40. Ferdinand I Prazanum vsech tri mest, ze k zadosti jich minci slezskou toho casu srovnati na zrnu dati nemuze pro jina velika zaneprazdneni.
V DRAZDANECH, v outery po nedeli postni Oculi, (15 brezna) 1547. – "Akta vsech tech veci" etc.
Ferdinand etc. Poctivi a opatrni verni nasi mili! Ztiznosti Vasi strany mince, o kterez jste nam psanim Vasim oznamili, sme sireji vyrozumeti racili, kterezto ztiznosti do Vas ani do obci sme se nenadali. Neb tu minci, kterouz sme ve Vratislavi zaraziti dali, stalo se s pilnym uvazenim a radou knizat i vsech stavuov knizetstvi Slezskeho pro dobre a uzitecne tehoz knizetstvi a jinych poddanych nasich a v tom jsme zadneho uzitku naseho hledati neracili a nehledame, aniz take jaky uzitek z tez mince miti racime. A k tomu knizata a stavove jmenovaneho knizetstvi Slezskeho zadne ztiznosti jine nad touz minci nasi predesle nemeli, nez tu, ze sou nas nejednou za to ponizene prosili, ponevadz taz mince nase na zrnu a srotu lepsi a vyssi jest nez polska a z te priciny se z zeme jako dobra mince vynasi a zla v zemi zuostava, abychom tez minci nasi uleviti, ji s polskou srovnati a na lehcejsi zrno zaraziti dati racili; cehoz se nam pro jine poddane nase uciniti nezdalo. Neb taz mince nase hned zprvupocatku jest na gros tolsky sasky zarazena a podnes se tak bez umenseni mincuje, kteryzto gros tolsky sasky vsudy v kralovstvi Ceskem a ve vsi risi i v jinych kralovstvich a zemich nasich se tak jako jini jochmstalsti bere a vydava, a dotcena mince nase vselijak na zrnu i srotu tak dobra jako jmenovani grosi sassti jest. Protoz ste slusne prve dotcenou minci, nez ste to na nas vznesli, zprubovati dati meli, abychom o tom vedouc, bylali by se lehcejsi taz mince na zrnu neb srotu, nez po cem se vydava a bere, na pruobe nasla, k mincmejstru nasemu ve Vratislavi o to hledeti a to k slusne naprave privesti byli racili. Ale ponevadz casto psana mince nase za to, zac se bere. stoji a s tou minci a zrnem saskym, kteraz v kralovstvi Ceskem jde, se srovnava, nemuozeme pri tez minci nasi, na ten cas nejsa v kralovstvi ceskem a souc jinymi znamenitymi vecmi zaneprazdneni, jakeho zastaveni ciniti, nez pri stastnem, dali Buoh, prijezdu nasem na hrad Prazsky, na snemu obecnim, vyrozumej ic tomu, racime se v tom, pokudz nam nalezite bude, milostive zachovati, tak ze sobe zadny pri tom nicehoz slusne ztezovati nebude miti. Nez jestlize zide co toho neporadneho strany vexlovani a stribra ven z zeme vezeni, proti predeslym nasim a snemovnim zapovedem, pred se berou, o tom zrizenym radam komory nasi na hrad Prazsky, aby to zastavili, psati racime.
Dan v Drazdanech v outery po nedeli postni Oculi leta etc. 47.
40. Ferdinand erklart den drei Prager Stadten auf ihre Beschwerden, dass er das Munzwesen im gegenwartigen Augenblicke wegen anderweitiger Beschaftigungen nicht regeln konne.
dd. DRESDEN, den 15. Marz 1547. – Aus den "Akten aller Handlungen".
Ferdinand etc. Erbare und ersame lieben Getreuen. Wir haben Eur Beschwerung, so ihr uns der Munz halben in Euerm Schreiben anzeigen thuet, nach lengs vernomben, und hetten und solcher Beschwerung bei euch und der Gemein nit versehen aus Ursachen, das wir die Munz zu Preslau mit vorgehabten zeitlichen Rat der Fursten und aller Stende in Slesien zu Gutem, Nutz und Frumben bemelts Furstenthums und anderer unserer getreuen Underthanen aufrichten lassen und darinnen unsern eigen Nutz nit gesucht auch noch nicht suchen. Dan wir von bemelter Munz keinen Nutz oder Geniss entpfahen, so haben auch die Fursten und Stende bemelts Fursten-thumbs gedachter Munz halben kein andere Beschwerung gehabt, allein das sie uns oifternmal unterthenigist gebeten, weil unser Munz am Korn und Schrot besser dan die polnische Munze, und das dardurch unser Munz aus dem Lande gefurt und die pose ini Land gelassen, wir wolten bemelte unser Munz an Korn und Schrot ringern und mit der polnischen Munz vergleichen lassen, welches wir aber von wegen unserer Unterthanen zu thuu nit gedacht. Dann bemelte unser Munz ist bald in Anfang auf den sachsischen Taler gemunzt worden und wirdet also fortan bis auf heut ohn Ringerung gemunzt, dan bemelter sachsische Talergroschen wird im ganzen Pieich auch in allen unsern Konigreichen und Landen wie ander Talergroschen ge-nomben und ausgegeben; so ist auch gedachte unser Munz allenthalben am Schrot und Korn so gut, als die sachsischen Taller. Derhalben hettet ihr euch billich solicher Beschwerung hierinnen enthalten, und die Munz, ehe und zuvor ihr soliches an uns gelangt, probiren lassen, damit wir alsdann, wo bemelte Munz am Schrot und Korn geringer, dann sie darfur ausgeben, befunden, unsern Munzmeister zu Presslau darumen furnemen und soliches zu Ergetzlichkeit bringen mugen. Und weil dann bemelte unser Munze des (wie sie genomben) wirdig und sich in Schrot und Korn mit der sechsischen Munz, so in Beheim genommen, vergleichet, konen wir dieser Zeit, weil wir ausser der Cron sein, und mit andern wichtigen Gescherten beladen, bemelte Munz nit sperren, aber bei unser glucklichen Ankunft auf das Prager Schloss auf dem gemeinen Landtag, wellen wir uns nach genugsamer Erkundigung im Fall der Billigkeit gemes, damit sich niemands zu beschweren hab, verhalten. So aber die Juden etwas Unordent-lichs wegen Aufweckslung und Verfuerung des Silbers aus dem Lande wider unser Verpot und Landtagsbewilligung furgenommen, haben wir unsern Cammerrathen in Beheim soliches abzustellen auferlegt. Wollten wir euch auf euer Schreiben zu antworten nit verhalten.
Geben zu Dresen Dinstag nach Oculi anno im xlvii unserer Reich ut supra.
Allen drey Prager Steten.
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