Purkmistr a rada mesta Chebu vudcum ceskych evangelickych stavu: Ocekavajice, ze na snemu se bude zase jednati o nabozenstvi a nebyvse pojati do majestatu na nabozenstvi, vypravili do Prahy poselstvi s purkmistrem, k nemuz i rytirstvo z kraje pridalo osobu, a zadaji, aby jim prispeli k dosazeni svobody vyznani augspurskeho.
Koncept v archivu mesta Chebu.
Mutatis mutandis an herrn graven M. von Thurn, herrn Leonhard Colona herr von Felsz und hern Wilhelm von Lobkowicz, herrn graf Joachim Andres Schlikhen etc., an herrn Wenzl Bodowicz von Budowa. ["Wenzl B. v. Budowa" doplneno in margine.]
Wolgeborner herr.... Demnach wir aus allen des jezigen zustandes in der loblichen cron Boheimb umbstenden leichtlich vermueten konnen, das bei jezt angehenden landtag das religionswerk neben andern iurnernblich wider auf die bahn kommen werde, E. Gn. aber gnedig bewusst ist, warum wir dem erlangten maiestetbrief nicht einverleibt worden noch ein speciale privilegium bisher daruber erlangen mogen, so haben wir derwegen fur ein unvermeidliche notturft erachtet, jezt vorstehende guete gelegenheit nicht zu verabseumen und derwegen unsern burgermeister Wolfgang Pachelben neben sonst zweien personen, denen auch die von der ritterschaft des craises eine person zugeben, nach Prag abzuordnen, gemeiner stad und creises notturft des liberi exercitii religionis halber daselbst in acht zu nehmen und zu verhandeln.
Wann wir uns aber noch guetermassen zu erinnern, wie hoch und gross gedachter unser burgermeister und andere vor diesen in diesen religionwerk nach Prag abgefertigte E. Gn. beforderung in dieser christlichen sach gerhumet und uns bewust ist, das dieselbe vor andern nicht allein nochmals viel tuen und prestirn konnen, sondern auch seither genuegsamb erfahren, das sie iren eifer, die wahre reine lehr gottlichs worts zu erhalten und fortzupflanzen dermassen in werk und der tat scheinen lassen, das sie sich umb dess willen in eusserste gefahr leibs, lebens und guets gesezet und demnach sie hierzu ferner gnadig geneigt wissen, so gelanget derwegen an E. Gn. unser abermahlig underdienstlich und hochfleissiges bitten, sie geruhen ermelten unsern abgeordneten auch fur dismal, da die bequemste occasion darzu sein wird, mit gnediger assistenz, rat und furschub beispringen und beforderlich sein, das gemeine stad zu gewunschter Versicherung des liberi exercitii confessionis Augustanae fur sich und die posteritet gelangen moge. Dadurch verrichten sie einen reinen, dem allerhochsten wolgefelligen gottesdienst, befordern vieler menschen (die es vor seiner gottlichen maiestet angesicht an jenen tag rhumen werden) seeligkeit, der wird es auch zeitlich und ewig hinwider vergelten und wir wollens beneben umb E. Gn. nach allen vermogen hinwider zu verdienen nimmermehr vergessen, derselben uns zu gnediger willfahrung, sie aber dem allerhochsten in dessen schutz hiemit getreulich empfehlende.