16. Ferdinand I. porouci listem otevrenym do vsech kraju v kralovstvi Ceskeho, aby obyvatele vedle povinnosti a zavazku svych do pole vojensky se vypravili a u Litomeric najiti se dali.
NA HRADE PRAZSKEM, v patek po sv. Pavlu na viru obraceni, (28 ledna) 1547.
"Akta vsech tech veci etc."
Ferdinand etc. Urozenym etc. Verni mili! Jakoz sme Vas vsech i jednoho kazdeho skrze mandaty nase otevrene tistene, abyste se nekteri krajove blizsi v pondeli jiz minuly a nekteri krajove dalsi v stredu na den panny Marie hromnic nyni pristi u Litomeric pri nas neb synu nasem najmilejsim, pro nastale nahle potreby najiti dali, napomenouti racili, jakz ti mandati nasi to sireji v sobe obsahuji. Kdez sme pak na jinem nebyli nez abychom pred hromnicemi do Litomeric, podle takoveho naseho rozepsani, prijeti aneb syna naseho vypraviti byli racili: ale vedeti Vam zalostivou mysli davame, ze jest pan Buoh vsemohuci, podle vuole sve svate, dne vcerajsiho najjasnejsi knezny pani Anny, rimske, uherske a ceske etc. kralove, etc. manzelky nasi najmilejsi, z tohoto sveta povolati racil, jejizto mile dusi Pan nebesky rac milostiv byti, i z te priciny zarmutku naseho prijezd nas a syna naseho k Litomericim se prodlel; avsak proto nicmene ve ctvrtek neb v patek nyni pristi, konecne osobne dali Buoh v Litomericich byti racime. Protoz Vas vsech i jednoho kazdeho obzvlaste, podle tychz predeslych mandatuov nasich tistenych (nemohouc toho, ac bychom radi, pominouti a majic take zpravu od komisaruov nasich k Litomericim vypravenych, ze sou nekteri z Vas, prijedouc k Litomericim, zase pres jich napomenuti odjeli, cehoz sme se nenadali) zadati, milostive porouceti i napominati racime: abyste se vsickni i jeden kazdy z Vas osobne pri nas a synu nasem na vys psany den (pamatujic na povinnosti a zavazky Vase i dedicne smlouvy vzdelane a utvrzene, kterymiz ste pode ctmi a virami zavazani) najiti dali. Pakli by vzdy kdo z Vas, z stavu panskeho a rytirskeho, bud pro starost, mladost, nemoc aneb jina zaneprazdneni sva, osobne se vypraviti nemohli, tehdy aby kdoz ma syna, bratra, strejce, ujce a pritele dorostleho neb jinou osobu z stavu panskeho neb rytirskeho na miste svem poslal a tak jeho s poetem, kteryz na koho dati prijde, vypravil; aby odtud z Litomeric, pro dobre a obranu tohoto kralovstvi a zemi k nemu prislusejicich, bez vymluv, jakz jste toho povinovati, tahl a to, coz dobremu nalezi, cinil. A ktery pak statku za tisic kop gr. ceskych nema, tehdy snesouc se spolu az do te sumy, jednu osobu z sebe s poctem vypravili. Kdez o Vas vsech i jednom kazdem nepochybujem, ze se v tom poslusne, povolne i hotove, jakz ste to predesle po vse casy cinivali, zachovate a my Vam to vsi milosti nasi kralovskou zpominati i nahrazovati racime. Neb i toho pred Vami tajiti neracime, jake sou nam psani a napomenuti stavove Dolnich Luzic ucinili, z kterehoz vypisu prileziteho tomu vyrozumite, jake nebezpecenstvi tomuto kralovstvi a jim Luzicanuom i jinym zemim k kralovstvi nalezitym nastava. Pritom Vam take poroucime, aby ste poddanym svym pristne prikazali, aby vselijake spize k vojsku k Litomericim vezli; neb maji vsech cel, dokudz tak k vojsku povezou, prazdni byti.
16. Offener Befehl Ferdinands an die Stande Bohmens, dass sie sich ihrer Verpflichtung gemass fur den Krieg ausrusten und bei Leitmeritz einfinden mochten.
dd. PRAGER SCHLOSS, den 28. Januar 1547.
Aus den "Akten aller Handlungen" etc.
Wir Ferdinand etc. Lieben Getreuen! Als wir euch allen und jedem insonderheit durch unser offne gedruckte ausgangne Mandat, das ihr euch, die so nehener gesessen, an verschinem Montag, und aber in fernere Kreis am jetzt kunftigen Mittwoch Purificationis zu Leitmeritz bei uns oder unserm geliebten Sohn wegen vorhandner eilunder Gefahr finden lassen sollt, gnedigist ermant, in-massen solche unsere Mandat ferner mit sich bringen etc. wie wir dann nicht anderst gesinnt gewesen, dann das wir noch vor Purificationis vermug unserer Ausschreiben personlich gen Leitmeritz ankumben oder aber unsern Sohn abfertigen haben wollen: wir geben euch aber mit getrubtem Gemut gnedigist zu erkennen, das der Allmechtig nach seinem gottlichen Willen und Gefallen gestriges Tags die durchlauchtigist Furstin Frau Anna romische, hungerische und beh-mische etc Kunigin etc unser freundliche liebste Gemahl von dieser Welt beruft und erfordert, welcher lieben Seel der ewig Gott gnedig und barmherzig sein wolle. Derhalben und von wegen unsers zugestandnen Leides hat sich gedachte unser und unsers Sohns Reis gen Leitmeritz ver-lengert. Doch wollen wir nichts desto weniger negst kunftigen Pfinztag oder Freitag mit Hilf des Allmechtigen endlichen eigner Person gen Leitmeritz ankumben und euch darauf hiemit alle und jede insonderheit vermug unsers zuvor ausgangnen Mandats, welches wir nicht umbgehen mugen, darzu auch von unsern Commissarien, so wir gen Leitmeritz abgefertigt, Bericht empfangen, das etlich aus euch dahin gen Leitmeritz ankumben, aber wiederumb uber unserer Commissarien ver-manen, des wir uns nicht versehen, verruckt, nochmals gnediglich begehrt und vermant haben, das ihr euch alle und ein jeder personlich bei uns und unserm geliebten Sohn auf obangezeigten Tag bei Leitmeritz (in Betrachtung eur Pflicht und Verbundnuss, auch der aufgerichten und bekreftigten Erbeinigungen, damit ihr bei Treuen und Ehren verbunden) finden lasset. Im Fall aber do Jemand aus euch von Herrnoder Ritterstand von wegen seines Alters, Jugend, Krankheit oder anderer seiner Obligen halben je nicht personlich kumben mochte, das derselben jeder der einen gewachsnen Sohn, Brudern, Vettern und Freund hat oder ein andere Person vom Herrnund Ritterstand anstatt seiner mit der Anzahl, die ihme zu geben geburt, abfertige und dermassen Befehl gebe, das er von Leitmeritz zu Gutem und Rettung dieser Kron und der eingeleibten Land, inmassen ihr es zu thun schuldig und verpflicht seint ohne Ausred, fortrucke und ziehe und dasjenige, was einem ehrlichen Mann zustehet, handle und thue. Diejenigen aber, so nicht fur ein Tausend Schock Groschen Werth haben, das sie sich zu andern bis zu Erfullung und Vollziehung derselben Summa zusammen-schlahen und ein Person mit der Anzahl aus ihrem Mittel abfertigen. Wie wir dann gar nicht zweiflen, ihr werdet euch hierinnen, inmassen ihrs je und allwegen zuvor gethan gutwillig und gehorsamlich verhalten. Das wollen wir gegen euch allen und jeden insonderheit in allen Gnaden erkennen und bedenken. Zu dem wellen wir euch gnediger Meinung unangezeigt nicht lassen, das uns die Stende in Niederlausitz ein Schreiben und Vermanung gethan, welches Abschrift wir euch hiemit zuschicken, daraus ihr vernemben werdet, was fur Geferligkeiten dieser Kron und gemelten Stenden in Lausitz, auch andern zu der Kron gehorigen Landen zustehen. Wir wollen euch daneben befohlen haben, das ihr dermassen ernstliche Einsehung bei euren Unterthanen thut, auf das sie allerlei Proliant zu dem Leger gen Leitmeritz furen, dann es soll ihnen alles zollfrei gepassiert werden. An dem allen beschieht unser endliche Meinung
Geben auf unserm kuniglichen Schloss Prag am Freitag nach Pauli Bekehrung den achtund- zwanzigisten Januarii. Anno im xlvij, unser Reiche ut supra.
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