31. Ferdinand I Prazanum vsech tri mest Prazskych, ze sluzebnici pri dvore jeho kralovskem pohruzek zadnych mestum Prazskym necinili, Prazane sami vsak, aby puvodce a rozsirovatele hanlivych reci a pisni proti krali potrestali.
V OUSTI N. L. v nedeli masopustni (20 unora) 1547. – "Akta vsech tech veci" etc.
Verni nasi mili! Psani Vasemu, kterez ste nam ucinili, v nemz sobe do nekterych osob pri dvore nasem, jake by reci na tezkost Vasi a mest Prazskych mluviti mely, ztezujete, nas v tom za milostive a skutecne opatreni s ponizenosti prosic, sireji sme vyrozumeti a v pravde toho neradi uslyseti racili; neb sme vzdycky pri dvore nasem toho setrili i nad tim ruku drzeli, aby se zbytecnych reci od sluzebnikuov nasich nedalo a kdyz sme co takoveho prezvedeli, trestanim sme toho pomijeti neracili. Jakoz pak i nyni, kdyz jest nam psani Vase prineseno, hned sme marsalku nasemu dvorskemu poruciti racili, aby osoby, kterez k kuchyni nasi nalezi i toho ksir-mistra, o kteremz zminku cinite, pred se povolal a jim to, coz ste nam napsali, predlozil: a tak zachovajic se tyz marsalek nas v tom podle rozkazu naseho, kdyz jest jim to oznamil a ztizil, vsickni sou tomu odpirali, pravic, ze sou toho nemluvili. I ponevadz ste nam pak zejmena neoznamili, kdo by ty osoby v kuchyni byti mely a my nyni v Litomericich jiz nejsme, ani ten Jirik Kramar, na kterehoz se odvolavate, zde take neni, nemohouc se na ten cas nicehoz toho dale a gruntovne uptati, protoz toho az do stastneho, dali Buoh, prijezdu naseho na hrad Prazsky odkladati racime a pri tom casu na dalsi pripomenuti Vase, vyrozumejic tomu vsemu sireji, tak se v tom spravedlive zachovati racime, ze to Vam i kazdemu zname bude, ze nad tim a temi a takovymi recmi, kterez by se byly tak zbehly, zadne libosti nesti neracime. A k tomu sme jiz take hofmistru, kteryz pri dcerach nasich najmilejsich na hrade Prazskem jest, psanim nasim porucili, aby hned dvoranuom a sluzebnikuom Jejich Lasek, kteri v Praze zuostali, prikazal, aby vselijakych reci zbytecnych nechali.
Avsak Vam take pri tom milostive vedeti davame, ze nas nejedny jiste zpravy dochazeji, kterak v mestech Prazskych na potupu, lehkost a ujmu duostojenstvi cisare J. M., pana a bratra naseho najmilejsiho i osoby nasi kralovske rozlicne traktaty hanlive i pisne se tisknou, zjevne prodavaji a k tomu vymyslene reci vuobec na rynku, po ulicich i v domich senkovnich i hostinskych pro-skakuji, pisne nenalezite se zpivaji a najvice k ujme cisare J. M. a nasi, jakoz pak toho drahne jest nam odeslano. Nez proto jsme nikda o tom slyseti neracili, ani jakou toho vedomost mame, aby kdo pro ty a takove svevolne a zoumyslne reci a traktuov tisteni, prodavani i pisni zpivani a skladani trestan byl, neb to vuobec byli zapovedeli, nebrz kazdemu se to promiji a toho dopousti. Ale sme te jiste dokonale nadeje k Vam, jakozto k vernym poddanym nasim, ze toho vice dopousteti nebudete, nez bez prodlevani zastavite a skutecne o to, aby se toho vice k ujme a zlehceni J. M. C. i nasemu nedalo, trestati date a v tom se jako verni poddani nasi, znajic vec slusnou i spravedlivou byti, poslusne zachovate, jinace necinice.
Dan v Ousti n. L. v nedeli masopustni, leta etc. 47.
31. Ferdinand bemerkt gegen die Prager Stadte, dass sich seine Diener keine Drohungen gegen sie erlaubt hatten und fordert sie auf, dass sie die Urheber und Verbreiter von Schimpfreden und Spottliedern gegen ihn (den Konig) zur Strafe ziehen mogen.
dd. AUSSIG AN DER ELBE, den 20. Februar 1547. – "Aus den Akten aller Handlungen".
Lieben Getreuen. Wir haben Eur Schreiben, darinen ihr Beschwarung wider und gegen etzlichen Personen unsers Hofgesinds, was sie fur Reden euch und den Prager Steten zu Nachtheil von sich horen sollten haben lassen, furwenden thuet uns hierinen umb genedigiste, pilliche und wurkliche Einsehung unterthenigist bittunde etc nach lengs vernomben und soliches nit gerne gehort, dann wir je und allweg bei unserm kun. Hof sonderliche Aufmerkung gehabt, Hand darob gehalten und noch damit vergebne Reden von unserm Hofgesind nit geschehen und wann uns was solches furkumben, haben wir es ungestraft nit lassen hingen. Inmassen wir dann auch jetzt alspald uns euer Schreiben zukomben, unserm Hofmarschalk Befehl geben, das er die Kuchelparthei und was also fur Personen zu unserer kun. Kuchel gehoren, auch den Geschirmeister, des ihr auch in eurem Schreiben Meldung thuet, fur sich erforder und ihnen das, was ihr euch also beschwert, furhalte. Als sich aber unser Hofmarschalk unserm Befehl nach gehorsamblich verhalten und solches ihnen mit Beschwer anzeigt, hat keiner der Red gestehen wellen, sondern furgeben, sie hetten es nit geredt. Dieweil ihr uns dann, wer dieselben Personen in der Kuchelpartei sein sollen, mit Namen nit vermeldt und wir numals nit mer zu Leitmeritz sein, auch derselb Georg Kramer, darauf ihr euch beruft, nit verhanden, haben wir uns im Fall jetziger Zeit ferrer nichts grundliches erkundigen noch erfaren mugen. Derwegen wellen wir es auf ditzmal bis zu unsern glucklichen, ob Gott will, auf das Prager Sloss Ankunft verschoben und verlegt haben, alsdann und zu derselben Zeit wellen wir uns auf euer unterthanigist ferrer Ansuchen nach genugsamber Erkundigung im Fall billich erzeigen, und verlhalten derniassen, das ihr und meniglieli spuren und abnemben werden, das wir darob und ob solchen und dergleichen Reden, die geschehen weren, kein Gefallen tragen. So haben wir auch unserer geliebten Tochter Hofmeister, so auf un-serm Prager Sloss bei ihren Liebden blieben, schriftlich auferlegt und befolhen, das er ohn Verzug ihrer Lieb Hofgesind, so alido zu Prag sein, ernstlich verpiete sich aller vergebner, ungeburlicher und dergleichen Red zu enthalten.
Doch wellen wir euch daneben genedigiger Meinung nit pergen, das wir zum ofternmal glaubwirdig bericht, wasmassen in Prager Steten zu Schimpf, Verkleinerung und Abbruch der rom. kais. Mt. unsers lieben Brudern und Herrn, auch unser selbst kun. Person, Hocheit, allerlei schmachliche Traktatlein und Lieder im Druck ausgeen und offentlich verkauft, darzu viel seltzamer erdichter Reden in Gemein am Platz, auf den Gassen und in oflen Wirts- und Schenkenheusern gehort, auch unbilliche Lieder, am meisten der kais. Mt. und uns zu Schimpf und Spot, wie gemelt gesungen werden, wie uns dann desselben ein guter Theil zugeschickt. Aber gleichwol haben wir bisher nit gespurt noch einicherlei Wissen entphangen, das Jemands von wegen solicher mutwilliger, unerberen Reden und in Druk ausgangner auch offentlich verkaufter Tractaten und der Lieder, Tichtung und Singen gestraft oder offentlich verboten were worden, sonder werden soliche Reden zugesehen und gestatet. Doch sein wir zu euch als den getreuen Unterthanen der genzlichen Zuversicht, ihr werdet solches nit mer zulassen, sonder unverzogenlich abschaffen und damit solches zu Schmach und Verkleinerung der kais. Mt. und unser nit mer geschehe, mit der That, wie wir uns genzlich zu euch versehen, strafen lassen. Daran verbringt ihr als unsere getreue Unterthanen zusambt deme, das es billich, unsern entlichen Willen und Meinung.
Geben in unser Stat Aussik an der Elb am Sontag der Herrn Fasnacht den xx Februarii anno etc. im xlvii. unserer Reicht ut. s.
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