tak kvapne odolano byti. Take sem blizkym krajuom psani ucinil, aby jakz jich me psani dojde, hned zhuoru byli a k Becovu tahli; nadeji se, ze tak ucini. A ponevadz nepratel sila a zvlaste od jizdnych znamenita jest i jinym krajum sem tez psal, aby radeji odpor podstatny jim se ucinil, tak abychom tech hosti z zeme vybyti mohli prve, nezli by se s tim lidem, kteryz cisar vysila, strhli. Kterazto psani Vam odsilam a jestli se Vam tez za potrebne zda, prosim, ze jim je rozeslete a to tak pred sebe brati racte, abych pomoci spesnou opusten nebyl, odkudz by posmech i skoda nenabyta kralovstvi tomuto prijiti mohla. S tim Vas milosti pana Boha vsemohuciho poroucim.
Dan na Becove v nedeli po vteleni pana Krista leta etc. 47.
59. Kaspar Pflug von Rabstein berichtet an die "Verordneten" der bohmischen Stande und an die Prager, dass Herzog Moritz auf Joachimsthal ziehe.
dd. PETSCHAU den 27. Marz 1547. – Aus den "Akten aller Handlungen."
Ich gib euch zu erkennen, das die aus dem Jochimstal an mich gelangen lassen und gewissen Bericht gethan, inmassen sich dan auch meine Kuntschaften mit ihnen vergleichen, das Herzog Moritz sie gewisslich uberziehen welle und die Hussaren, so bis zum Closter drei Meil vom Jochimstal und sechs von mir ligen, Schaden und Einfal gethan haben und sich ferrer horen lassen, das sie in dem Jochimstal Einfall thun, sie plundern, mit Schwert und Feur verderben wellen und haben mich darauf umb Einsehung gebeten, wie ihr dann aus ihrem Schreiben, so ich euch hiemit verpetschafft sambt meiner Antwurt zuschick, ver nemen werdet. Und wiewol ich von euch kein Bereich hab, wie ich mich gegen denen vom Joachimstal verhalten sol, so hab ich auch auf denselben Artikel, den ich bei euch bei meinem Abreisen der vom Jochimstal halben eingelegt, kein Antwurt bekumen, doch in Erwegung das es des ganzen Lands Noturft ereischen wil, damit zeitliche Fursehung geschehe, hab ich fur mich selbst, was ich am meisten Volks aufbringen mag, morgen ob Got wil nach dato ditz Briefs (dann ich gestrigs Tags, das ist am Samstag zu Nachts erst soliches erfaren) mit Hilf des Almechtigen in das Feld wider gedachte Feind und Landbeschediger legern wil, Gott welle Gnad und Hilf verleihen, das ihnen also eilund Widerstand beschehen mochte. Ich hab auch den negst gesessnen Kreisen Schreiben gethan, das sie alsbald in Angesicht meins Schreibens auf sein und gen Petschau ziehen, versih mich, sie werden sich also verhalten. Dieweil dann die Feind stark und sonderlich zu Ross sein, hab ich auch in andere Kreis gleich-fals geschriben, auf das lieber ein statthafter Widerstand geschehe, also das wir der Gest aus dem Land ledig mochten werden, ee dann sie mit dem Volk, so der Kaiser abfertigt, zusammen-stossen. Weliches Schreiben ich euch hiemit zuschick, ob es euch auch fur gut ansehe. So ist mein Beger, wellet ihnen soliches ubersenden und die Sach dermassen furnemen, damit ich mit eilun-der Hilf nit verlassen wurde, auf das dardurch diser Cron Schimpf, Spot und ein unuberwindlicher Schaden nit zustehe und wil euch hiemit dem Almechtigen in sein Gnad befolen haben.
Datum Petschau am Sontag post incarnationis Christi anno etc im xlvii.
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