55. Zrizene osoby od stavuv napominaji knizete saskeho Maurice, aby s knizetem Augustem a s vojskem svym ihned z Cech vytahl, jinak ze by museli jine opatreni uciniti.
V PRAZE, 25 brezna 1547. – Opis v archiyu Jindricho-Hradeckem.
Sluzby nase etc. – Zpravy nas dochazeji, kterak by V. kn. M. s osvicenym knizetem Augustem, bratrem V. kn. M., techto dnuov s nemalym poctem lidu jizdneho i take s husari do zeme teto a do kralovstvi ceskeho vtrhnouti a u mesta Mostu aneb snad v temz meste poloziti se racili, o cemz my zadneho psani od J. M. Kr., pana naseho milostiveho, nemajice, jakym zpuosobem a behem-li pratelskym cili nepratelskym se to deje nevime, ani take tomu vyrozumeti nemuozeme; nebrz pri nas jest to s nemalym podivenim, ze bez vedomi stavuov kralovstvi Ceskeho i vsech obyvateluov nas cizi narodove zpusobem zbrojnym a valecnym do kralovstvi tohoto se vedou a pousteji. A protoz na miste vsech tri stavuov i take obyvateluov kralovstvi tohoto, tolikez i sami od sebe V. kn. M. napominame, ze z kralovstvi a z zeme teto ceske s takovym poctem lidu valecneho vytrhnouti a do zemi V. kn. M. i take do jinych, ktere by k korune ceske nenalezely, obratiti se V. kn. M. raci, tak aby obyvateluom kralovstvi tohoto skody se nedaly a my pokoje uziti mohli. Neb jestlize by se toho nestalo a V. kn. M. s tymz valecnym lidem predce v kralovstvi Ceskem na skodu obyvateluv kralovstvi tohoto lezeti racili, V. kn. M. zadame, jestlize bychom na jake jine cesty za pricinami temito, nam danymi, pomysliti a zemi tuto i take nas vsecky jinak ne-kterak, nez nyni opatreni jsme, opatrovati i opatriti musili, ze nam v tom V. kn. M. za zle miti neraci; ponevadz my V. kn. M. ani zadnemu jinemu zadnych pricin slusnych a spravedlivych k nepokoji nikdyz jsme nedavali ani jeste nedavame.
A byl-li by ten umysl V. kn. M. k mestu Jochmitalu tahnouti, o tom V. kn. M. oznamujem, ze mesto to na ten cas stavuom kralovstvi ceskeho nalezi, kterezto my, jakozto verni poddani pro dobre krale J. M., pana naseho a kralovstvi tohoto Ceskeho s pomoci pana Boha vsemohuciho pokudz mozne bude, opatrovati minime. Za odpoved spesnou, jiz bychom se spraviti mohli, V. kn. M. zadame po nasem tomto poslu.
Dan v Praze v patek den zvestovani blahoslavene panne Marii leta boziho 1547.
55. Die "verordneten Personenl der bohm. Stande und die drei Prager Stadte ermahnen den Herzog Moritz von Sachsen, dass er mit seinem Volk und mit dem Herzog August alsogleich Bohmen raume.
dd. PRAG, 25. Marz 1547. – "Aus den Akten aller Handlungen".
Wir werden bericht, das E. f. G. mit dem erlauchten hochgebornen Fursten Herzog Augusto etc. E. f. G. Brudern diser verschinen Tag nit mit einer kleinen Anzal Volks zu Ross auch Hussaren in dise Cron Beheim gerukt und bei der Stat Brixen und villeicht gar in der Stat drinen sich gelegert solten haben. Dieweil wir aber derhalben von der kon. Mt. unserm gnedigisten Herrn kein Schreiben entpfangen und konden also nit wissen noch verstehen, ob soliches freundlicher oder un-freuntlicher Meinung oder in ander Weg beschicht, wil uns nit wenig befrembden, das one Wissen der Stende diser Cron und aller unser Inwoner ein frembde Nation mit einer Kriegsrustung in dises Konigreich gefuert und eingelassen wirdet, derhalben in Namen aller dreier Stende und Inwoner jetzt gemelter Cron Beheim auch von wegen unserer selbst wellen wir E. f. G. vermant haben, das E. f. G. mit solichem Kriegsvolk auss diser Cron Beheimb widerumb rucken und in E. f. G. und andere Lande, die zu disem Konigreich nit gehoren, ihren Zug nemen wolten, also das den Inwonern dises Kunigreichs nit Schaden zugefugt und wir zufriden sein mochten. Dann wo soliches nit geschehe und E. f. G. mit gedachtem Kriegsvolk fort in diser Cron Beheim zu Schaden und Nachtheil den Inwonern jetzgemeltes Kunigreichs Beheim ligen und wir etwo auf andere Mittel von wegen diser uns gegebenen Ursachen gedenken, das Land auf uns selbst anders dann wir jetzt versehen sein, versorgen und bewaren musten, bitten wir E. f. G. darfur, die wellen uns soliches nit verargen, in Ansehung, das wir E. f. G. noch jemanden andern kein billiche und rechtmessige Ursachen zu Unfrid nie geben haben und noch nit geben.
Und wo auch E. f. G. Gemuet were zu der Stat Johaimstal zu rucken, wellen wir hiemit E. f. G. angezeigt haben, das gedachte Stat jez-ziger Zeit den Stenden des Konigreichs Beheim zusteet, weliche wir als die getreuen Unterthanen zu gutem der kun. Mt. unserm gnedigisten Herren und disem Konigreich Beheim mit Hilf des Almechtigen, sovil es muglich sein wirt, zu versorgen gedenken und begern hierauf von E. f. G. einer eilunden Antwort bei disem unserm Poten, darnach wir uns zu richten wissen.
Datum zu Prag am Freitag nach Verkundigung Marie anno etc. xlvii.
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