58. Ferdinand I. osobam zrizenym ode vsech stavu a Prazanum odpovida na ztizne jich psani, ze knizata Mauric a August zadneho nepratelskeho vpadu do Cech neucinili, nybrz ze s nim skrze kralovstvi Ceske tahnou k cisari, aby Hanuse Fridricha, jenz do Cech vpad ucinil, potrestali.
V MOSTU, 1547, 26 brezna. – Opis v archivu Jindricho-Hradeckem.
Psani Vasemu nam ucinenemu sme vyrozumeli a tuto Vam na to odpoved davame: ze jste tomu z predeslych listuov nasich odevrenych i jinak bezpochyby dostatecne vyrozumeti mohli, ze toho umyslu spolu s osvicenymi Mauricim a Augustem, knizaty saskymi a markrabi misenskymi a Hanusem Jirikem, markrabi brandeburskym, ujci nasimi vernymi milymi, jako s pomocniky nasimi v erba-nuucich spriznenymi, byti racime, k cisari rimskemu J. M., panu a bratru nasemu najmilejsimu, tahnouti; jakoz sme pak to uciniti a s vys psanymi knizaty, Jich L. jiz vytahnouti a dnes osobou nasi sem prijeti racili. A ponevadz toho jistou zpravu mame, ze jest Hanus Fridrich, ktery se knizetem saskym jmenuje, do kralovstvi naseho ceskeho s lidem svym valecnym vpad udelal a Jochmistal i take Priseznici, v tomto kralovstvi lezici, vzal a prisahu jim proti nam, jakozto krali ceskemu, vydati rozkazal: chtic my dotcene kralovstvi pred dalsimi skodami, zahubami a vpady uvarovati, (jakoz jest pak az posavad na nasi pilnosti a peci, coz sme pro ochranu a obranu tehoz kralovstvi dobreho a uzitecneho znati racili, nic neschazelo) protoz jest toto valecne tazeni od nas a svrchu psanych knizat skrze kralovstvi toto ceske a zadnym jinym zpuosobem nez pro obranu a obhajeni dotceneho kralovstvi a tak dale k cisari J. M., kteryz toho po nas zadal a tak miti racil, predsevzato; neb skrze Jich L. knizata zadnemu jest se tudy zadne skody nestalo nez kazdemu se, coz s lidem svym protravi, platilo a plati. A v pravde se pri nas snasi, ze ste nad tim, ze jsou taz knizata toto tazeni podle nas pro obranu kralovstvi ceskeho a jinych poddanych svych predsevzali, mensi ztiznost, nezli to, ze jest od nepritele na toto kralovstvi sazeno a do neho se vpad stal, miti a nesti a to k mysli Vasi pripustiti meli a mohli, neb sme nikda na tom nebyli a nejsme, abychom co na kralovstvi nase Ceske aneb Vas, coz by proti svobodam byti melo, vzkladati meli; nez vzdycky jste to v skutku, jakz nepochybujem, pri nas sezna vali, ze jsme tez kralovstvi a Vas milostive opatrovati, obhajovati i ochranovati racili a mimo slusne neobtezovali. A tak predce na tom byti a zitra ve jmeno pana Boha vsemohuciho spolu s tymiz knizaty odsud se hnouti a k cisari J. M. pritahnouti racime, aby tudy dotceny Hanus Fridrich, ktery se knizetem saskym jmenuje, pro svou neposlusnost a zle predsevzeti skutecne trestan a kralovstvi, zeme i poddani nasi verni mili v dobrem pokoji tim lepe byti a trvati mohli.
Dan v Mostu v sobotu po panny Marie zvestovani leta etc 47.
58. Ferdinand 1. antwortet den " Verordneten" der bohm. Stande und den Pragern auf ihre Beschwerde: dass die Herzoge Moritz und August nicht feindlich in Bohmen eingefallen seien, sondern dass sie mit ihm durch Bohmen ziehen, um sich dem Kaiser anzuschliessen und den (Kurfursten) Hans Friedrich, der in Bohmen eingefallen sei, zu bestrafen.
dd. BRUX, den 26. Marz 1547. – Aus den "Akten aller Handlungen".
Wir haben Eur Schreiben des Datum Prag am Tag Marie Verkundung emphangen und seines Inhaltes vernomen und wellen euch darauf nit bergen, das wir nit zweiflen, ihr habt aus unsern Mandaten, so derhalben ausgangen und sonsten zur Genuege versteen mugen, das wir uns sambt den hochgebornen Moritzen und Augusten Ge-bruedern, Herzogen zu Sachsen, Landgrafen in Doringen und Markgrafen zu Meichsen, auch Hans Gorgen Markgrafen zu Brandenburg, zu Stetin, Pommern, der Cassuben und Wenden etc Burggrafen zu Nurmberg und Fursten zu Rugen unsern lieben Oheimen und Fursten, als die uns mit Erbeinigung und sonst verwant zu der rom. kais. Mt. unserm lieben Brudern und Herren zu begeben Willens. Dieweil wir dann glaubwirdigen Bericht empfangen, das der Echter Johans Fridrich unser Kunigreich Beheim angegriffen, uns und unser Cron Eigenthumb den Jochmistal und die Pressnitz durch sein Kriegsvolk eingenomben und wider uns als regirunden Kunig zu Beheim schweren lassen, haben wir solichen Zug durch dises Kunigreich, auf das dasselb vor ferrern Schaden, Nachteil und Eingriff verhuet mocht werden, wie wir dann je und alweg an unserm muglichen Fleiss, was zu Bewarung der Cron dienstlich und nutzlich, nichts erwinden lassen mit ihren Liebden an die Hand genomben und heut dato hieher mit unser koniglichen Person ankumben und also solicher Zug von uns und ihren Liebden und sonst keiner anderen Gestalt, dan zu Beschutzung der Cron Beheim und zu hochgedachter rom. kais. Mt., die es von uns begert, und also haben wellen, fur-genomben, auch durch ihre Liebden und derselben Kriegsvolk niemanden kein Schaden zugefuegt, sonder gute Bezalung beschehen. Dann ihr unsers Erachtens ob dem, das unser Cron angegriffen und unser Eigenthumb eingezogen billicher mer Beschwerungen, dann das gemelte Fursten uns und der Cron zu Nutz, Gutem und Erhaltung derselben zugezogen, tragen und zu Gemuet fassen sollet. Wir seind auch nicht des Willens gewesen und noch nit, das wir unser Cron Beheim oder euch was wider eure Freiheiten auferlegen wolten, sonder ihr habt nie anderst befunden, dann das wir die Cron je und albeg geschutzt und geschirmt und mit keinem unpillichen Handl beladen und sein darauf also noch in dem Namen des Allmachtigen des Willens uns sambt ihren Liebden als Morgen zu erheben und zu kais. Mt. zu ruken und zusamben zu stossen, auf das der Echter Johans Fridrich wegen seines Ungehorsambs und frevenlichen Thaten gestraft, unsre Konigreich, Land und Leut beschutzt, beschirmt und in desst pesser Rue bleiben mugen etc.
Geben in unser Stat Prixen Sambstag nach annuntiationis Marise den xxvi Martii anno etc im xlvii unserer Reich u. s.
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