18.Die Altstadtr Gemeinde Pragsgibtdem Burgermeister und den Gemeindealtesten die Erklarung ab, dass sie dem Befehl des Konigs wider den Kurfursten Johann Friedrich zu rusten nicht nachkommen konne.
dd. (Ohne Datum.)[ Die Antwort des Konigs auf dieses Aktenstuck ist vom 1. Februar. Daher muss es zu Ende Januar verfasst worden sein.]
Aus den "Akten aller Handlungen" etc.
Lieber Herr Burgermeister, auch andere besondere lieben Herren und Freund. Nachdem ihr verschafft habt der kun. Mt. etc unsers allergnedigisten Herren Mandat uns zu verlesen, auch uns desselben Mandat Meinung durchaus furge-halten, auf das die ganz Gemein und ein jeder insonderheit darzu das seine frei furbringen mocht, dieweil es dann einem jeden sein Ehr, Leib und Gut auch Vermeidung des Lands betreffen will, welches, wo der Mensch das verlur, hette er nu-mals nichts mehr zu verlieren, derhalben mugen wir nicht lenger unsere grosse und anliegende Notturften verschweigen und haben ein Mitleiden, das ihr euch also umb diese lobliche Gemein bekummert, auch das euch die kun. Mt. soviel Burde auflegen und wollen euch also unsere Bedenken und gemeine Vergleichung, darumben wir uns vermug der Mandat nicht verhalten mugen, anzeigen.
Und ist das die erst Ursach, nemlich, als in Ihrer kun. Mt. Mandat begriffen, das wir dahin ziehen sollen, wohin es der kun. Mt. Notturft erforderen wurde, bei Verlierung Ehr, Leib und Gut und darzu aus den Lande zu jagen, welches ohn alle Condition gestellet, es sei wider unsere liebe Freund, Vater, Vetter und Bruder, das wir solches schuldig sein zu vollenden und ihr Blut zu vergiessen etc die uns vielleicht ihr Lebenlang nichts Ubels gethan, das wir dieselben morden, prennen und plundern sollen etc derhalben, weil dasselb Wortlein (wohin es wolle), das wir es ohn alle Ausred schuldig sein zu thun, ganz hochbeschwerlich, so bitten wir euch, wollet bei der kun. Mt. ein Furbitt thun, das Ihr kun. Mt. uns mit solchen und dergleichen Burden und Beschwerungen, die uns unerleidentlich sein, nit beladen.
Zum andern, das es unser Unvermugen, auch ein geferliche Sach, dann ihr viel haben sich mit den Steuern und Anlagen erschopft, das auch noch bei ihnen etliche Steuern unentricht bleiben, welche sie nicht kunnen noch mugen entrichten | und bezahlen und sollten dann noch zu dem oftere | Anlag beschehen, het mancher nichts zu geben,: sondern must von Haus und Hof, Weib und Kindern wegziehen, welches auch diesem Land ein (Gefahr bringt. Dann sollten die Inwohner dieser Kron, so zu Beschutzung und Gegenwehr gehoren aus dem Land ziehen, wer zu besorgen, das die Feind, welcher wir umb und umb viel haben, in | diese Kron ein Einfall thun und dieselb erobern! mochten, wie man dann numals von dem Turken! sagen horet, was sie fur Schaden nicht weit von uns thun, derhalben mussen wir solche und dergleichen Feind mehr furchten und uns vor ihnen bewahren, welcher wir uns wehren mussen.
Fur das drit haben wir darumben kein Wissen, das wir Herzog Morizen seiner f. G. mit etwas verpflicht sollten sein, das wir auch Herzog Jo-hansen in Betrachtung unserer Ehren zu thun nicht schuldig weren, dann dies wissen wir wol, das wir mit dem ganzen Haus von Sachsen auf-gerichte Erbeinigungen haben; das wir aber Herzog Morizen in etwo mehr, dann Herzog Johansen verpflicht sein sollten, das wissen und merken wir nicht. So sein wir auch in frischer Gedechtnuss, das ihr euch bei verschienen gemeinen Landtag durch den Sixt Ottersdorfer zu demselben Artikel gemelt, gedenken uns auch dasselb also zu halten. Darzu haben wir auch nie darein bewilligt, das Herzog Moriz wider Herzog Johannsen ein Krieg anfahen solle und seine Land und Leut prennen, todtschlagen, ihre Guter nehmen und seine Stet und Flecken erobern und einziehen etc. sonder wir haben umb seiner f. G. Furnehmen kein Wissen gehabt, bis es numals leider ubel und bos geschehen. Darumben bedunkt und sieht uns an, das wir seiner f. G. nicht schuldig sein wider Herzog Johansen, mit welchen wir auch Erbeinigung haben, Hilf zu leisten; das aber er Herzog Johans gemelte Erbeinigung gebrochen, und sich dieser Kron fur einen Feind aufgeworfen, oder aber das er mit Gewalt in diese Kron ziehen und dieselb erobern wollte, hetten wir kein Wissen.
Zum vierten, wo wir wider Herzog Johannsen, welcher mit allen seinen Unterthanen, den Leib und Blut unsers Heilands Jesu Christi unter beiderlei Gestalt empfacht und sich mit uns in deme und andern mehr christlichen Lehren ver-gleichte, auch soliche Lehr beschutzte und beschirmbt etc. ein Hilf thun oder selbst ziehen sollten, ist zu besorgen, wir wurden einer erschrocklichen Rach von Gott umb soliche unserer lieben Bruder Blutvergiessen, welchen wir als uns selbst alles Guts zu thun schuldig, nicht entgehen, dann sie uns auch zu allen Zeiten wider den Turken, Erbfeind der ganzen Christenheit, geholfen und sollten wir dann wider sie sein, wer zu furchten, das durch des Allmechtigen Verhenknuss ein kunftiger Unfried und Krieg uber uns als uber die, so wider Gott strebeten und die Bundness nicht hielten, kommen mochte.
Zum funften, das wir als der dritte Stand an die andern, das ist den Herren und Ritterstand nichts bewilligen mugen, dann uns soliches nicht gebuhren, sonder nachtheilig und geferlichsein will, das wir auf den Herrenund Ritterstand, auch die andern Stette unsers Standes ohn ihr Vorwissen und Zugeben etwas solchs bewilligen sollten.
Zum letzten, wann wir in dieses Mandat willigen sollten, wer zu besorgen, wir wurden uns aus unsern Privilegien, Freiheiten, Burgerstand und Donationen, welche unsere Vorfarn von Kaisern und Kunigen dieser Kron, heiliger und hochloblicher Gedechtnuss, hertiglich und schwerlich erworben und erlangt, selbst ausfuren. So meldet auch kein Cronicken, noch andere Schriften, das je ein behmischer Kunig ohne gemeine Bewilligung aller dreier Stende allein Mandat Weiss was soliches furnemen und uns oder unsere Vorfarn in etwas solches und so wichtiges gezogen oder gefuhrt haben sollte. Dann es ist auch dieses in der alten Landsordnung begriffen, o xxix, das die kun. Mt. noch derselben Nachkommen, als regierunde Kunig zu Beheim, diese Kron ausser halb ihrer Recht, Freiheiten und Ordnungen zu keinem Krieg noten und dringen sollen. Und uber das so haben sich die jetzige kun. Mt. unser allergnedigister Herr gegen uns allen dreien Stenden verbunden, das uns Ihr kun. Mt. alle bei unseren Freiheiten und Privilegien bleiben wollen lassen. Und wann wir ausserhalb eines gemeinen Landtags in solich Mandat willigeten, und uns darnach verhielten, so wurden numals nicht allein unsere, sondern dieser ganzen Kron Freiheiten fallen und die alten gemeinen Landtag vergehen; auch wurden wir Inwohner aller dreier Stende dieser Kron erger dann die Pauren sein, weliche doch ihre Herren wider ihr ausgemessene Sachen, billich und rechtlich zu nichte weiter notten noch dringen mugen. Dem allen nach, was zuvor in dieser Kron bei keinem behmischen Kunig nie gewesen, ist unser Begern, das ihr die kun. Mt. unterthenigist bitten, uns in soliche und dergleichen Sache, so wieder unsern Glauben, Ehr, burgerliche Freiheit und andere auch zu Nachtheil und Verderb dieser Stat und der ganzen Kron weren, nicht zu ziehen.
Wir bitten auch darob zu sein, damit die ganze Gemein bei einander versammlet sein mochte auf das mit der ganzen Gemein gehandelt wurde, damit sich keiner, das etwas ohne Wissen und Willen der Gemein furgenommen und gehandelt werde, zu beschweren hette, das auch mit der grossen Glocken auf dem Rathhaus geleutet werde, dieweil es auch zuvor bei Zeiten hochloblicher Gedechthuss der regierunden Kaiser und Kunig zu Beheim gewesen und damit hinfuran nicht mehr Handlungen ad partem furgenommen oder beschehen, darfur bitten wir mit dem hochsten.
Anmerkung. In gleicher Weise richtete die Neustadt Prags eine Zuschrift an den Burgermeister, in der nur der folgende Absatz zugegeben ist:
Zu deme, so weren auch allerlei Red von den Walhen und andern Auslendern gehort auch etzlichen von uns unter die Augen getroet, das sie unsere Heuser, Weib und Tochter umbsonst haben und bekomben und das sie sich auch in der behmischen Nation Blut waschen werden, schelten uns darzu Verrether und Ketzer; derwegen mussen wir soliche und dergleichen Feind mehr furchten und uns vor ihnen bewahren.
18. Vsecka obec Stareho mesta Prazskeho podava purkmistru a starsim obecnim odpoved, ze vedle mandatu kralovskeho, aby do pole proti Hanusi Fridrichovi se vypravili, zachovati se nemohou.
Sine dato.[ V "Aktech vsech tech veci" neni odpoved tato datovana. Ferdinand I odpovedel na takovou ztiznost ustne skrze zvlastni komisare dne 26 ledna, pisemne 1 unora ](1547).
"Akta vsech tech veci etc. "
V. M. pane purkmistre, pani, pane purkmistre, pani soudci, pani starsi obecni, pani a pratele nasi mili! Kdez ste rozkazati racili mandat J. M. Kr., pana naseho najmilostivejsiho, nam cisti a vsecku vuoli toho mandatu predloziti, aby vsecka obec i jeden kazdy znas k tomu se volne primlouval: i ponevadz se kazdeho dotyce cti, satku, hrdla i ven z zeme vyhnani, jesto kdyby to clovek ztratil, jiz by nemel co vice ztratiti, protoz jiz nemuozeme tajiti sve velike a nuzne potreby, litujic V. M., ze starajic se o tuto slavnou obec od J. K. M. mnohymi bremeny racite obtizeni byti. I sve zdani a sneseni obecni V. M. oznamujem, ze pro priciny tyto podle tohoto mandatu se zachovati nemuozeme.
Prvni pricina jest, ze v tom mandatu stoji, abychom v ta mista, kdez by toho dalsi potreba byla J. M. K., pana naseho najmilostivejsiho, to vykonali pod zbavenim cti, statku, hrdla i z zeme vyhnani a to beze vsi vyminky, bud to proti nasim prateluom milym, otcuom, strejcuom, bratrim, abychom byli povinni to vykonati a z nich krev vylevati, kteriz by nam snad nikda nic zleho neucinili, je mordovati, jim paliti, brati etc: protoz, ponevadz to slovo "kdez by toho dalsi potreba byla" a "ze sme povinni" necini zadne vyminky, V. M. za to snazne zadame, abyste se racili k J. K. M., panu nasemu najmilostivejsimu, primluviti, at neraci tech a takovych bremen a tezkosti nam nesnesitedlnych na nas vzkladati.
Druha pricina jest, nemoznost i take nebezpecenstvi nase: neb mnozi, vydavse se castymi danemi a bernemi, jeste predeslych berni sou nedali a dati nemohou; kdyby tak pak caste berne byvaly, mnozi, nemajice co dati, musili by sami od manzelek a ditek svych tahnouti, jesto ta vec teto zemi jest take i nebezpecna, neb kdyby obyvatele, kterizto k obrane kralovstvi tohoto nalezeji, ven z zeme vysli, aby nepratele, jichzto vsudy vuokol plno mame, do teto zeme nevpadli a tohoto kralovstvi neopanovali. Jakoz pak o Turcich jest slyseti, jake skody nedaleko od nas cini, jinzto my se braniti musime; protoz tech a takovych nepratel vice se obavati a vystrihati nalezi.
Treti pricina, ze my o tom zadne vedomosti nemame, abychom J. M. knizeti Mauricovi cim takovym povinni byti meli, cim bychom tolikez nebyli povinni J. M. knizeti Hanusovi, pamatujic na sve poctivosti; neb o tom vime, ze se vsim domem saskym smlouvy dedicne mame, ale abychom J. M. Mauricovi cim vetsim nezli J. M. knizeti; Hanusovi povinni byti meli, toho my nezname. Neb take k tomu artikuli ze ste se racili ozvati skrze pana Sixta na sneme nyni minulem, to my dobre pamatujem a toho se drzeti minime. A take my sveho povoleni nikda sme k tomu nedali, aby J. M. knize Mauric valku zdvihl proti J. M. knizeti Hanusovi a proti jeho lidem, je mordoval, palil, statky jim bral, mest jeho dobyval, ano my o jeho kn. M. predsevzeti nic sme nevedeli, az se zle stalo. Protoz se nam vidi a zda, ze J. M. knizeci nejsme povinni pomoci davati proti J. M. knizeti Hanusovi, s kterymzto take smlouvy dedicne mame a on J. M. knize Hanus aby ty smlouvy mel zrusiti a tomuto kralovstvi se za nepritele postaviti anebo aby mel moci do koruny ceske vtrhnouti, chte tudy kralovstvi obdrzeti, o tom my nic nevime.
Ctvrta pricina, kdybychom pomoc dali neb sami tahli proti J. M. knizeti Hanusovi, kteryzto se vsemi svymi poddanymi telo a krev pana Krista pod oboji zpusobou prijima a s nami se v tom i v jinem mnohem Kristovu uceni srovnava a toho uceni obhajuje, bojime se, ze bychom pomsty hrozne od pana Boha neusli, pro to vylevani krve svych milych bratri; kteremuzto jsme povinni vseho dobreho priti, jako sami sobe, neb oni take nam po vsecky casy proti Turku, nepriteli vseho krestanstva, sou vzdycky verne pomahali. I kdybychom pak proti nim byli, strach, aby skrze bozi dopusteni budouci nepokoj a valky na nas neprisly, jakozto na ty, kteriz bychom byli Bohu odporni a smluv nezdrzelivi.
Pata pricina, ze my jakozto stav treti bez stavu panskeho a rytirskeho nic svolovati nemuozeme; neb jest nam to nenalezite i take nebezpecne, abychom my na stav pansky a rytirsky i na jina mesta z naseho stavu mestskeho, bez jich vedomi a povoleni meli to neb neco takoveho svolovati.
Posledni pricina jest, ze kdybychom tomu mandatu povolili, obavame se toho, ze bychom se vyvedli z svobod, prvilegii stavu sveho a obdarovani, kterez od svatych pameti cisaruo a kraluo predeslych nasich ceskych predkove nasi nam jsou pracne a tezce dosahli. A take o tom zadne kroniky ani jini spisove nic nam neoznamuji, aby kdy ktery kral cesky, slavne pameti, bez sneseni obecniho ode vsech tri stavuov, samym mandatem co takoveho pred svou milost brati a nas aneb nase predky v neco takoveho a tak znameniteho potahovati racil; neb jest to take v zrizeni zemskem starem vymereno: O xxix, ze J. M. K. ani J. M. budouci kralove cesti k zadnym vojnam nemaji nutiti z zeme ceske, mimo prava a svobody a rady prvotne. Nadto vyse, ze J. M. K., pan nas najmilostivejsi, racil se jest nam vsem trem stavuom zavazati, ze nas vsech raci pri nasich svobodach a privilejich zachovati: a kdybychom pak bez obecniho snemovniho sneseni tomuto mandatu sve povoleni dali a podle neho se zachovali, jiz svobody netoliko nase ale i take vseho tohoto kralovstvi by klesly a snemove obecni starobyli zahynouti by musili, a my vsichni obyvatele tohoto kralovstvi, ze vsech tri stavuo, horsi bychom byli nez sedlaci, kterychzto jich pan mimo vymerenou vec k nicemuz nepotahuje a potahovati nemuoze a nema spravedlive. I protoz, coz jest prve v tomto kralovstvi nikda za zadneho J. M., dobre pameti, krale ceskeho, nebyvalo, V. M. za to zadame, abyste J. M. K., pana naseho najmilostivejsiho, za to zadali, aby nas v ty a takove veci, kterez sou proti nasi vire, proti poctivosti, proti svobodam a stavu nasemu i jinym a kterez jsou take k zkaze tomuto mestu i tohoto kralovstvi, J. M. potahovati neracil.
Item, za to V. M. zadame, aby obec vsecka spolu byvala, aby se jednalo z plne obce, aby se zadny nedomlouval,ze se neco jedna bez vule obce zvoneju v veliky zvon aby byvalo na rathouzej, ponevadz sa najjasnejsich, slavne pameti, jistirno),a kraluo to byvalo; a tech postrannich jednani aby vice nebyvalo, zato V.Mti. velice zadame.
|
Vsecka obec Stareho mesta Prazskeho. |
V stejna slova odpovedeli Prazane Novomeststi, k deulie pricine jeste tato slova:
I take ledajaci hlasove od Vlachuov a jinych cizozemcuv zde proskakuji a nekterym z nasich v oci pohruozky ciniti smeji, ze nase domy, zeny, dcery darmo miti budou a v nasi krvi, ceskeho narodu (zradce a kacire nam spilajice), se broditi budou. Protoz tech a takovych nepratel vice se obavati a vystrihati musime.
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