29. Prazane vsech tri mest zadaji Ferdinanda I, aby pohruzlivym recem o zkazeni mesta Prahy, kterez sluzebnici kralovsti roznaseji, pritrz ucinena byla, jinace ze by zpravami takovymi poboureny lid ukrotiti nemohli.
V PRAZE, ve ctvrtek po s. Valentinu (17 unora) 1547. – Opis v archivu Jindricho-Hradeckem.
V. Kr. M. oznamujem, ze jest nam dne vcerajsiho zprava jista ucinena, kterak by nekteri z kuchyne V. Kr. M. sluzebnici pri pritomnosti mnohych lidi dobrych nejednou a nejednoho casu, ale castokrate v meste Litomericich v domu Jirika Kramare to mluvili, ze ti Prazane to shledati maji, ze v brzkem casu od krale sroceni budou; nejaky pak sermistr, kteryzto u V. Kr. M. najvyssim nad strelbou a nad dely spravcim jest, to svetle i neukryte a tolikez pred lidmi dobrymi ze jest tez mluviti smel: "Skoda, ze kdo dobry v te Praze zuostati ma, neb k tomu drive nez puol druheho mesice pomine prijde, ze kral znamenity pocet lidu ciziho a rozlicneho" – jmenujic narody ty cizi zejmena – "na ta mesta Prazska pustiti a tak z gruntu je zkaziti chce a mini, ze kamen na kameni nepozuostane, tak aby zadny na potomni casy nerekl, ze jesti tu mesto a Praha byla;" o cemz o vsem poradneji, jake sou to reci a ktere sou to osoby, jezto sou je mluviti smely, tyz Jirik Kramar, byv pritomny a s jinymi je slyse, bude moci zpravu dostatecnejsi V. Kr. M. uciniti. A ponevadz predeslych casuov od V. Kr. M. takove poruceni mame, kdybychom kdy koli co takoveho, V. Kr. M., kralovstvi tomuto, nam a mestuom Prazskym skodneho, uslysali, abychom se po takovych vecech pilne ptali a doptajice se gruntu, to na V. Kr. M. bez meskani vznesli, ze v tom skutecne opatreni od V. Kr. M. jmiti mame. A ty a takove reci lehkomyslne a nevazne, bez naseho vseho provineni, o nas i o mestech Prazskych od sluzebnikuov V. Kr. M. pusteny a ty take lidmi a svedky obvedeny sou, kterychzto ti nevazni nasi utrhaci nikoli slusne zapriti moci nebudou. Jesto my abychom co takoveho na V. Kr. M. zaslouzili, proc bychom zkazy s manzelkami a ditkami i s mesty temito Prazskymi tak hrozne ocekavati meli, tomu nikterakz vyrozumeti, ani u sebe nadjiti nemuozeme, ponevadz sine vzdycky verne a uprime, jakz bohda na verne poddane nalezi, V. Kr. M. jakozto panu nasemu milostivemu se vsi ponizenosti slouzili a pro dobre a uzitecne predkem V. Kr. M. i kralovstvi tohoto hrdel ani stateckuo svych nikdyz nelitovali. A protoz V. Kr. M. jakozto pana naseho milostiveho ponizene zadame a prosime, ze nas, jakozto verne poddane, proti takovym nevaznym a lehkomyslnym lidem litovati a nam to k skutecne naprave privesti racite. Neb, milostivy krali! nestaloli by se toho (ac te nadeje do V. Kr. M. nejsme) a my pred takovymi lidmi a jich ukrutnymi pohruozkami slusne a spravedlive opatreni bychom nebyli, tehdy toho pokoje, kteryz nam pri odjezdu V. Kr. M. k zachovani a k opatrovani v mestech Prazskych porucen jest, nikterakz bychom snad, bychom pak i najvice chteli, zdrzeti a lidu obecniho ukrotiti nemohli. Neb jiz i v Praze takove a k tomu podobne pohruzky od nekterych sluzebnikuov V. Kr. M. proskakuji, jesto my tomu, aby se to s voli a vedomim V. Kr. M. dati melo, nikterakz veriti nemuozeme. Za odpoved V. Kr. M. spesnou, kterouz bychom se zpraviti mohli, ponizene zadame.
Dan v Praze ve ctvrtek po sv. Valentinu, leta etc. 47.
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V. Kr. M. verni poddani, |
purkmistri a konsele, starsi prisezni a obce Stareho, Noveho a Mensiho mest Prazskych. |
29. Die Prager Stadte ersuchen den Konig Ferdinand I, dass er den Drohreden bezuglich der Verwustung Prags, welche von einigen koniglichen Dienern gefuhrt worden, ein Ende mache, weil sie sonst das durch derartige Nachrichten aufgeregte Volk nicht bandigen konnten.
dd. PRAG, am 17. Februar 1547. – Aus den "Akten aller Handlungen".
Eur kon. Mt. zeigen wir an, das uns gestrigen Tags gewisse Bericht zukommen, wie das etliche Eur kon. Mt. Diener aus derselben Kuchel in Beisein viel ehrlicher Leut nit einmal und nit ein Zeit, sonder zum offtermal in der Stat Leitmeritz im Haus Georgen Kramers dieses geredt haben: Die Prager sollen es befinden, das sie in kurzer Zeit vom Konig gedemutiget werden, und dann aber einer, nemblich der Geschirrmeister, der Eur Mt. Obrister uber das Geschutz ist, hat offentlich unverporgen auch vor ehrlichen Leuten reden durfen: Es ist Schad, das jemands frumer zu Prag beleiben soll, dann es werde darzu kumben, ehe dann anderhalb Monat vergehen, das der Konig ein ansehenliche Anzal allerlei fremds Volks (und hat also dieselben frembden Nationen mit Namen genennt) auf die Prager Stet schicken und will und gedenket sie also in Grund zu verderben, das ein Stein auf dem andern nit beleiben soll, also, das Niemands zu kunftigen Zeiten nit wird mugen sagen, das allda Prag gestanden oder gewesen sei etc.; welches alles gedachter Georg Kramer ordentlicher was es fur Red, auch wer die Personen gewesen, die solches reden haben durfen, nachdem nit allein er, sonder auch andere dabei gewesen und solches gehort, anzeigen und E. kon. Mt. einen grundlichen Bericht thun mugen. Dieweil wir dann zuvor von E. kon. Mt. in Bereich haben, wo und zu welcher Zeit wir etwas solches, das E. kon. Mt., dieser Cron, uns und den Prager Steten schedlich und nachtheilig were, horeten, das wir demselben allem fleissige Nachfrag haben und nach grundlicher Erkundigung ohn Verzug E. kon. Mt. anzeigen sollen, so wollten E. Mt. im Fall wurkliche Einsehung thun und aber diese obangezeigte unbedechtige und leichtfertige Red von E. Mt. Dienern ohn alle unsere Verschuldigung von uns und den Prager Steten ausgepreit und numals mit etzlicher Leut Zeugnussen volfurt und bezeugt, welche gethane Red auch dieselbigen leichtfertigen Leut und unsere in diesem Fall bose Nachreder billich nit laugnen werden mugen. Derhalben und sonderlich, dieweil wir bei uns befinden, das wir umb E. kun. Mt. nie verdient noch verschuldet, das wir sambt unsern Weib und Kindern auch diesen Prager Steten soliches erschrockenlichen Verderbens gewartend sein sollen, sonder das wir je und allwegen treulich, unterthenig, und wie ob Gott will, treuen Unterthanen wol zustehet, E. kon. Mt. als unserm gnedigisten Herrn in aller Demutig-keit gedient und zuforderst E. kon. Mt. und dieser Cron zu Gutem, Frumben und Pestem unserer Leib und Gut nie verschont; so bitten E. kon. Mt. wir in aller Unterthenigkeit, E. kon. Mt. welle mit uns als derselben getreuen Unterthanen, wider und gegen solichen leichtfertigen und losen Leuten ein gnedigistes Mitleiden tragen und uns soliches von ihnen zu entlichem und wirklichen Abtrag bringen. Dann, allergnedigister Kunig, wo solches nit geschehe (des wir uns doch zu E. kon. Mt. mit nichte versehen) und wir vor solichen Leuten und ihren erschrocklichen Droungen billichen und gerechtlichen nit versorgt, so wurden wir vielleicht den Fried, den uns E. Mt. bei derselben Abreisen in den Prager Steten zu erhalten auferlegt und befolhen mit nichte, ob wir gleich am meisten gern wollten, erhalten, noch den gemeinen Mann stillen. Dann auch numals zu Prag solliche und dergleichen Droungen von etlichen E. Mt. Dienern gehort werden, welches wir, das es mit Wissen und Willen E. kon. Mt. geschehen soll, gar kein Stat noch Glauben geben, und bitten also Eur kon. Mt. umb ein furderliche Antwurt, daran wir uns wissen zu richten.
Geben Prag am Pfinstag post Valentini anno etc im xlvii.
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E. kon. Mt. getreue Unterthanen |
Burgermeister, Rathe, gesdvworne Eltisten und die Gemeinden der Alten, |
Neuen und Kleinern Stat Prag.
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